Vase mit pinker Blume steht auf einem gedeckten Tisch wird von Sonnenlicht durch große Fenster im Hintergrund beleuchtet Ringsherum sind leere Stühle und draußen sind Bäume sichtbar

Vase mit pinker Blume steht auf einem gedeckten Tisch wird von Sonnenlicht durch große Fenster im Hintergrund beleuchtet Ringsherum sind leere Stühle und draußen sind Bäume sichtbar © Kawin Ounprasertsuk/shutterstock.com

Sonnenschutzglas – und die Hitze bleibt draußen

Sonnenlicht ist Energie – und im Sommer dringt eine Menge davon durch die Fenster in unsere Wohnungen. Überhitzung ist nicht selten die Folge. Sonnenschutzglas schafft da Abhilfe.

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Besonders Dachgeschoßbewohner können ein Lied davon singen: Wenn im Sommer die Sonne scheint, dann heizt sich der Innenraum auf saunaähnliche Temperaturen auf. Wohl dem, der eine Klimaanlage installiert hat. Doch mit Kälte gegenzusteuern ist letztlich etwa so effektiv, wie Wasser aus einem lecken Boot zu schaufeln. Besser, Sie stopfen das Loch.

Wie funktioniert Sonnenschutzglas?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wie Sonnenschutzglas funktioniert. Getönte Gläser absorbieren die Energie, während beschichtete Gläser sie reflektieren. In der Regel werden Beschichtungen auf der Innenseite der Außenscheibe aufgedampft und lassen sich gut mit einer möglichen Wärmedämmbeschichtung auf der Außenseite der Innenscheibe kombinieren.

Übrigens: Keine Angst, dass durch Schutzglas die Lichtausbeute im Raum geringer ausfällt - sogar bei getönten Scheiben kommt noch genügend Helligkeit in den Raum (was zugegeben in den Anfangstagen dieser Technik noch ein Problem war). Mitunter benötigt ein Zimmer mit gut ausgestatteter Schutzglastechnik gar kein weiteres Beschattungssystem mehr.

Hinweise und Tipps

Gut zu wissen:

Bei einer thermotropen Verglasung trübt eine spezielle Gelschicht an einer gewissen Temperatur die Scheibe. So kommt die Morgensonne ungefiltert ins Schlafzimmer, ab Vormittag wird sie dann geblockt.

Wenn sich das Glas ans Licht anpasst

Während in der Regel die Schutzfunktion der Gläser statisch ist, egal ob Sonneneinfall oder Wolkenhimmel, gibt es spezielle Ausführungen, die sich den unterschiedlichen Witterungsbedingungen anpassen lassen. Bei den so genannten elektrochromen Sonnenschutz-Verglasungen verfärbt sich das Glas je nach Wettersituation. Von transparent zu sattblau oder umgekehrt. Die elektrische Verfärbung dauert aber einige Zeit, zwischen 10 und 20 Minuten. Ausschlaggebend ist dabei die Außentemperatur. Je kälter, desto länger dauert der Prozess. Ausgelöst wird er entweder durch einen manuellen Knopfdruck oder automatisch via Helligkeitssensoren.

Kosten und Wirtschaftlichkeit von Sonnenschutzglas

Die Anschaffungskosten für Sonnenschutzglas liegen zwar über denen normaler Verglasungen, amortisieren sich aber durch eingesparte Kühlkosten. Besonders wirtschaftlich ist der Einbau bei Neubauten oder einem ohnehin anstehenden Fensteraustausch. In Räumen mit hoher Sonneneinstrahlung macht sich die Investition durch deutlich reduzierte Klimatisierungskosten schnell bezahlt. Gerade bei gewerblich genutzten Gebäuden, wo Klimaanlagen intensiv betrieben werden, ist das Einsparpotential beträchtlich.

Kombination mit anderen Systemen

Für optimalen Komfort lässt sich Sonnenschutzglas mit Blendschutz wie Jalousien kombinieren. Auch Sicherheitsglas und selbstreinigende Beschichtungen sind möglich.

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