6 Männer im Anzug stehen lächelnd auf Bühne mit blau-rotem insiven Hintergrund und halten ihre Auszeichnung in die Höhe.

Von l. nach r.: Wirtschaftsminister Martin Kocher, Philipp Rupp – Projektingenieur bei Weider Wärmepumpen GmbH, Niklas Brucker – Geschäftsführer von Bruckner Haustechnik GmbH, Gerrit Boyer – Geschäftsführer von drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH, Lucas Rupp – Geschäftsführer von Weider Wärmepumpen GmbH, Franz Zöchbauer (Bereichsleiter Corporate Innovation, VERBUND) © Weider

Weider Wärmepumpen für Innovationspreis 24 nominiert

Der Vorarlberger Wärmepumpenhersteller Weider ist gemeinsam mit Drexel und Weiss aus Lauterach, Vorarlberg, und Niklas Bruckner für den Staatspreis Innovation 2024, Sonderpreis VERENA, nominiert.

Für ihr innovatives Projekt geoAir, eine patentierte Lösung, die eine Erdwärmepumpe mit einer zentralen Wohnraumlüftung kombiniert, wird eine signifikante Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung bei der Nutzung von Erdwärme erreicht. Kosten und Platzbedarf können erheblich reduziert werden, da die Größe der Erdwärmequelle um bis zu 40 % kleiner ausfällt. Dies wird durch die intelligente Erdquellenregeneration erreicht, bei der die Fort- und Außenluft der Lüftungsanlage während der Heizperiode genutzt wird.

Was ist das Besondere an geoAir?

  1. Die zentrale Innovation besteht in der Nutzung der Fort- und Außenluft zur Soleerwärmung über zwei Wärmetauscher, die eine Erdreichregeneration auch während der Heizperiode ermöglichen. Ab einer Außentemperatur von 6 °C wird mehr Energie regeneriert, als dem Erdreich entnommen wird.
  2. Die Vorerwärmung der Außenluft durch die Erdwärmequelle bei sehr kalten Außentemperaturen erfolgt ohne den Einsatz einer elektrischen Vorwärmung und steigert dadurch die Effizienz der Lüftungsanlage.
  3. Im Sommer regeneriert die Außenluft das Erdreich, während ein Teil der passiven Kühlenergie über die Luft in das Haus übertragen wird. Dadurch wird an heißen Tagen verhindert, dass zu warme Luft ins Haus gelangt.

In einem Neubauprojekt im Bregenzerwald konnte durch den Einsatz von geoAir eine Reduktion der Kosten für die Erderschließungsarbeiten von ursprünglich projektierten 140.000 € auf 80.000 € erreicht werden. Das Großprojekt mit drei Baukörpern und einer Nettonutzfläche von rund 2500 m² ist das erste Projekt, in dem das geoAir-System implementiert wurde. Dank seines Einsatzes konnte von der ursprünglich geplanten Länge von 1550 m Erdsonden auf eine Kombination aus Erdsonden (3 x 81 m) und Ringgrabenkollektor (200 m Grabenlänge) umgestellt werden. Die gesamte Heizleistung beträgt 95 kW. Diese Zahlen unterstreichen den wirtschaftlichen Nutzen der Lösung und bieten sowohl für den Wohnungsbau als auch den gewerblichen Bau eine attraktive Option.

Redaktion
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