Klempnerwerkzeug und -ausrüstung liegt am Boden neben einem Rohr.

Klempnerwerkzeug und -ausrüstung liegt am Boden neben einem Rohr. © Sergey/stock.adobe.com

Wie läuft eine Leckortung ab?

Oh nein, ein Wasserschaden! Jetzt heißt es, so schnell wie möglich herausfinden, von wo das Wasser kommt. Wie eine solche professionelle Leckortung abläuft, und warum Sie dafür einen Fachmann oder eine Fachfrau brauchen, sagen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Feuchtigkeit in den Mauern ist nicht nur ein optisches Problem, sondern vor allem ein bauliches. Sobald Sie feuchte Flecken an Wänden oder Böden entdecken, sollten Sie einen Fachkundigen kommen lassen, der eine professionelle Leckortung durchführt und die nötigen Aktionen setzt, bevor es zu gröberen Schäden bei Ihnen daheim kommt. Lecks und daraus folgende Wasserschäden können nämlich sonst richtig teuer werden und die Bausubstanz schädigen. Auch kleine Lecks können über die Zeit große Schäden verursachen. Feuchtigkeit dringt unbemerkt in Wände und Böden ein, begünstigt Schimmelbildung und schädigt die Bausubstanz. Eine rechtzeitige und genaue Ortung von Leckstellen ist daher entscheidend, um kostspielige Folgeschäden zu vermeiden. Professionelle Leckortung nutzt modernste Technik, um selbst versteckte Lecks aufzuspüren - ohne aufwendige Stemmarbeiten.

Eine professionelle Leckortung spürt versteckte Lecks schnell und zuverlässig auf. Schauen wir uns an, wie Experten bei der Lecksuche in Ihrem Zuhause vorgehen.

Vorbereitung und erste Schritte der Leckortung

Zuallererst erfolgt eine gründliche Bestandsaufnahme: Der Profi befragt Sie nach Auffälligkeiten wie feuchten Stellen oder erhöhtem Wasserverbrauch. Anschließend inspiziert er das gesamte Gebäude visuell und dokumentiert verdächtige Bereiche. Auch die Überprüfung der Wasserzähler und Leitungspläne gehört zur Vorbereitung. So kann der Fachmann erste Rückschlüsse auf mögliche Leckstellen ziehen.

Welche Methoden der Leckortung gibt es?

Je nach Situation kommen bei der Lecksuche verschiedene Verfahren zum Einsatz. Der Experte wählt die jeweils am besten geeignete Methode oder kombiniert mehrere Verfahren für ein gutes Ergebnis.

  • Akustische Leckortung: Mit hochsensiblen Mikrofonen werden Fließgeräusche in Rohren aufgespürt.
  • Thermografie: Wärmebildkameras machen Temperaturunterschiede durch austretende Feuchtigkeit sichtbar.
  • Tracergas-Verfahren: Ein ungiftiges Spürgas wird ins Leitungssystem eingebracht und an Leckstellen mit Sensoren detektiert.
  • Endoskopie: Kleine Kameras werden durch Öffnungen in Hohlräume eingeführt, um versteckte Lecks zu finden.

Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse

Nach Abschluss der Untersuchungen wertet der Fachmann alle Daten aus und erstellt einen detaillierten Bericht mit Fotos, Messwerten und einer genauen Beschreibung der Leckstellen. Diese Dokumentation dient dann als Grundlage für die anschließende Reparatur und ist auch für die Versicherung wichtig.

Leckbehebung und Reparatur der Schäden

Basierend auf den Ergebnissen der Leckortung können nun gezielte Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden. Der Experte berät Sie zu den notwendigen Schritten und kann oft direkt kleinere Reparaturen durchführen. Für umfangreichere Sanierungen vermittelt er Ihnen bei Bedarf geeignete Fachbetriebe.

Kosten einer professionellen Lecksuche

Die Kosten für eine professionelle Leckortung hängen vom Aufwand und den eingesetzten Methoden ab. Einfache Untersuchungen beginnen bei etwa 200 bis 300 Euro, komplexere Fälle können 500 bis1000 Euro oder mehr kosten. Bedenken Sie aber: Im Vergleich zu möglichen Folgeschäden durch unentdeckte Lecks sind diese Kosten meist eine lohnende Investition.

Veronika Kober
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