Was ist ein Hygrometer?
Das Hygrometer sollte in keinem Haushalt fehlen. Es misst die relative Luftfeuchtigkeit in Räumen und trägt so zur Regulierung des idealen Raumklimas bei. Welche Gerätearten es gibt, in welchem Bereich die ideale Luftfeuchte liegt und was Sie bei Kauf und Messung beachten sollten, erfahren Sie hier.
Hinweise und Tipps
Wussten Sie?
Der Der Begriff Hygrometer stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich zusammen aus "hygrós" (feucht) und "métron" (Maß).
Der Markt bietet eine große Auswahl an Hygrometern für den Hausgebrauch. Da wären die mechanischen Hygrometer, die Psychrometer, chemische Hygrometer und optische Hygrometer. Schauen wir uns die unterschiedlichen Geräte hier näher an:
Mechanisches Hygrometer
Ein mechanisches Hygrometer nutzt organisches Material wie zum Beispiel menschliches Haar oder Borsten, das auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit reagiert, sprich sich ausdehnt oder zusammenzieht. Das Material ist an einer Feder oder einem Nadelinstrument befestigt und sobald es sich ausdehnt oder zusammenzieht, wird diese Bewegung an die Nadel übertragen. Diese zeigt den Grad der Luftfeuchtigkeit dann auf einer Skala an. Klar ist: Das mechanische Hygrometer ist aufwändiger und ein bisschen komplizierter in der Anwendung als andere Modelle.
Elektronische Hygrometer
Dieses Hygrometer nutzt Sensoren, die elektrische Signale in Abhängigkeit von der gemessenen Feuchtigkeit in den Räumen oder an den Wänden ändern. Die grundlegenden Typen von Sensoren, die in elektronischen Hygrometern verwendet werden, sind kapazitive, resistive und thermische Sensoren. Erstere messen Feuchtigkeitsänderungen durch Veränderungen in der elektrischen Kapazität eines Sensors. Resistive Hygrometer bestimmen die Luftfeuchtigkeit durch Änderungen des elektrischen Widerstands in einem hygroskopischen Material und die thermischen entsprechen dem Psychrometer:
Psychrometer
Das Psychrometer arbeitet mit zwei Thermometern, einem trockenen, das die Umgebungstemperatur misst, und einem feuchten, dessen Sensor von einem mit Wasser getränkten Stoff umgeben ist. Die Feuchtigkeit aus der Luft verdunstet auf dem Feucht-Thermometer, Wärme wird entzogen, seine Temperatur sinkt. Je trockener die Luft, desto stärker ist die Verdunstung und damit auch die Abkühlung des Thermometers. Die Differenz zwischen den beiden Temperaturen (Psychrometerdifferenz) wird gemessen. Durch seinen speziellen Aufbau gilt dieses Gerät als besonders genau.
Chemisches Hygrometer
Chemische Substanzen reagieren mit Wasser und mithilfe der Veränderung des Wassers wird die Luftfeuchtigkeit gemessen. Eines der bekanntesten Beispiele für chemische Hygrometer ist das Lithiumchlorid-Hygrometer. Chemische Hygrometer sind für präzise Messungen der Feuchtigkeit bei hohen Temperaturen oder in aggressiven Umgebungen erforderlich. Essenziell für ihre Genauigkeit sind die Reinheit der chemischen Substanzen und eine regelmäßige Kalibrierung.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Thermo-Hygrometer messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit zugleich. Sie helfen dabei, ein gesundheitsförderliches Raumklima zu schaffen und helfen dabei, Schimmelbildung zu vermeiden.
Optisches Hygrometer
Ein optisches Hygrometer ist ein Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit, das auf optischen Prinzipien basiert. Es nutzt die Tatsache, dass bestimmte optische Eigenschaften von Luft oder anderen Gasen, wie z.B. Lichtbrechung, Lichtstreuung oder Absorption bestimmter Wellenlängen, sich mit der Feuchtigkeit verändern. Es gibt verschiedene Typen von optischen Hygrometern, die auf unterschiedlichen optischen Messverfahren basieren. Zu den optischen Hygrometern zählen das Taupunkthygrometer, Laserhygrometer und das Faserhygrometer.
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