Bauleiter bei der Baustellenkontrolle © Lev Kropotov/shutterstock.com

Was sind die Aufgaben vom Bauleiter?

Keine Baustelle ohne Bauleiter. Sein Betätigungsfeld umfasst sämtliche Bereiche, die zu einem funktionierenden Bauprojekt gehören. Doch was genau sind die Aufgaben des Bauleiters und wer darf diese wichtige Funktion ausüben? Hier erfahren Sie es.

Damit eine Baustelle möglichst reibungslos funktioniert, müssen die beteiligten Baufirmen effizient miteinander arbeiten. Genau das stellt die Bauleitung sicher, die im Normalfall für die ausführenden Unternehmen tätig ist. Der Bauleiter steht an der Spitze der Bauaufsicht und ist der zentrale Ansprechpartner für die Bauunternehmen, die Planer und den Auftraggeber.

Bauleiter sind häufig auf bestimmte Baubereiche spezialisiert, z. B. Hochbau (Industriebau, Wohnbau, Schulen usw.), Ingenieurbau (Tiefbau, Erdbau) oder Gebäudetechnik. Gelegentlich wird die Bezeichnung Bauleiter auch für die Bauaufsicht oder den Bauführer verwendet.

 

Wer darf als Bauleiter tätig werden?

Als Bauleiter kann der Bau- bzw. Hausherr selbst (wenn er denn die nötige Ausbildung dazu hat) oder eine ihn vertretende Person (z. B. ein Bauunternehmer) bestellt werden. Im letzteren Fall sollte der Bauherr dessen Arbeit kontrollieren - ganz nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Eine gute Bauleitung ist täglich oder mindestens jeden zweiten Tag vor Ort.

Es kann sich finanziell lohnen, den Architekten als Bauleiter einzusetzen. Außerdem kann man von der Erfahrung des Architekten im Hinblick auf die Auswahl der Baufirmen und die fehlerfreie Umsetzung der Bauskizze profitieren.

Welche Aufgaben hat der Bauleiter?

BauleiterInnen üben ihre Tätigkeit entweder auf Seiten des Auftraggebers (z.B. staatliche Stellen, Gemeinden,Firmen) oder auf Seiten des Auftragnehmers (Bauunternehmen) aus; je nachdem haben sie auch recht unterschiedliche Aufgaben.BauleiterInnen üben ihre Tätigkeit entweder auf Seiten des Auftraggebers (z.B. staatliche Stellen, Gemeinden,Firmen) oder auf Seiten des Auftragnehmers (Bauunternehmen) aus; je nachdem haben sie auch recht unterschiedliche Aufgaben.
Welche Aufgaben hat ein Bauleiter?

Das Aufgabenprofil eines Bauleiters ist umfangreich. Je nachdem, ob der Bauleiter seine Tätigkeit auf Seiten des Auftraggebers (z. B. staatliche Stellen, Gemeinden, Firmen) oder auf Seiten des Auftragnehmers (Bauunternehmen) ausübt, hat er jedoch recht unterschiedliche Aufgaben. Im Unterschied zum Bauleiter eines Auftraggebers befassen sich Bauleiter einer Baufirma stärker mit der unmittelbaren Durchführung des Bauvorhabens. Sie kalkulieren die Baukosten, erstellen Angebote und führen Bauabrechnungen durch. Sie leiten die Vorbereitung der Baustelle und überwachen die plangemäße Ausführung bzw. die Qualität aller Arbeiten. Sie koordinieren und kontrollieren die Zulieferung der Baumaterialien und den Maschineneinsatz und sorgen für die Bereitstellung und den Einsatz der erforderlichen Arbeitskräfte (Personalplanung). Im Folgenden werden jene Aufgaben und Pflichten aufgelistet, welche der Bauleiter eines Auftraggebers zu erfüllen hat.

  • Zeitliche Koordination sowie Sicherstellung der Termineinhaltung sämtlicher Baubeteiligter
  • Kontrolle der Arbeiten im Hinblick auf die Einhaltung der Vorgaben (Baugenehmigung, Baupläne, Leistungsbeschreibungen, Kosten, Termine etc.)
  • Auskunfts- und Ansprechperson für den Häuslbauer (z. B. Auskunft über etwaige Baumängel und -verzögerungen)
  • Einhaltung der Baustellen-Sicherheitsrichtlinien
  • Kostenkontrolle (Prüfung, ob die angegebenen Zeiten und Materialmengen dem tatsächlichen Verbrauch entsprechen. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Bauleiter ein Bautagebuch führen und mit der Unterschrift der Vorarbeiter den Baufortschritt sowie vermerkte Mängel bestätigt)
  • Abnahme der Bauarbeiten nach Bauende

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Datum: 25.02.2020
Kompetenz: Bauplanung und Bauaufsicht