Auf gute Zusammenarbeit!

So ein Hausbauprozess ist wie eine große Maschine, die erst funktioniert, wenn die einzelnen Zahnräder sich in die richtige Richtung drehen und ineinander greifen. Eine gute Zusammenarbeit mit allen Ausführenden ist essentiell.

Regelmäßige Zusammentreffen der Beteiligten wie PlanerInnen, Bauaufsicht, VertreterInnen der agierenden Firmen, Vorarbeiter oder Polier, Sonderfachleute wie Statiker oder Haustechnikplaner sollten in kleinen zeitlichen Abständen auf der Baustelle stattfinden, um den Fortgang des Bauprojektes zu besprechen.

Stimmung sondieren bei den Besprechungen

Nur durch stetige Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren ist Erfolg garantiert. Sie als Bauherr sollten so oft wie möglich diesen Treffen beiwohnen! Denn: Nicht zuletzt an der Stimmung in so einer Besprechung erkennen Sie, ob die Baustelle gut läuft oder nicht.

Baustellenbesprechungen dienen dazu, die unterschiedlichen Arbeitsbereiche aufeinander abzustimmen und letzte Details der Ausführung oder aufgetretene Probleme zu besprechen. Eine Begehung der Baustelle ist dafür unumgänglich! Es ist wichtig auf einer Baustelle konstruktiv zusammenzuarbeiten und möglichst rasch gute Lösungen für auftretende Probleme zu finden.

Was tun bei Problemen mit den Ausführenden?

Mit ausführenden Firmen haben Sie an sich ein geschäftliches Verhältnis: Sie zahlen, die Firmen liefern bzw. führen aus. Die Qualität der Ausführung ist zwar quantifizierbar und daher einzufordern, lässt sich aber durch richtiges Verhalten wesentlich beeinflussen.

Sollte ein Handwerker etwas nicht zu Ihrer Zufriedenheit ausgeführt haben, erklären Sie ihm, was genau Sie stört, bleiben Sie sachlich und begnügen Sie sich nicht mit pauschalen Aussagen wie ”das gehört sofort abgerissen”, die sogar dazu führen können, dass erhebliche Mehrkosten eingefordert werden.

Tipp: Stellen Sie sich gut mit den Nachbarn

Womöglich haben Sie ja bereits bei der Besichtigung des Grundstückes Ihre künftigen NachbarInnen kennen gelernt. Sie werden noch einiges mit ihnen zu tun haben! Das Baurecht sieht vor, dass die NachbarInnen zur Bauverhandlung als Beteiligte geladen werden. Dies bedeutet, dass sie Einwände gegen Ihr Projekt geltend machen können. Während der Bauzeit sind Belästigungen der NachbarInnen auch nicht vollständig zu vermeiden. Sorgen Sie daher von Anfang an für ein gutes Verhältnis: Lernen Sie sich kennen, erklären Sie was Sie vorhaben, lassen Sie sich von denen, die selbst schon gebaut haben, Tipps geben.

Sonderthema Garten

Besprechen Sie insbesondere die zukünftige Gartengestaltung mit den NachbarInnenn, einige sind in diesem Bereich sehr sensibel, besonders wenn vorher intime Bereiche im Garten einsehbar werden und sie sich in ihrer Ruhe gestört fühlen. Laden Sie ihre Nachbarn gelegentlich auf die Baustelle ein, damit diese wissen, was vor sich geht und eventuelle Belästigungen eher in Kauf nehmen.


AutorIn:

Datum: 29.01.2018

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  • riky.hellmann@gmail.com schrieb am 17.09.2016 17:48:47

    Mein Nachbar hat baubewilligungspflichtig an meine Feuermauer angebaut und nach
    Fertigstellung über die Baubehörde von mir die Sanierung der verbliebenen Feuermauer gefordert. Diese Mauer ist gleichzeitig Grundgrenze und er ist nie an
    mich herangetreten um persönlich eventuelle probleme zu bespechen .
    Da mein Gebäude 1909 erbaut wurde, habe ich bei der Bauverhandlung gefragt, ob
    ich während der Aushub- und sonstiger Arbeiten mit schwerem Gerät eine eigene
    Bauaufsicht brauche, wurde mir vom Bauführer einer grossen Baufirma erklärt, das sei er selbst. Aber man hat mich vergessen.
    Gibt es jemanden im Forum , der gleiches erlebt hat ?

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