Strom im Bad: Schutzzonen beachten!

Die Elektroinstallationen im Badezimmer unterliegen besonders klaren und strengen Regeln und sollten nicht zuletzt deshalb ausschließlich von einem Profi ausgeführt werden. Welche Bestimmungen gelten und was Schutzzonen sind, erfahren Sie hier.

Strom und Wassser vertragen sich nicht. Kein Wunder also, dass gerade in Nassräumen wie dem Badezimmer die Regeln für die Elektroinstallationen besonders streng sind. Hier sollte sowohl bei der Planung als auch bei einer Erweiterung im Zuge von Sanierungen auch nur der Profi ran!

Das Badezimmer wird in mehrere so genannte Schutzzonen eingeteilt, welche bestimmen, ob und wie in den betreffenden Bereichen elektrische Anlagen und Leitungen angebracht bzw. verlegt werden dürfen.

Schutzbereich 0

Er verläuft innerhalb der Badewanne und Duschtasse plus deren Rand. In diesem Bereich dürfen keinerlei Leitungen oder Installationsgeräte vorkommen. Für diesen Bereich zugelassene Verbrauchsmittel (z. B. Lampen) sind aber erlaubt. Voraussetzung: Sie müssen fest angeordnet und angeschlossen sein, und die Stromquelle muss sich außerhalb der Schutzzonen 0, 1 oder 2 befinden.

Grundsätzlich gilt: Steckdosen, Schalter und Verteilerdosen sind in den Schutzbereichen 0 bis 2 nicht erlaubt. Ausnahmen werden im Folgenden erläutert. Im Bereich 2 dürfen Leuchten und Sprechanlagen (nicht mehr als 40 Volt Gleichspannung) installiert werden. Und nun im Detail:

Schutzbereich 1

Direkt an den 0-Bereich schließt sich die Schutzzone 1 an. Dazu gehören alle angrenzenden senkrechten Wandflächen vom Boden bis zu einer Höhe von 2,25 Metern. Hier dürfen Verbindungs- und Anschlussdosen verlegt werden, die für die Nennspannung bis AC 25 Volt oder DC 60 Volt in SELV- (Sicherheitskleinspannung) oder PELV-Stromkreisen (Schutzkleinspannung) zugelassen sind. Außerdem erlaubt sind Warmwasserboiler, Whirlpools und Abwasserpumpen. Auch Lüftungen und Leuchten sind in Ordnung, sofern deren SELV- oder PELV-Stromquellen außerhalb der 0er und 1er Zonen liegen.

Schutzbereich 2

Der so genannte Sprühbereich befindet sich in einer Breite von 60 Zentimetern rund um den Schutzbereich 1. In diesem Bereich sind Verbindungs- und Anschlssdosen für die erlaubten Verbrauchsgeräte (Nennspannung bis AC 25 Volt oder DC 60 Volt) zulässig. Auch Rasiersteckdosen mit einem Trenntransformator sowie alle Verbrauchsmittel, die fest angeordnet und angeschlossen und mit FI-Schutzschalter ausgestattet sind, dürfen in dieser Zone angebracht werden.

Schutzbereich 3

Die Fläche rund um den Schutzbereich 2 (Tiefe bis 2,40 Meter) erlaubt die Installation von Steckdosen und Schaltern sowie Verbindungsdosen. Wichtig: Der FI-Sicherheitsschalter darf nie fehlen!

Was Sie sonst noch beachten müssen

Bis zu einer Tiefe von sechs Zentimetern dürfen im Badezimmer ausschließlich Leitungen verlegt werden, welche elektrische Betriebsmittel in eben diesem Raum versorgen und einen Schutzleiter enthalten. Alles was der Versorgung anderer Räume dient, ist hier nicht erlaubt, bwz. muss tiefer als sechs Zentimter unter Putz verlegt werden. Die Leitungen müssen auch immer senkrecht von oben verlegt und von hinten in das Gerät eingeführt werden. Ebenfalls nicht zugelassen sind Unterputz-Verteilerdosen in den Schutzzonen 0 bis 2. Und warum das Ganze? Bei der nachträglichen Anbringung von Haltegriffen oder ähnlichem kann es passieren, dass die Leitungen dahinter beschädigt werden, was zu Stromschlägen führen könnte!

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Datum: 02.03.2018

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