Badewannen: Der große Materialcheck

Gaben früher Blech, Kupfer, Gusseisen den Ton an, so werden heute hauptsächlich Wannen aus Stahlemail und Sanitäracryl hergestellt. Welche Materialien es sonst noch gibt und was die Vor- und Nachteile sind, erfahren Sie hier.

Neben der perfekten Größe und Formgebung ist es vor allem das Material, das über Badevergnügen oder Badefrust entscheiden kann. Wir haben für Sie im folgenden die gängigen Badewannenmaterialien zusammengefasst.

Badewannen aus Stahlemail

Kaldewei © Kaldewei

Eine Stahlemail Badewanne ist etwas teurer als eine Acryl-Wanne. Der Grund: Sie ist fast unverwüstlich und Kratzer sind kaum ein Thema. Einzelne Hersteller bieten deshalb lange Garantiezeiten – bis zu 30 Jahre. Ein weiterer Vorteil ist, dass Bakterien auf der glatten Oberfläche keinen Halt finden.

Natürlich kann auch bei einer Email-Badewanne etwas passieren, zum Beispiel durch Schlag­einwirkung, aber hier gibt es Abhilfe mit Email aus der Tube. Die Formen von Stahlemail-Wannen sind aufgrund der Formbarkeit im Vergleich zu Acryl etwas eingeschränkt. Auch ist das Gewicht höher. Billige Wannen haben meist nur 1,5 mm Stahlemail, Qualitätswannen hingegen 3,5 mm.

Badewannen aus Gusseisen

Mylands Paints © Mylands Paints

Als Gusseisen als Material für Badewannen verwendet wurde, war das erste Mal Massenproduktion angesagt und das war schon Ende des 19. Jahrhunderts. Vorher wurde jede Eisenbadewanne von Hand gefertigt, und es entstanden die kuriosesten Formen. Bis in die späten 1950er Jahre waren Badewannen aus Gusseisen dann ein großer Renner. Eine Emailschicht bot den entsprechenden Schutz vor Korrosion. Der große Vorteil einer Badewanne aus Gusseisen ist die Speicherfähigkeit der Wärme, was vor allem die Langbader schätzen. Der Nachteil liegt im Gewicht. Eine Badewanne aus Gusseisen kann schon mal an die 500 kg wiegen.

Badewannen aus Holz

Alegna © Alegna

Der ganz normale Holzbottich war so ziemlich die erste Badewanne und vor allem in den Badestuben des Mittelalters zu finden. Neue Verarbeitungsmöglichkeiten von Holz – wie zum Beispiel Thermoholz – bringen diesen attraktiven Werkstoff heute wieder vermehrt ins Badezimmer und es werden vereinzelt auch wieder Badewannen aus Holz erzeugt.

Badewannen aus Kupfer oder Blech

TRADITIONAL BATHROOMS © TRADITIONAL BATHROOMS

Der gewichtige Holzbottich des Mittelalters wurde durch die leichtere Blechbadewanne verdrängt. Wer es sich leisten konnte, der badete allerdings in einer Kupferwanne, die vom Kupferschmied in kunstvoller Art und Weise gefertigt wurde. Je nach Ausstattung kosten diese Wannen heute zwischen 25.000,- und 37.000,- Euro - kein Schnäppchen also!

Badewannen aus Sanitäracryl

Villeroy & Boch © Villeroy & Boch

Seit Beginn der 1970er Jahre werden Badewannen aus Sanitäracryl gefertigt. Ein Hit für die Designer, die mit diesem Werkstoff ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Der Vorteil der Acrylwannen gegenüber der Stahlemailwanne sind Preis und Gewicht. Sie kosten weniger und sie wiegen weniger. Letzteres bringt zum Beispiel bei einer Althaussanierung Vorteile, weil die Statik keine Probleme macht. Zwischen Billigwannen und Qualitätswannen ist rein optisch oft kein Unterschied. Billigwannen haben meist nur eine 3 mm starke Acrylschicht und einen ungenügend verstärkten Boden. Qualitätswannen hingen haben eine Acrylschicht von 5 mm.

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Datum: 05.09.2016

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