Klimaanlage und Kohlenmonoxid: Gefahr!

© Photographee.eu/shutterstock.com

Immer wieder liest und hört man von lebensgefährlichen, gar tödlichen Kohlenmonoxidunfällen in Verbindung mit Klimaanlagen. Das Problem ist ein so genannter Abgasrückstau. Wie dieser verhindert wird, erfahren Sie hier.

 

Installateure und Rauchfangkehrer warnen jeden Sommer wieder vor einer immer noch vielfach unbekannten Gefahr, welche von mobilen Klimageräten ausgeht. Bei hohen Außentemperaturen kann es zum Erliegen der Thermik im Kamin und dadurch zum Abgasrückstau kommen. Wenn in den Wohnungen dann auch noch mobile anstatt von fix verbauten Klimageräten eingesetzt werden, kann der Abgasrückstau verstärkt werden und eine bedenkliche Konzentration annehmen.

Das eigentliche Problem

An heißen Tagen, ab etwa 30° Celsius, kann sich im Rauchfang eine Art Luftstoppel bilden, der den ordnungsgemäßen Abzug der Abgase von Durchlauferhitzern und Thermen verhindert. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr aufsteigen. Dichte, geschlossene Fenster lassen keine Sauerstoffzufuhr von außen zu. Wenn dazu noch ein mobiles Klimagerät in Betrieb ist, können die CO-Werte lebensbedrohlich ansteigen.

Gasthermen und Klimageräte: gefährliche Kombi

Eine weitere Gefahrenquelle sind Gasgeräte, die im Sommer Luft benötigen, um Warmwasser zu produzieren. Wenn nun zusätzlich zu so einer Therme mobile Klimageräte aufgestellt werden, kann es zu einer gefährlichen Konkurrenz zwischen den Geräten kommen, da beide gleichzeitig dem Raum Luft entziehen. "Um einer Kohlenmonoxidvergiftung vorzubeugen, ist beim Betrieb von Gasgeräten vor allem an heißen Sommertagen auf ausreichende Luftzufuhr in den Wohnungen zu achten", warnt Robert Breitschopf, Landesinnungsmeister der Wiener Installateure: "Während des Betriebes, besonders beim Duschen, sollte an heißen Tagen immer ein Fenster im Aufstellraum des Gasgeräts geöffnet sein."

Wartung und Modernisierung empfohlen

Gerade die veralteten Gasdurchlauferhitzer ohne Kaminanschluss sind laut Experten ein Sicherheitsrisiko. Diese Geräte sollten unbedingt regelmäßig überprüft, am besten aber überhaupt gegen moderne Geräte ausgetauscht werden, da bei längerem Betrieb durch die Verbrennung der Sauerstoffanteil in der Raumluft deutlich reduziert wird. Generell gilt: einmal pro Jahr einen konzessionierten Installateur-Fachbetrieb eine Inspektion der Gasthermen durchführen lassen! Nicht nur, dass damit der sichere Betrieb gewährleistet ist, verbrauchen gut gewartete Geräte auch wesentlich weniger Gas und damit Geld.

Frag' den Profi

Jetzt kostenlos eine Frage
an ein Unternehmen stellen.

Katarina P., Bezirk Wien, Liesing
Guten Tag. Ich habe ein mobiles Klimageräte gekauft. Darf ich es am Lüftungsschacht anschließen.
Kratky Kältetechnik GmbH, Bezirk Wien, Döbling
Guten Tag Frau Katarina P. Wenn es die alleinige Lüftung für Ihre Wohnung ist, normalerweise ja. Bitte hier den Vermieter dazu fragen. mfg Ing. Franz Hörhage ...

Hier klicken um anzuzeigen

Hier klicken um diese Frage als Profi zu beantworten!
Maria G., Bezirk Wolfsberg
Ich habe mir ein Mini Klimagerät für den Tisch gekauft (Arctic Air von Mediashop). Besteht da die Gefahr einer CO Vergiftung auch? Vielen Dank
Sie sind ein Unternehmen?
Hier klicken um diese Frage als Profi zu beantworten!
Margarete G., Bezirk Salzburg - Stadt
Ich habe ein mobiles Klimagerät. Der Schlauch hängt aus dem Fenster. Therme oder Durchlauferhitzer befinden sich nicht in der Wohnung. Bin ich so auf der sich ...

Hier klicken um anzuzeigen

Sie sind ein Unternehmen?
Hier klicken um diese Frage als Profi zu beantworten!


AutorIn:

Datum: 11.07.2019
Kompetenz: Klimatechnik und Belüftung

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Weitere Artikel aus Haustechnik

Treppensteigen kann im eigenen Haus schnell zur ersten Barriere werden. Abhilfe schafft da ein Treppenlift, der auch ...