Kohlenmonoxid: Risiko an heißen Tagen

Die Temperaturen steigen, die mobilen Klimageräte haben in so mancher Wohnung Saisonstart - und bergen eine große Gefahr. ExpertInnen warnen vor lebensgefährlichen Kohlenmonoxidvergiftungen durch einen Abgasrückstau.

 

InstallateurInnen und RauchfangkehrerInnen warnen jeden Sommer wieder vor einer immer noch vielfach unbekannten Gefahr, welche von mobilen Klimageräten ausgeht. Bei hohen Außentemperaturen kann es zum Erliegen der Thermik im Kamin und dadurch zum Abgasrückstau kommen. Wenn in den Wohnungen dann auch noch mobile anstatt von fix verbauten Klimageräten eingesetzt werden, kann der Abgasrückstau verstärkt werden und eine bedenkliche Konzentration annehmen.

Christian Leiner, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer, erklärt das Phänomen: „An heißen Tagen, ab etwa 30° Celsius, kann sich im Rauchfang ein sogenannter Luftstoppel bilden, der den ordnungsgemäßen Abzug der Abgase von Durchlauferhitzern und Thermen verhindert. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr aufsteigen. Dichte, geschlossene Fenster lassen keine Sauerstoffzufuhr von außen zu. Wenn dazu noch ein mobiles Klimagerät in Betrieb ist, können die CO-Werte lebensbedrohlich ansteigen“.

Gasthermen und Klimageräte: gefährliche Kombi

Eine weitere Gefahrenquelle: Es gibt auch Gasgeräte, die im Sommer Luft benötigen, um Warmwasser zu produzieren. Wenn nun zusätzlich mobile Klimageräte aufgestellt werden, kann es zu einer gefährlichen Konkurrenz zwischen den Geräten kommen, da beide gleichzeitig dem Raum Luft entziehen. "Um einer Kohlenmonoxidvergiftung vorzubeugen, ist beim Betrieb von Gasgeräten vor allem an heißen Sommertagen auf ausreichende Luftzufuhr in den Wohnungen zu achten", sagt Robert Breitschopf, Landesinnungsmeister der Wiener Installateure: "Während des Betriebes, besonders beim Duschen, sollte an heißen Tagen immer ein Fenster im Aufstellraum des Gasgeräts geöffnet sein."

Wartung und Modernisierung empfohlen

Gerade die veralteten Gasdurchlauferhitzer ohne Kaminanschluss sind laut Experten ein Sicherheitsrisiko. Diese Geräte sollten unbedingt regelmäßig überprüft, am besten aber überhaupt gegen moderne Geräte ausgetauscht werden, da bei längerem Betrieb durch die Verbrennung der Sauerstoffanteil in der Raumluft deutlich reduziert wird. Generell gilt: einmal pro Jahr einen konzessionierten Installateur-Fachbetrieb eine Inspektion der Gasthermen durchführen lassen! Nicht nur, dass damit der sichere Betrieb gewährleistet ist, verbrauchen gut gewartete Geräte auch wesentlich weniger Gas und damit Geld.


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Datum: 19.06.2018

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  • nessilein schrieb am 15.06.2018 09:44:58

    Interessant, bei Klimageräten kannte ich diese Gefahr bisher nicht. Nur bei Heizgeräten, die eigentlich für den Balkon gedacht sind und dann fälschlicherweise in geschlossenen Räumen verwendet werden. Deshalb nutzen wir z.B. einen elektrischen Terrassenstrahler https://www.vasner.com/de/infrarot-terrassenstrahler-ratgeber/ So besteht keine Gefahr, wenn er doch mal drinnen im Gartenhaus oder Keller benötigt wird.

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