Alles zum Bauen mit Stahl
Der Eiffelturm, die Brooklyn Bridge oder der Burj Khalifa - sie alle bestehen aus Tonnen von Stahl. Was kann Stahl, was andere Baumaterialien nicht können, und warum ist Stahl ein so geschätztes Material in der Bauwelt? Werfen Sie mit uns einen Blick auf den Stahlbau!
Der Stahlbau steht für schlanke Linien, besonders hohe Tragkraft und moderne Ästhetik. Genau das, was Architekten und Bauingenieure für viele ihrer Hoch- und Tiefbauprojekte suchen. Welche Bauwerke bevorzugt mit Stahl errichtet werden und welche anderen Vorteile Stahl noch hat, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Was macht man beim Stahlbau?
Beim Stahlbau wird die Konstruktion eines Bauwerks aus Stahl gefertigt. Stahlbauten gelten als tragfähig, langlebig und stabil. Beispiele für Stahlbauteile sind Säulen, Balken, Träger und Platten, aber auch Treppen und Geländer. Neben dem reinen Stahlbau gibt es auch den Stahlbetonbau, vor allem für Wohn- und Geschäftsgebäude, und den Stahlskelettbau, vorrangig für Lagerhallen und Industriegebäude.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Stahl ist ein Mischmetall, eine sogenannte Legierung, das durch das Zusammenschmelzen von Roheisen und anderen Stoffen entsteht. Es gibt mehr als 2500 genormte Stahlsorten.
Welche Vorteile hat Stahl?
Tragfähigkeit: Stahl ist stärker als andere Materialien, was bedeutet, dass Stahlkonstruktionen bei weniger Materialeinsatz die gleichen Lasten aufnehmen können.
Flexibilität: Stahl lässt sich durch Schweißen, Biegen und Schneiden verformen. Dank seiner Flexibilität in der Formgebung wird Stahl für viele Bauwerke eingesetzt, darunter gigantische Wolkenkratzer, weitgespannte Brücken und große Industriehallen. Weil Stahl so gut verformbar ist und bei Erdbewegungen nicht bricht, können auch besonders erdbebensichere Gebäude gebaut werden.
Langlebigkeit: Stahl ist ein langlebiger Werkstoff, der gegen Korrosion geschützt werden kann. Stahlkonstruktionen bleiben deshalb für lange Zeit stabil und sicher - vorausgesetzt, sie werden regelmäßig einer genauen Inspektion unterzogen und, falls nötig, repariert.
Wiederverwendbarkeit: Stahl ist zu einem großen Teil recycelbar, ungefähr 40 Prozent des heutigen Rohstahls besteht aus Schrott. Zudem können Stahlbauten demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Montage: Stahlbauteile werden vorgefertigt auf die Baustelle geliefert und können vergleichsweise schnell montiert, das heißt zusammengeschraubt oder -geschweißt werden. Vor allem bei Großprojekten bedeutet das eine deutliche Kostenersparnis für Bauherren.
Welche Nachteile gibt's?
Weniger gut schneidet der Stahlbau beim Brandschutz ab. Stahl ist zwar unbrennbar, hat aber eine gute Wärmeleitfähigkeit und verliert ab ca. 500 Grad Celsius schnell seine Festigkeit. Stahlbauteile dehnen sich zudem bei hohen Temperaturen aus und können auf Decken und Wände drücken. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen, z. B. dämmenden Ummantelungen mit feuerfesten Platten, Putzen oder dünnen Beschichtungen, erreichen Stahlkonstruktionen aber die vorgegebenen Feuerwiderstandsklassen von R30 = dreißig Minuten bis hin zu R180 = drei Stunden. Eine andere Möglichkeit ist, den Stahl mit Beton zu verbinden und ihn so feuerfester zu machen. Die Stahlbetonbauweise hat allerdings wiederum den Nachteil, dass (Stahl-)Beton aktuell noch energie- und treibhausgasintensiv hergestellt wird.
Wo wird Stahlbau eingesetzt?
Im Hochbau werden vor allem Bürogebäude, Einkaufszentren oder Sportstadien realisiert. Auch für Sanierung und Umbau wird Stahl eingesetzt, zum Beispiel für Aufstockungen oder Anbauten. Im Industriebau ist Stahl aufgrund seiner Belastbarkeit und seiner großen Spannweiten das bevorzugte Material für die Errichtung von Produktionshallen, Lagerhäusern und Werksgebäuden. Im Bereich der Infrastruktur entstehen vor allem Brücken, Bahnhöfe oder Flughäfen.
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