Welcher Ofen passt zu mir?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ob Kaminofen, Speicheröfen oder Stand-alone-Modelle. Welcher Ofen für welchen Zweck geeignet ist, erfahren Sie hier.

Kaminöfen bringen nicht nur ein einzigartiges Wohlgefühl in die vier Wände, sie zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus und erzielen einen hohen Wirkungsgrad. Der Preis richtet sich nach verwendeten Materialien. Für einen einfacheren Kaminofen ist mit Kosten von ca. 1.500 Euro zu rechnen. Die Aufstellung von Kaminöfen ist genehmigungspflichtig (Baubehörde) und erfordert die Einhaltung der Vorschriften der jeweiligen Landesbauordnung.

Ofen ist nicht Ofen

Bei Kaminöfen unterscheidet man als Grundvarianten:

  • Speicheröfen (für den Selbstbau geeignet)
  • Standmodelle (klassische Art, zu Befeuern mit Scheitholz oder Pellets)
  • Kamineinsätze (für offene und geschlossene Kamine)
  • nostalgische Herde für die Küche, mit denen man auch Backen und Grillen kann

Kaminöfen sind schnell und einfach zu montieren und benötigen wenig Platz. Mit einem Wasserkessel ausgestattet, kann der Kaminofen sogar als Etagenheizung eingesetzt werden und beheizt mittels Fussbodenheizung oder Radiatoren eine Fläche bis zu 100 m2. Besonders eignen sich Kaminöfen für Wochenend- und Zweithäuser.

Wichtige Entscheidungskriterien

Ein wesentliches Kriterium bei der Aufstellung von Kaminöfen ist der Standort. Ein Kaminofen darf praktisch überall aufgestellt werden, wo ein Schornstein mit einem Mindestdurchmesser von 13,5 x 13,5 cm vorhanden ist. An diesem Schornstein darf aber nicht schon eine Öl- oder Gasheizung angeschlossen sein. Öl- und Gasanlagen müssen generell allein angeschlossen sein. Beim Kaminofen mit Türen besteht für die Einrichtung keine grosse Gefahr wegen des Funkenfluges, dennoch sollte nach allen Seiten ein Mindestabstand von 20 cm eingehalten werden. An der Vorderseite mindestens 50 cm.

Hinter dem Ofen sollte genügend Platz für eine Pumpe und Armaturen vorhanden sein. Als Unterlage für den Ofen kommen Eisen, Schiefer, Stein oder Keramik in Frage.
Bei der Bedienung ist - wie bei jeder Feuerstelle - Vorsicht wegen Brandgefahr oder austretender Gase geboten. Bei unbewachtem Feuer sind die Feuerraumtüren unbedingt zu schliessen. Mit der "kalten Hand", einem metallernem Griffwerkzeug, lässt sich gefahrlos die Heizraumtüre öffnen und mit der Feuerzange Holz einlegen. Aussen werden die Öfen zwischen 70 und 90° heiss - also heisser wie ein Radiator. Vorsicht ist vor allen bei den Ofentüren geboten: Sie erhitzen sich bis zu 200°. Kinder sollten sich deshalb nicht in unmittelbarer Nähe aufhalten.

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Datum: 29.09.2017

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