Pellets und Solar: Die perfekte Kombi
Wer sein Haus nachhaltig und kostengünstig heizen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Eine davon: Die Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie. Wie Sie die beiden Systeme ideal verbinden und welche Vorteile Sie davon haben, erfahren Sie hier.
Sie heizen schon mit Pellets? Zusammen mit einer thermischen Solaranlage wird das Ganze noch effizienter und kostengünstiger. Mit Sonnenkollektoren ist es möglich, den gesamten Warmwasserbedarf im Sommer und in den Übergangszeiten bereitzustellen. In der Zeit, in der das Warmwasser nicht vollständig durch die in den Kollektoren erzeugte Energie beheizt werden kann, übernimmt die Pelletheizung den Rest.
Mithilfe von Sonnenkollektoren ist es möglich, im Sommer und in den Übergangszeiten den gesamten Warmwasserbedarf aus der Sonnenenergie zu decken. In der Zeit, in der das Warmwasser nicht vollständig mit der in den Kollektoren erzeugte Energie beheizt werden kann, übernimmt die Pelletheizung den Rest.
Richtig planen – maximal sparen
Bei der Planung einer Hybridanlage aus Pellets und Solar kommt es auf die richtige Dimensionierung an. Für die Pelletheizung sollten Sie pro Quadratmeter Wohnfläche etwa 80 Watt Heizleistung einplanen. Die Solarthermie-Fläche richtet sich nach der Personenzahl im Haushalt: Für Warmwasser reichen meist 1-1,5 Quadratmeter pro Person, wer zusätzlich die Heizung unterstützen möchte, sollte 1,75-2,25 Quadratmeter einplanen.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Legen Sie sich ein Pelletslager an, der Kessel bedient sich dann einfach selbst am Nachschub.
Welche Pelletheizung braucht es?
Sie haben die Wahl zwischen zwei Varianten: Pelletkessel oder wasserführender Pelletofen. Um ein herkömmlich gedämmtes Einfamilienhaus komplett zu beheizen, wird normalerweise ein Pelletkessel genutzt. Ein Pelletofen mit Wassertasche ist als Zentralheizung auch geeignet, sollte aber nur in sehr gut gedämmten Häusern installiert werden. Durch die Verbrennung der Holzpellets wird Energie frei, mit der das Wasser in einem Pufferspeicher erwärmt wird. Dieses wird dann bei Bedarf in den Heizkreislauf geleitet.
Welche Solaranlage braucht es?
Herzstück einer thermischen Solaranlage ist der Kollektor. Das darin entstehende Warmwasser wird in einem Warmwasserspeicher "zwischengelagert". Dieser ist sehr gut gedämmt und verhindert dadurch ein frühes Auskühlen. Wenn ein gewisser Warmwasserstand unterschritten wird und kein Warmwasser von den Sonnenkollektoren nachgeliefert wird (z. B. in der Nacht, im Winter) deckt die Pelletsheizungden restlichen Warmwasserbedarf. Hier noch ein paar Punkte, was Sie bei der Planung Ihrer Solaranlage fürs Einfamilienhaus beachten müssen:
- In der Planung sollte berücksichtigt werden, dass eine Dachfläche im Bereich von Südost bis Südwest ungestört besonnt wird.
- Für den direkten Einbau der Sonnenkollektoren sollte der Neigungswinkel der Dachfläche für Brauchwasser ganzjährig ab 20° und für Brauchwasser und Zusatzheizung zumindest 40° betragen.
- Sollte aus irgendwelchen Gründen die Kollektorenanlage am Dach nicht angebracht werden können, bietet sich eine freie Aufstellung am Boden, die Integration in eine Südfassade oder in einem nahen Nebengebäude an.
- Die Warmwasserbereitung erfolgt getrennt vom Heizkessel im Universalsolarboiler, der neben der Solaranlage auch durch die konventionelle Heizung im Winter mit Wärmeenergie versorgt werden kann.
- Dimensionierung für die Warmwasserbereitung: pro Person ca. 1,5 m² Kollektornutzfläche und 75 bis 100 Liter Speichervolumen, d. h. für einen Vier-Personen-Haushalt sechs bis acht Quadratmeter Kollektorfläche und ein 300 bis 500 Liter-Boiler.
- Dimensionierung für teilsolare Raumheizung: pro zehn Quadratmeter Wohnfläche ein bis zwei Quadratmeter Kollektornutzfläche zusätzlich zur Warmwasserbereitung, Speichervolumen 100 Liter pro m² Kollektorfläche. Je nach angestrebter Höhe des solaren Anteils am Heizenergiebedarf, sind 20 bis 30 m² Kollektorfläche für teilsolare Raumheizung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses erforderlich.
- Warmwasseranschlüsse für die Waschmaschine und Geschirrspüler einplanen, das spart Zeit und Geld
Welche Vorteile bietet der Hybrid aus Pellets und Solar?
Die Kombination dieser beiden nachhaltigen Technologien zahlt sich mehrfach aus: Im Vergleich zu herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen können Ihre Heizkosten um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig machen Sie sich unabhängig von fossilen Energieträgern und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In den Sommermonaten reicht häufig sogar die Solarthermie allein aus, um den Warmwasserbedarf zu decken.
Was kostet eine Kombiheizung?
Auch wenn die Anfangsinvestition mit etwa 25.000 Euro zunächst hoch erscheint - die Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie rechnet sich. Dank staatlicher Förderungen und der niedrigen laufenden Betriebskosten amortisiert sich das System bereits nach 10 bis 15 Jahren. Danach sparen Sie Jahr für Jahr bares Geld. Lassen Sie sich am besten von einem Fachbetrieb beraten, um die optimale Lösung für Ihr Zuhause zu finden.
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