Heizen mit Pellets: Ein Faktencheck

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Das Heizen mit Pellets wird seit Jahren immer beliebter als Alternative zu Heizöl & Co. Trotzdem hält sich das eine oder andere Vorurteil diesem Heizsystem gegenüber hartnäckig. Wir haben die Fakten zu den Pellets.

Vorurteil 1: "Pellets sind viel zu teuer"

Der Preis einer Pelletanlage sei zu hoch, so ein immer wieder angeführtes Argument gegen den nachhaltigen Brennstoff. Die Anschaffungskosten liegen im Vergleich tatsächlich über jener von Öl- oder Gaskesseln. Kleinere Anlagen liegen preislich zwischen 7000 und 11 000 Euro. Nicht zu schlagen sind allerdings die Heizkosten mit Pellets! Es wird bei den laufenden Heizkosten mit Pellets so viel gespart, dass sich die Investitionskosten amortisieren. Zudem ist der Pelletspreis sehr stabil.

Für Pelletheizungen gibt es in Österreich außerdem umfassende Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Im Zuge des Sanierungschecks bietet der Bund den "Raus-aus-Öl Bonus" 2019 in der Höhe von 30 Prozent, maximal 5000 Euro, für die Umstellung von einem fossilen Brennkessel auf eine Pelletheizung. Förderfähig sind neben dem Kessel und der Installation auch die Demontage- und Entsorgungskosten für alte Kessel und Tankanlagen. Was Sie für die Förderung vorweisen müssen, ist ein gültiger Energieausweis oder ein Energieberatungsprotokoll des jeweiligen Bundeslandes. Hier können Sie nach Energieausweisaustellern in Ihrem Bundesland suchen.

Im Zuge von "Holzheizung 2019" winkt eine Förderung von 800 Euro, wenn eine alte Holzheizung (vor Baujahr 2005) ersetzt wird, kauft man einen Pelletkaminofen, werden 500 Euro an Förderung ausbezahlt.

Ein Gesamtkostenvergleich zeigt: Werden Anschaffungskosten und Betriebskosten der einzelnen Heizungsarten addiert, Förderungen subtrahiert und miteinander verglichen, so ist ein Pelletsheizsystem eine der günstigsten Formen des Heizens.

Vorurteil 2: "Der Pelletpreis orientiert sich am Ölpreis"

Die Entwicklung in den vergangenen Jahren zeigt, dass diese Behauptung einem Mythos unterliegt. Heizölkosten unterliegen extremen Schwankungen, während die Kosten für Pellets weitgehend stabil sind. Im Preisvergleich mit anderen Energieträgern liegen Pellets unangefochten auf Platz 1. Die Mehrkosten für Heizöl extraleicht gegenüber Pellets liegen aktuell (Juli 2019) bei 68,3 Prozent, bei Erdgas sind es 71,8 Prozent.

Vorurteil 3: "Es gibt keine langfristige Pelletsversorgung"

Fast die Hälfte (48 Prozent) der österreichischen Bundesfläche besteht aus Wald, wobei mehr nachwächst als geerntet wird. Rund eine Million Tonnen an Sägespänen fallen in der holzverarbeitenden Industrie jährlich in Österreich an und können so der Pelletsproduktion zur Verfügung gestellt werden. Da es auch immer mehr Pelletshersteller und -händler mit ausreichend Produktionskapazitäten in Österreich gibt, ist die Versorgung mit Pellets in Österreich sicher. Mittlerweile verfügt Österreich über 41 Pelletproduktionsanlagen mit einer Produktionskapazität von weit über einer Millionen Tonnen!

Vorurteil 4: "Die Technologie ist nicht ausgereift"

Mehr als 92 Prozent der Besitzer von Pelletsheizungen bewerten ihre eingebauten Pelletsheizungen als "sehr gut" oder "gut". Aufgrund der mittlerweile langjährigen Erfahrungen in der Fördertechnologie als auch in der Verbrennungstechnologie können technisch ausgereifte Geräte mit hohem Komfort zur Verfügung gestellt werden. Eine neue Generation der Pellets-Brennwerttechnik erlaubt beispielsweise den Einbau des Kessels in alle Heizsysteme. Weiters lässt sich eine Pelletsheizung mit einer thermischen Solaranlage kombinieren.

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AutorIn:

Datum: 14.08.2019
Kompetenz: Heizung

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