Wasser/Wasser Wärmepumpen: Funktion, Vorteile & Nachteile

Wasser/Wasser Wärmepumpen entnehmen Grundwasser aus dem Entnahmebrunnen. In der Pumpe wird die Energie abgegeben und das abgekühlte Grundwasser wird rückgeführt.

Es ist möglich das Grundwasser als Wärmequelle zu nutzen, wenn es in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist. Befindet sich Ihr Grundstück also auf einem entsprechenden Grundwasservorkommen (bei der Gemeinde erfragbar), eignet sich die Installation einer Wasser/Wasser Wärmepumpe. Um eine solche Pumpe zu betreiben, muss zuerst die Fließrichtung des Grundwassers festgestellt werden. Diese hydrographischen Daten können z. B. bei der Landesregierung angefordert werden. Auch die Genehmigung der Behörden ist Voraussetzung, um diese Wärmepumpe anschaffen zu können.

Brunnen sind Voraussetzung

Für das Betreiben einer Grundwasserwärmepumpe sind zwei Brunnen notwenig - ein Förder- und ein Schluckbrunnen. Die Tiefe der Brunnen ist abhängig von der Grundwasserhöhe. Wichtig ist es, zuerst einen Probelauf zu machen, ob die Tiefe auch ausreicht, um genügend Wasser zu liefern, sodass die Wärmepumpe anstandslos laufen kann. Das Wasser muss das ganze Jahr eine relativ konstante Temperatur um 10°C aufweisen, um effektiv zu funktionieren. Das Wasser wird durch die Grundwasserpumpe zur Wärmepumpe befördert, dort verdichtet und in Heizenergie umgesetzt. Danach wird das Wasser abgekühlt und durch den Schluckbrunnen wieder dem Grundwasserkreislauf zugeführt.

Vorteile & Nachteile

  • Der Aufwand für diese WP-Variante ist sehr groß, die Kosten verhältnismäßig hoch
  • Eigene Pumpe fürs Grundwasser nötig, Strompreis erhöht sich dadurch, was die Gesamteffizienz beeinträchtigt
  • Höchste Arbeitszahlen (je höher die Arbeitszahl des Systems ist, desto niedriger sind die Betriebskosten), durch höchstes und konstantes Temperaturniveau
  • Sehr geringer Platzbedarf
 

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Datum: 26.09.2016

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