Preiswerter Strom: Ihr Weg zum günstigsten Anbieter

© Ruud Morijn Photographer/shutterstock.com Stromanbieter

Gar nicht so kompliziert und aufwendig wie Sie vielleicht denken: Stromanbieter wechseln und mitunter viel Geld einsparen. Wir verraten Ihnen, wie Sie den günstigsten Anbieter finden und unkompliziert wechseln.

Zwar weiß jeder, dass es geht und dass es unter Umständen eine Menge Geld spart. Den Schritt zum Wechsel des Stromanbieters gehen trotzdem nicht allzu viele Verbraucher in Österreich. Sie kennen das Dilemma? Wir verschaffen Ihnen hier den nötigen Durchblick. Klären wir zuerst die wichtigsten Fragen:

Kann ich elektrische Energie von überall beziehen oder muss mein Energieversorger geografisch in meiner Nähe sein?

Seit der Liberalisierung des Strommarktes in Österreich (im Jahr 2001) können Sie - ähnlich wie im Telekombereich - Ihren Stromlieferanten frei wählen, das heißt, jeder in- oder ausländische Energieversorger kommt in Frage. In Österreich gibt es über 150 Stromanbieter, die sich grob in zwei Gruppen aufteilen lassen: österreichweite und regionale Anbieter.Hier finden Sie eine Liste mit österreichweit tätigen Anbietern.

Welche Faktoren müssen beim Vergleich von Stromanbietern beachtet werden?

  • Preis pro Kilowattstunde (kWh)
  • Grundpreis pro Monat
  • Preisbindung
  • Rabatte & Boni: Diese sollten im Angebot eigentlich inkludiert sein. Tappen Sie jedoch nicht in die "Neukundenrabatt-Falle"! Im ersten Jahr locken Anbieter mit sehr günstigen  Strompreisen, um danach ordentlich an der Preisschraube zu drehen.


Kündigen und wechseln - ab wann kann ich den Strom von einem anderen Lieferanten beziehen?

Sobald Sie sich für einen neuen Anbieter entschieden haben, schließen Sie mit diesem einen Vertrag ab. Bitte überprüfen Sie vorher aber die Kündigungsbedingungen Ihres bestehenden Vertrages und informieren Sie Ihren derzeitigen Anbieter rechtzeitig über die Vertragsbeendigung. Die meisten Stromanbieter haben auch ein spezielles Service für "Umsteiger" im Angebot. Dann reicht es, einfach den neuen Lieferanten zu beauftragen undihm eine Vollmacht darüber zu erteilen, alle weiteren Schritte für Sie zu übernehmen.

Muss bei einem Energieversorgerwechsel der Stromzähler ausgetauscht werden?

Nein. Der Energielieferant hat mit dem Zähler nichts zu tun, dieser wurde ja vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt und ist unabhängig vom Stromlieferanten. Bei einem Wechsel bleibt der Zähler also hängen bzw. wird er bis 2019 in 95 Prozent der österreichischen Haushalte ohnehin durch einen modernen Smart Meter ersetzt werden.

Sind bei den Preisangeboten der Energieversorger zusätzliche Nebenkosten zu erwarten?

Wird vom Stromversorger nur ein "Energiepreis" angeboten, muss man noch mit zusätzlichen Netzgebühren (Kosten für die Durchleitung des Stroms) rechnen. Achtung: Diese Gebühren werden vom Staat vorgegeben, die Energieversorger haben darauf keinen Einfluss. Und sie unterscheiden sich mitunter von Bundesland zu Bundesland und von Gemeinde zu Gemeinde. Bei "All-inclusive-Preisen" sind die Netzgebühren bereits enthalten, der Preis pro Kilowattstunde ist entsprechend höher.

Sind bei den Preisangeboten der Energieversorger zusätzliche Nebenkosten zu erwarten? Wird vom Stromversorger nur ein "Energiepreis" angeboten, muss man noch mit zusätzlichen Netzgebühren (Kosten für die Durchleitung des Stroms) rechnen. Achtung: Diese Gebühren werden vom Staat vorgegeben, die Energieversorger haben darauf keinen Einfluss. Und sie unterscheiden sich mitunter von Bundesland zu Bundesland und von Gemeinde zu Gemeinde. Bei "All-inclusive-Preisen" sind die Netzgebühren bereits enthalten, der Preis pro Kilowattstunde ist entsprechend höher.

Was passiert bei Störungen?

Netzbetrieb und Verkauf sind zwei getrennte Bereiche. Wie bisher informieren Sie bei Störungen im Netz oder am Zähler also Ihren lokalen Netzbetreiber. Die Kosten der Störungsbehebung sind in den vom Regulator genehmigten Netznutzungsgebühren enthalten. Der Netzbetreiber ist in jedem Fall verpflichtet, die Stromversorgung ständig aufrecht zu erhalten.

Und so steigen Sie Schritt für Schritt um

  1. Variante 1: Gehen Sie auf einen der kostenlosen Vergleichs- bzw. Strompreisrechner im Netz (z. B. e-control, Verbund). Nach Eingabe der Postleitzahl und des Jahresverbrauchs werden sämtliche Anbieter des Versorgungsgebietes aufgelistet, gereiht nach den Jahresgesamtkosten. Rabatte oder spezielle Umstiegsprämien der jeweiligen Anbieter werden im Normalfall extra aufgelistet. Oder:
    Variante 2: Nehmen Sie Kontakt zu mehreren Anbietern auf und prüfen Sie deren Modelle. Lassen Sie sich konkrete Unterlagen (zum Beispiel Muster von Jahresabrechnungen) und so genannte Lastprofile - Modellberechnungen darüber, wann Sie wie viel Strom benötigen - zeigen. Je genauer diese Informationen sind, desto eher finden Sie das für Sie passende Tarifmodell. 
  2. Haben Sie den günstigsten Anbieter gefunden, nehmen Sie Kontakt auf und melden Sie sich dort an. Nach Abschluss des neuen Liefervertrages kümmert sich im Normalfall der neue Energielieferant um sämtliche bürokratischen Schritte, sprich Vertragskündigung beim alten Anbieter, Regelung des technischen Ablaufes des Wechsels mit dem Netzbetreiber.
  3. Der bisherige Anbieter wird noch den aktuellen Zählerstand feststellen und die Endabrechnung ausfertigen.
  4. Der gesamte Wechselprozess dauert ungefähr acht Wochen. Wechselgebühren dürfen laut AK nicht verrechnet werden!
 

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Thomas F., Bezirk Wien, Rudolfsheim-Fünfhaus
Mir wurde der Strom abgeschaltet und der Zähler abgebaut, kann ich trotzdem den Anbieter wechseln wechseln?
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Thomas F., Bezirk Salzburg - Stadt
Stromanbieter hat den Zähler abgebaut, kann ich trotzdem den Anbieter wechseln?
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Maria L., Bezirk Liezen
Ich habe eine Wohnung in Italien gekauft, kann ich da auch einen Stromversorger aus Österreich nehmen?
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AutorIn:

Datum: 13.04.2018
Kompetenz: Energie

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