Strom verkaufen – so geht’s

Wer Ökostrom durch Photovoltaik erzeugt, kann seinen Überschuss auch verkaufen – sprich ins Netz eines Energieversorgungsunternehmens einspeisen. Erfahren Sie nun, wie das funktioniert.

Die Leistungskurve von PV-Anlagen folgt dem täglichen Lauf der Sonne. Etwa zur gleichen Zeit treten auch die Tagesverbrauchsspitzen im Stromnetz auf. Es ist durchaus sinnvoll, den Strom(überschuss) in das Stromnetz einzuspeisen. Alles zur Einspeisevergütung und Co lesen Sie hier.

In Österreich wächst die Zahl der Energieversorgungsunternehmen, die privat produzierten Strom kaufen. Bei wem Sie schließlich Ihren Strom einspeisen, bleibt nur bis zu einem gewissen Grad Ihnen überlassen. Erstens: die Meisten nehmen Ihren Strom nur, wenn Sie auch Kunde sind und zweitens variieren die Strombezugspreise der Energieversorger mitunter ordentlich. Vergleichen sollten Sie daher unbedingt.

Wie funktioniert nun die Einspeisung ins Netz?

Was Sie brauchen ist eine so genannte netzgekoppelte Anlage. Diese Anlagen bestehen im Wesentlichen aus den Photovoltaik-Modulen, einem oder mehreren Wechselrichtern, einer Schutzeinrichtung zur automatischen Abschaltung bei Störungen im Stromnetz sowie einem Zähler zur Erfassung der eingespeisten Strommenge. Der Wechselrichter wandelt den von den PV-Modulen gelieferten Gleichstrom in Wechselstrom um und stimmt ihn hinsichtlich Leistung und Spannung auf das Stromnetz ab.

Wenn nun die PV-Anlage Strom ins Netz liefert, wird die Energiemenge gezählt und mit der aus dem Netz entnommenen gegenverrechnet. Je nach Anlagengröße und Effizienz kann ein Teil oder der ganze Eigenbedarf gedeckt bzw. auch ein Überschuss produziert werden.

Einspeisetarif – das sagt das Gesetz

Im Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2018, § 6, sind die Tarife für die Abnahme elektrischer Energie aus Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 5 kW peak bis 200 kW peak, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht sind, wie folgt nachzulesen:

  1. bei Antragstellung und Vertragsabschluss im Jahr 2018: 7,91 Cent/kWh
  2. bei Antragstellung und Vertragsabschluss im Jahr 2019: 7,67 Cent/kWh

Zusätzlich werden 30 Prozent der Errichtungskosten (bezogen auf die Engpassleistung der Anlage), höchstens jedoch ein Betrag in Höhe von 250 Euro/kW peak als Investitionszuschuss gewährt. Dafür müssen die Rechnungen über die für die Errichtung notwendigen Kosten an die Ökostromabwicklungsstelle spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme vorgelegt werden.

Tipp: Mit einem Komplettpaket aus individueller Beratung, Förderberatung und -abwicklung, Planung und Montage der eigenen Photovoltaikanlage bleibt Ihnen wirklich nur noch die Nutzung der kostenlosen Energie!


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Datum: 01.08.2018

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