So pflegen Sie Ihren Oleander richtig

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Oleander ist eine der beliebtesten Kübelpflanzen. Er ist typisch für die Mittelmeerregion, wo er vor Hofeingängen und in schattigen Patios, bisweilen auch am heiß-trockenen Straßenrand blüht. Hier ein paar Profitipps zur Pflege.

Der Oleander, im Mittelmeerraum auch Rosenlorbeer genannt, zählt ohne Frage zu den beliebtesten Kübelpflanzen schlechthin. Damit er auch in unserer Klimaregion zur dichten Blütenpracht heranwächst, sollte man ein paar Dinge beachten. Hier die wichtigsten Tipps, damit auch Ihr Oleander lange für mediterranes Flair sorgt.

Wie pflege ich meinen Oleander richtig?

  • Stellen Sie den Oleander an den sonnigsten Platz auf Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten. Die Qualität des Standorts beeinflusst die Blüte, welche den Oleander von Mitte Juni bis September weiß, rosa oder rot leuchten lässt. Blüht der Oleander nicht, ist oft der falsche Standort schuld.
  • Gießen Sie großzügig, aber nicht mit Regenwasser: Ursprünglich kommt der Oleander in Sumpfgebieten vor, er braucht also viel Wasser. Stellen Sie Ihre Pflanze auf einen Untersetzer und achten Sie darauf, dass immer Wasser steht. Kalkhaltiges Leitungswasser ist genau richtig, Regenwasser lässt die Erde zu sauer werden. Stößt die Pflanze im Sommer Blätter ab, ist dies ein Zeichen von Wassermangel, im Frühjahr hingegen ist dies normal. An heißen Tagen gießen Sie Ihren Oleander am besten frühmorgens und abends.
  • Düngen Sie Ihren Oleander viel, am besten wöchtentlich (April bis August) mit einem speziellen Volldünger. Beim Düngen nicht auf das Gießen vergessen - ohne Wasser kann Ihre Pflanze den Dünger nicht aufnehmen!
  • Schneiden Sie den Oleander im Frühjahr bodeneben (nicht nur kürzen!) um die Hälfte der Äste zurück. Achten Sie darauf ausreichend (verblühte) Blütenstände stehen zu lassen, da der Oleander neue Blüten direkt an der Spitze des alten Blütenstandes bildet. Tragen Sie außerdem beim Schneiden Arbeitshandschuhe, da der Oleandermilchsaft giftig ist!
  • Umtopfen steht an, wenn die Wurzeln aus dem Abzugsloch wachsen. In diesem Fall liegt wahrscheinlich bereits ein dichtes Wurzelgeflecht vor. Dies geht oft mit gelben Blättern und Blattfall einher, da nicht genug Wasser und Nährstoffe aufgenommen werden. Junge Pflanzen sollten Sie jährlich umpflanzen, später reicht es alle fünf Jahre. 

Wie soll ich meinen Oleander überwintern?

  • Vor dem Winter: Je länger Sie Ihren Oleander draußen stehen lassen, desto widerstandsfähiger wird er. Sobald die Frostnächte einkehren, sollten Sie aber handeln und ihn einwintern. Schneiden Sie Ihren Oleander nicht zurück, wenn Sie ihn ins Winterquartier übersiedeln. Da seine Wurzeln ganzjährig aktiv sind, würden sie austreiben, was zum Wohl der Pflanze vermieden werden sollte. Schneiden Sie vor dem Einwintern jedoch kranke Pflanzenteile und Verblühtes ab.
  • Während der Winterzeit: Achten Sie darauf, dass der Winterplatz frostfrei ist: Ein heller, kühler (10 bis 15 Grad) und nicht beheizter Raum ist ideal. Halten Sie auch während der Überwinterung Ausschau nach Schädlingen, Pilzkrankheiten und welken Blättern. Gießen Sie nur wenig und nur dann, wenn der Wurzelballen schon sehr trocken ist (Fingerprobe). Düngen muss nicht sein. Wenn, dann sparsam.
  • Nach dem Winter: Holen Sie den Oleander erst wieder aus dem Winterquartier, wenn er erste Triebe zeigt. Damit Frost den Trieben nicht schadet, warten Sie die Eisheiligen Mitte Mai ab. Gewöhnen Sie Ihren Oleander langsam an draußen und stellen Sie ihn zunächst an einen geschützten, schattigen Platz.

​Was kann ich gegen gelbe Blätter und Krankheiten tun?

  • Pilze: Um Pilzbefall zu vermeiden, besprühen Sie Ihre Pflanze auf keinen Fall. Ist es zu spät und Sie stellen einen Pilzbefall bei Ihrer Pflanze fest, kaufen Sie ein handelsübliches Fungizid zum Besprühen oder versuchen Sie es mit einer biologischen Schädlingsbekämpfung. Scheuen Sie außerdem nicht davor, zur Schere zu greifen und befallene Pflanzenteile wegzuschneiden - so sollten Sie jede Pilzerkrankungen in den Griff bekommen.
  • Oleanderkrebs: Trägt Ihr Oleander gelbbraune Blätter und/oder lassen sich Wucherungen an Ästen und Trieben ausmachen, ist er von "Oleanderkrebs" befallen. Kappen Sie die Äste bzw. Triebe unterhalb der befallenen Stellen und desinfizieren Sie die Schere nach jedem Schnitt mit Alkohol, um die Krankheit nicht zu übertragen.
  • Gelbe Blätter können auch auf Nährstoff- bzw. Wassermangel hinweisen. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Oleander richtig pflegen (siehe dazu unsere Tipps weiter oben). Auch Umtopfen kann Abhilfe schaffen.

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Datum: 18.06.2019
Kompetenz: Garten und Zaun

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