Kind und Erwachsener spielen und lachen im Pool umgeben von blühenden Büschen und klarem Himmel Hintergrund.

Kind und Erwachsener spielen und lachen im Pool umgeben von blühenden Büschen und klarem Himmel Hintergrund. © Sunny studio/shutterstock.com

Sicherer Swimmingpool für Kinder

Badeunfälle, gerade bei Kindern, haben jetzt leider wieder Hochsaison. Immer mehr wollen auf die Wasserstelle im Garten nicht mehr verzichten, doch in Sachen Sicherheit haben so einige Eltern leider noch Aufholbedarf.

Ein kleiner Pool oder ein Schwimmteich gehören in modernen Gärten heute mehr oder weniger zur Grundausstattung. Klar, Badespaß direkt vor der Tür ist ja auch was Wunderbares! Doch: mit dem kühlen Nass am eigenen Grundstück ist auch eine Gefahrenquelle gegeben, die leider immer wieder für Unfälle – besonders mit kleinen Kindern – sorgt. Und dafür muss der Swimmingpool, das Biotop oder der Schwimmteich nicht einmal sehr groß und tief sein.

Die Zahlen sind alarmierend: In Österreich ertrinken jährlich fünf bis sieben Kinder unter 14 Jahren, die meisten davon in privaten Pools. Besonders gefährdet sind Kleinkinder zwischen einem und vier Jahren. Was viele Eltern unterschätzen: Bereits eine Wassertiefe von zehn Zentimetern kann für Kinder lebensgefährlich sein. Ein simples Planschbecken reicht also schon aus, um die Kleinen in wirkliche Gefahr zu bringen. Was Sie als Eltern oder Aufsichtspersonen tun können, um den Kleinen einen sicheren Badespaß zu ermöglichen, erfahren Sie hier.

Tipp:

Was nicht jeder weiß: Auch wenn Sie selbst keine Kinder haben, müssen Sie Ihre Wasserstelle im Garten sichern. Am besten mit einer Umzäunung. Immer wieder passiert es, dass Kinder in den Nachbargarten laufen und es dort zu Unfällen kommt.

Welche baulichen Sicherheitsmaßnahmen Sie einhalten sollten

Die oberste Regel beim Thema Poolsicherheit lautet: Kinder dürfen niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser sein. Die anwesenden Erwachsenen haben die alleinige Aufsichtspflicht, und auch wenn der Nachwuchs gut aufgeklärt ist, und grundsätzlich weiß, was erlaubt ist und was nicht - es sind und bleiben Kinder. Doch der Kontrollstress kann auch reduziert werden, indem Sie weitere Vorkehrungen treffen:

  • Umzäunen Sie das Becken oder den Pool mit einer stabilen und sicheren Begrenzung von mindestens 1,20 Metern Höhe.
  • Bringen Sie ein selbstschließendes und abschließbares Türchen in den Zaun ein, welches Kinder nicht eigenständig öffnen können.
  • Lassen Sie den Bereich um das Becken auf jeden Fall rutschsicher ausführen, um gefährliche Stürze zu vermeiden.
  • Entfernen Sie die Einstiegsleitern, wenn gerade nicht im Wasser geplanscht werden soll bzw. der Badetag beendet ist.
  • Besorgen Sie eine Poolabdeckung. Diese muss absolut stabil sein, einer Belastung von 100 Kilo standhalten und rundum vollkommen abschließen.

Welche technischen Sicherheitslösungen gibt es?

Zusätzlich zu den baulichen Sicherheitsvorkehrungen können Sie auch auf Geräte zurückgreifen, die im Fall der Fälle Alarm schlagen. So bietet der Handel akustische Bewegungsmelder, die sofort anschlagen, wenn sich jemand dem Pool nähert. Solche Alarmgeber können bereits ab 20 Euro in Baumärkten erworben werden. Vom quakenden Frosch bis zum eindringlichen Piepston bleibt Ihnen überlassen, worauf Sie am schnellsten reagieren. Der Vorteil ist, dass diese Bewegungsmelder schon einige Zeit vor dem Eintritt der Gefahr ausschlagen und man so noch genug Zeit hat, zum Pool zu rennen und das Kind davon abzuhalten, ins Wasser zu fallen. Stellen Sie diese Bewegungsmelder also immer einige Meter vom Beckenrand entfernt auf!

Spezielle Unterwasser-Alarmsysteme schlagen hingegen an, sobald etwas ins Wasser fällt und eigene elektronische Zutrittskontrollen verhindern unbefugtes Betreten des Poolbereichs, während Kameraüberwachungssysteme eine zusätzliche Kontrollebene bieten.

Schwimmen lernen ist der beste Schutz!

Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist und bleibt aber das Schwimmenlernen. Doch wie man gerade in den letzten Jahren lesen kann, lernen immer weniger Kinder immer später schwimmen. Während wir noch mit spätestens fünf oder sechs Jahren die ersten Schwimmabzeichen machten, können heute viele Kinder mit 13 oder 14 noch nicht sicher schwimmen. Zwar ist ein schwimmsicheres Kind kein Garant für absolute Sicherheit, das Unfallrisiko wird aber erheblich gesenkt, wenn ein Kind schwimmen kann.

Checkliste für mehr Sicherheit am Privatpool

  • Rettungsring und Rettungsstange griffbereit halten
  • Erste-Hilfe-Set am Pool deponieren
  • Notrufnummern gut sichtbar aufhängen
  • Poolregeln mit den Kindern besprechen - immer wieder
  • Regelmäßige Wartung der Sicherheitseinrichtungen vornehmen
Veronika Kober
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