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Naturpool: Alles zur ökologischen Poolvariante

Kristallklares Wasser, keinerlei Chemie, extrem reduzierte Flora und Fauna und eine Biofiltertechnik auf modernstem Stand. Der Naturpool ist die wohl perfekte Lösung für Empfindliche. Wir haben alle Infos zum Aufbau, Kosten und Pflege.

Wer auf Chlor und Frösche allergisch reagiert, für den kommen ja weder klassischer Swimmingpool noch natürlicher Schwimmteich in Frage. Die Lösung: der Naturpool. Er verzichtet wie ein Schwimmteich auf die chemische Wasseraufbereitung, kommt dabei aber wie ein Swimmingpool daher. Ein Naturpool kann beheizt werden und optisch wie ein Schwimmteich oder wie jeder herkömmliche Swimmingpool angelegt werden, mit dem Vorteil, dass nahezu jede Form umsetzbar ist und sich der Naturpool so harmonisch in die Gartengestaltung integrieren lässt.

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Die besondere Art von Pool

Was einen Naturpool von anderen Poolvarianten unterscheidet? Das Wasser ist chlorfrei und klar, Pflanzen finden sich maximal als dekorative Pflanzzonen am Rand (anders als beim Schwimmteich!) und Tiere bleiben - im Gegensatz zum Biotop - auf Abstand. Und so funktioniert das Ganze: Ein spezieller biofilmaufbereitender Filter arbeitet unter permanentem Pumpeneinsatz an der Reinigung des Wassers. Der Biofilm in den Filtern bindet Nährstoffe (zum Beispiel Phosphor) und entzieht Algen somit die Lebensgrundlage. Das Wasser im Naturpool bleibt somit garantiert klar, weil der gesamte Wasserinhalt täglich mindestens einmal durch den Filter fließt. Auch ein Wasserwechsel ist aufgrund der ausgewogenen Biologie nicht mehr nötig, das Entleeren und Befüllen zu Saisonstart und -ende entfällt komplett.

Pflege muss sein

Algen sind Pflanzen und Teil des Systems. Sie nehmen Nährstoffe auf und bringen Sauerstoff ins Wasser. Ein Übermaß an Algen und Belägen auf der Oberfläche oder aufschwimmender Biofilm, der nicht vom Skimmer abgesaugt werden kann, entfernen Sie diesen bitte mittels Kescher. 
Wir emfpehlen eine Filterreinigung beim Naturpool im Frühjahr und Spätsommer.

Damit der Naturpool zum ganzjährigen Wohlfühlerlebnis wird, darf man die Pflege nicht vernachlässigen. So sollte die Reinigung des Beckens regelmäßig erfolgen, am einfachsten mit Hilfe von Bodenstaubsaugern oder Poolrobotern. Oberflächenschmutz, Laub oder aufschwimmender Biofilm, der nicht vom Skimmer abgesaugt werden kann, kann einfach mit einem Kescher entfernt werden. Eine Filterreinigung ist jeweils im Frühjahr und Spätsommer empfehlenswert. Im Herbst ist - je nach Größe und Auswahl der Pflanzen - an den Pflanzenschnitt zu denken.

Wie groß der Naturpool sein sollte

Hat man sich für einen Naturpool entschieden, will man so schnell wie möglich seine Vorzüge genießen können. Bei aller Euphorie - eine gründliche Planung ist dennoch das A und O. Zu bedenken ist, dass der Platz für die Filtertechnik in etwa 15 Prozent des gesamten Naturpools in Anspruch nimmt. Im Gegensatz zum Schwimmteich (ab 40 Quadratmeter) gilt für den Naturpool keine Mindestgröße. Hersteller, z. B. Kittenberger, haben Naturpools bereits ab zehn Quadratmetern im Angebot. Schwimmen kann man in solchen Mini-Pools freilich nicht. Um richtig schwimmen zu können, plant man einen möglichst langen, schmalen Schwimmbereich mit mindestens 35 Quadratmetern Fläche und mindestens 1,80 Metern Wassertiefe.

Neben einer flexiblen Größenauswahl beim Naturpool kann der stolze Naturpoolbesitzer auch einiges an Naturpoolzubehör wählen: so kann er sich für Massagedüsen, eine Beheizung, eine Gegenstromanlage, Wasserliegen oder einen kleinen Steg mit Einstiegsleiter entscheiden.

Schwimm- vs. Regenerationsbereich

Wie bei einem Schwimmteich handelt es sich beim Naturpool meist um ein Ein-Kammer-System. Das bedeutet, dass der Schwimmbereich sowie der bepflanzte Regenerationsbereich (= Flachwasserbereich) durch Barrieren aus Stein, Holz oder Kunststoffelemente, die etwa vierzig Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche enden, getrennt sind. Für den Schwimmteich gilt: Je größer die Regenerationszone, desto besser die Wasserqualität (mindestens 30, besser 50 Prozent der Gesamtgröße). Bei Naturpools kann sie mit Hilfe leistungsstarker Filtertechnik kleiner ausfallen und auf ca. 15 Prozent der Gesamtfläche reduziert oder aber auch komplett weggelassen werden. Denn die Reinigung erfolgt ohnehin über den Biofilmaufbau im Kiesfilter, welcher mit einer sparsamen Pumpe ausgestattet ist.

So viel kostet der Naturpool

Der Preis für einen Natur-Pool vom Fachmann richtet sich nach Bauweise, Größe und Austattung. Ein Naturpool mit Betonbecken und einer Größe von 6 x 3 Meter kommt auf ungefähr 30 000 Euro (ohne Baumeister und Aushub). Do-it-yourself-Pools verringern die Baukosten: Ein Fertignaturpool mit einem Schwimmbereich von ca. 6 x 3 x 1,5 Meter inklusive biologischem Filter, Edelstahleinlaufrinne, Pumpe, Edelstahleinstiegsleiter mit Kippgelenken und Edelstahlskimmer ist ab rund 13 000 Euro erhältlich (ohne Einbau, Transportkosten und Rundumgestaltung). Gesehen etwa bei GreenHelp e.U.

Durch besonders stromsparende Pumpen und neueste Biofilter ist der Betrieb des Naturpools kosten- und energieeffizient. Manche Gartengestalter lassen sich vom Verband der österreichischen Schwimmteich- und Naturpoolbauer (VÖS) zertifizieren und verpflichten sich, Kunden im Vorhinein über sämtliche Kosten, auch Instandhaltungs- und Betriebskosten, zu informieren.

Garten gestalten mit Naturpool

Um den Teich ideal in die Gartenlandschaft zu integrieren, können Beckenrandverkleidungen angebracht werden. Hier stehen einige Materialien zur Auswahl, wie beispielsweise Sandstein, Granit oder Holz. Ein besonders schönes Ambiente lässt sich durch eine Saua in der Nähe des Naturpools, gemütliche Gartenmöbel und einen Bachlauf mit Natursteinen und Wasserpflanzen gestalten. Für eine private Atmosphäre sorgen Hecken, Steinmauern oder Metall- und Holzelemente, die als Sichtschutz fungieren können.

AutorIn:
Datum: 02.08.2021
Kompetenz: Pool und Teich

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