Natur pur dank Biotop

Mit einem Biotop lassen sich zwei Dinge verbinden: eine kühle Prise an heißen Sommertage und Lebensraum für Frösche, Libellen oder andere Insekten. So realisieren Sie Ihren Traum vom eigenen Biotop im Garten.

Bei einem Biotop handelt es sich um einen „Ort des Lebens“ (griechisch bios = Leben; topos = Ort). Meist wird „Biotop“ synonym als Bezeichnung für einen Gartenteich verwendet. Obwohl es sich um einen in sich geschlossenen Lebensraum handelt, bedarf ein künstlich angelegtes Biotop genauer und regelmäßiger Überwachung sowie Pflege. Ziel ist, das empfindliche Gleichgewicht zwischen Wasserpflanzen, Tieren und Tierchen sowie dem Wasser, bzw. der Qualität des Wassers zu erhalten oder dieses Gleichgewicht überhaupt wieder herzustellen.

Schritt für Schritt zum eigenen Biotop

Im Großen und Ganzen geht es darum, in einem Biotop einen möglichst artgerechten Lebensraum für Tiere und Pflanzen in der Weise zu schaffen, wie er auch ohne menschliche Einwirkung in der Natur zustande käme. Um einer ungewollten Pflanzenentwicklung vorzubeugen, ist die Lage des Biotops dort zu empfehlen, wo die Sonne nicht länger als fünf bis sechs Stunden des Tages das Gewässer direkt bestrahlt. Die nötige Beschattung des Teiches kann mit entsprechenden Pflanzen (sowohl außerhalb des Wassers mit Bäumen und Sträuchern, als auch im Teich mit Seerosen etc.) erreicht werden. Und so funktioniert's:

  1. Beim Ausheben der Teichmulde werden unterschiedlich tiefe Zonen angelegt. Über die ausgehobenen Teile streuen Sie eine etwa 5 cm dicke Sandschicht. Größere Steinbrocken werden aussortiert. Mit einem Handstampfer lässt sich der Boden ausreichend stark verdichten. Zum doppelten Schutz der Randzone eignen sich die Reste der Teichfolie.
  2. Bei warmem Wetter ist die Folie weich und gleicht sich der Teichform besser an. Beim vorsichtigen Zurechtziehen sollten Sie große Falten vermeiden. Geeignete Absätze und Nischen für das Bepflanzen werden in verschiedenen Tiefen aus Klinker und Findlingen aufgebaut.
  3. Beim Modellieren darf auf keinen Fall nährstoffreiche, humose Erde eingebracht werden! Landschaftsgartenbaubetriebe oder Bedienstete der kommunalen Erddeponie wissen, welcher Boden sich am besten eignet. Als Übergang zur Klinkerterrasse werden Findlinge am Teichrand einbetoniert. Sie bilden nicht nur einen optisch reizvollen Abschluss, sondern halten gleichzeitig die Plane gut fest. Leichte Ausbeulungen der Mauer dienen später als kleiner Wasserfall. Die obere Klinkerreihe muss dafür etwas schräg aufgesetzt sein.
  4. Damit sich Moos und Algen an den Vorsprüngen festsetzen können, muss der Zementschleier entfernt werden, bei Bedarf mit einer 10 %igen Salzsäurelösung. Pumpt man das Wasser aus dem unteren Teich in das obere Becken, so läuft dieses über und das Wasser sucht sich seinen Weg über die vorbereiteten Steine nach unten.
  5. Während der Teich langsam mit Wasser gefüllt wird, werden die Setzlinge eingepflanzt. In welcher Gegend welche Pflanzen am besten gedeihen, sagt Ihnen der Gartenprofi. Ist Ihr Biotop erst einmal ein paar Jahre alt, entwickelt sich ein ganz eigener Mikroorganismus darin.

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Autor:

Datum: 04.03.2016

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