Ein neugieriges rotes Eichhörnchen schaut in einem Garten hinter einem Baumstamm hervor.

Das Eichhörnchen wurde zum Gartentier des Jahres 2026 gewählt! © VOJTa-Herout/stock.adobe.com

Das Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026

Das Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026. Erfahren Sie, wie Sie Eichhörnchen im Garten richtig unterstützen und wie ein naturnaher Garten zum sicheren Lebensraum wird.

Mit seinen schnellen Sprüngen, dem buschigen Schwanz und seiner neugierigen Art zählt das Eichhörnchen zu den bekanntesten Wildtieren in unseren Gärten. Von der Heinz Sielmann Stiftung wurde der putzige Kletterkünstler daher zum Gartentier des Jahres 2026 gewählt

Tipp: Der ideale Eichhörnchen-Garten

Lassen Sie einen Teil des Gartens bewusst „wild“ wachsen und verzichten Sie möglichst auf Pestizide und chemische Dünger. So fühlen sich die heimischen Tiere wohl!

Warum Eichhörnchen unsere Gärten brauchen

Das europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) lebt ursprünglich in Wäldern, Parks und großen Baumlandschaften. Doch durch die zunehmende Verbauung finden die Tiere immer öfter in Wohnsiedlungen und Privatgärten neue Lebensräume. Besonders Gärten mit alten Bäumen, Hecken und naturnahen Bereichen bieten ideale Bedingungen.

Für viele Menschen gehört der Anblick eines Eichhörnchens inzwischen zu den schönsten Naturmomenten im eigenen Garten. Tatsächlich leisten die Tiere sogar einen wichtigen Beitrag für die Umwelt: Weil sie vergrabene Nüsse und Samen oft vergessen, helfen sie bei der natürlichen Verbreitung von Bäumen und Sträuchern.

Ein rotes Eichhörnchen, das im Garten Walnüsse sammelt, um sie für den Winter zu vergraben.

Durch das Vergraben von Nüssen helfen Eichhörnchen bei der Verbreitung von Bäumen. © Frank-Krautschick/stock.adobe.com

So fühlen sich Eichhörnchen im Garten wohl

Wer Eichhörnchen beobachten möchte, muss keinen perfekten Wildgarten anlegen. Schon einige einfache Maßnahmen können den Garten deutlich attraktiver machen.

Besonders wichtig sind:

  • Heimische Bäume wie Hasel, Walnuss, Buche oder Eiche
  • Dichte Sträucher und Hecken als Schutz
  • Alte Bäume mit natürlichen Höhlen
  • Ruhige Gartenbereiche ohne ständige Störungen
  • Laub- und Totholzhaufen als Verstecke

Eichhörnchen bauen ihre Nester, sogenannte Kobel, bevorzugt hoch oben in Baumkronen. Fehlen alte Bäume, können spezielle Eichhörnchen-Nistkästen helfen. Diese sollten möglichst hoch und geschützt angebracht werden.

Auch Wasserstellen werden im Sommer gerne genutzt. Eine flache Schale mit frischem Wasser kann für Wildtiere im Garten wertvoll sein – besonders während heißer Trockenperioden.

Gartengestaltung planen? Wir sagen Ihnen, wie!

Tipp: Tränken im Sommer!

Während heißer Sommer leiden viele Wildtiere unter Wassermangel. Eine einfache Wasserstelle hilft enorm. Stellen Sie dazu einfach eine flache Schale mit frischem Wasser auf. Kleine Äste können als Ausstiegshilfe dienen!

Eichhörnchen füttern – sinnvoll oder problematisch?

Viele Menschen möchten Eichhörnchen helfen und bieten Futter an. Grundsätzlich finden gesunde Tiere in naturnahen Gärten meist ausreichend Nahrung selbst. In besonders harten Wintern oder in dicht verbauten Gebieten kann eine maßvolle Zufütterung jedoch sinnvoll sein. Geeignet sind:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Ungesalzene Kürbiskerne

Wichtig ist dabei vor allem die Qualität des Futters. Gesalzene, gewürzte oder gezuckerte Lebensmittel schaden den Tieren massiv. Auch Brot, Milchprodukte oder Essensreste gehören niemals in eine Futterstation. Ebenso entscheidend: Futterspender sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Krankheiten verbreiten.

Ein Eichhörnchen guckt an einem Wintertag aus einem Nistkasten, der im Garten an einem Baum befestigt wurde.

Im Winter können Sie Eichhörnchen mit Nistkästen unterstützten! © Ivan/stock.adobe.com

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

So niedlich Eichhörnchen auch wirken – sie bleiben Wildtiere. Genau deshalb gibt es einige Dinge, die Gartenbesitzer unbedingt vermeiden sollten:

Eichhörnchen niemals streicheln oder zähmen

Junge Eichhörnchen wirken oft zutraulich. Dennoch sollten die Tiere niemals angefasst oder als Haustier behandelt werden. Wildtiere verlieren sonst ihre natürliche Scheu und geraten leichter in Gefahr.

Jungtiere nicht vorschnell „retten“

Immer wieder werden vermeintlich verlassene Jungtiere eingesammelt. Tatsächlich befindet sich die Mutter oft noch in der Nähe. Wer ein Jungtier entdeckt, sollte zunächst Abstand halten und beobachten. Erst bei sichtbaren Verletzungen oder akuter Gefahr sollte eine Wildtierhilfe kontaktiert werden.

Keine Fallen oder giftigen Mittel verwenden

Rattengift, Schneckenkorn oder Insektizide können auch Eichhörnchen gefährden. Naturnahe Gärten funktionieren am besten ohne chemische Mittel.

Besonders chemische Mittel vertreiben im Garten nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge. Was diese praktischen Helferlein bewirken und wie sie im Garten heimisch werden, erfahren Sie hier:

Nützlinge im Garten: Das müssen Sie wissen!

Redaktion
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