Flexibles Fertighaus: Es kommt Bewegung ins Wohnen
Nicht nur ausreichend groß, leistbar und individuell gestaltet, auch flexibel soll es sein, das eigene Heim. Mehr denn je sind aktuell Wohnräume gefragt, die sich an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Moderne Fertighäuser begegnen diesem Bedürfnis mit variablen Grundrissen, nutzungsneutralen Räumen und der Möglichkeit von modularen Zu- und Umbauten.
Seinen Wohnraum individuell gestalten zu können, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Flexibilität hingegen ist häufig ein praktisches Erfordernis und ein Spiegel unserer Zeit: Eine zunehmend flexibilisierte Arbeitswelt erfordert Mobilität und die Bereitschaft, den Wohnort zu wechseln. Familienbiografien verlaufen weniger linear, was erfordert, dass Wohnsituationen unkompliziert angepasst werden können. Neue Fertighaus-Wohnkonzepte müssen also so flexibel sein wie Lebensläufe und die unterschiedlichen Bedürfnisse in allen Lebenssituationen und -phasen berücksichtigen.
Wunderbar wandelbar
In den letzten Jahren wurde das Durchbrechen von Mauern und die Verschmelzung von verschiedenen Lebensbereichen zum Standard in der Innenarchitektur. Auf großzügig geschnittener Fläche bilden Küche und Wohnraum oder Bad und Schlafzimmer eine lichtdurchflutete Einheit. Offenes Wohnen gilt nach wie vor als modern, kommunikativ und gesellig, es ist jedoch seit der Verbreitung von Home Office und Homeschooling an seine Grenzen gestoßen – gerade im Falle von Paar- und Familienwohnungen. Hier stieg das Bedürfnis nach Dynamik und Bewegung und damit nach wandelbaren, flexiblen Wohnkonzepten, die einerseits zwar offen-kommunikativ bleiben, aber auch Rückzug und Privatsphäre ermöglichen. Die klassische feste Einteilung von Wohnräumen kommt dem Bedürfnis nach Flexibilität nur wenig entgegen. Ersetzt wird sie durch nutzungsoffene, nutzungsneutrale Konzepte.
Ein Beispiel ist die allseits beliebte Wohnküche, die den Kochbereich mit dem Gemeinschaftsraum verschränkt. Neu ist, dass Möbelstücke, wie etwa ein durchlässiges Bücherregal, sanfte Zonierungen schaffen, die Bereiche zwar voneinander abtrennen, den Raum aber nicht versperren – Möbel statt Wand also. Wer auf die optische Weite trotz räumlicher Trennung nicht verzichten will, setzt auf Glasschiebewände. Mit solchen beweglichen Elementen, zum Beispiel Innenwände, die verschiedene Raumkonstellationen und mehrere Nutzungsvarianten zulassen, lassen sich flexible Grundrisse realisieren. Mithilfe einer Schiebewand, zum Beispiel als raumsparendes Wand-in-Wand-Konzept umgesetzt, kann man aus einem Raum zwei neue Räume entstehen lassen. So werden aus einem großen Arbeitszimmer ruckzuck zwei kleinere oder aus der Wohnküche werden mit einem Handgriff zwei voneinander abgetrennte Räume. Es geht nicht darum, unzählig viele undefinierte Möglichkeiten zu schaffen – vielmehr sind flexible Grundrisse auf wenige, sehr spezifische Situationen ausgerichtet, die sich über den Tag verteilt herstellen lassen. Sie brechen mit starren Vorstellungen vom Wohnen, die Bewohner können die Funktionen der nutzungsneutralen Räume je nach Bedarf und Situation definieren. Wer ein solches flexibles Wohnkonzept umsetzen möchte, geht am besten schon vor der Grundrissplanung seine Einrichtungswünsche und alltägliche Abläufe im neuen Haus durch. Je früher Häuslbauer ein möglichst konkretes Bild von den verschiedenen Wohnsituationen haben, desto besser können diese gemeinsam mit dem Fertighaushersteller in einen flexiblen Grundriss übertragen werden.
Ein sehr gutes Beispiel für das flexible Fertighaus von heute ist das BE FREE Haus von Genböck. Aus Einfamilienhaus wird Zweifamilienhaus oder umgekehrt. Will man sich also verkleinern oder vergrößern, müssen nicht die Umzugskartons gepackt werden – stattdessen passt man das Heim mit einem Anbau oder Rückbau an seine Bedürfnisse an. Selbst die Fassade kann ohne viel Aufwand verändert werden. Und auch im Inneren ist das BE FREE-Haus mit seinem durchgehend offen gestalteten und barrierefreien Erdgeschoß sehr flexibel. © GENBÖCK HAUS; Genböck & Möseneder GmbH
Das Haus, das mitwächst
Ändern sich Lebensrealitäten, braucht es neue Wohnstrukturen. Familien erwarten Zuwachs, verkleinern sich oder benötigen irgendwann einen separaten Zubau, um Wohnraum für die jüngere Generation zu schaffen. Das mitwachsende Wohnkonzept BE FREE von Genböck Haus kommt den verschiedenen Lebensphasen entgegen. Das Haus hat einen quadratischen Grundkörper, der später bei Bedarf ergänzt und erweitert werden kann. Ob Home Office, Dachgeschoßanbau oder ein zusätzlicher Gästebereich – die Haus- und Gebäudetechnik von BE FREE ist bereits in der Grundvariante für alle Eventualitäten gerüstet. An beiden Achsen können zusätzliche Räume angebaut werden und mehr Platz zum Wohnen, Arbeiten oder für Hobbys geschaffen werden. Oder aber es wird aufgestockt, mit der Option, dass das ergänzte Stockwerk später problemlos wieder zurückgebaut werden kann.
Modular: heute hier, morgen da
Umziehen, die Heimatstadt oder gar das Land verlassen gehört für viele besonders junge Menschen zum Leben dazu. Ausbildung oder Beruf verordnen immer häufiger Mobilität. Fertighaushersteller antworten darauf mit transportfähigen Kleinhäusern, deren Standort bei Bedarf jederzeit gewechselt werden kann. Sie erfüllen den Wunsch nach Eigentum und einem Zuhause, ohne dass man sich an einen konkreten Platz binden muss. Dabei werden Grundriss und Bauweise möglichst flexibel gestaltet. Der Vorteil: Wer klein und modular baut, schafft so viel Wohnraum wie notwendig und hält die Kosten so gering wie möglich.
Das Wohnen auf kleiner Grundfläche ist nicht nur für berufstätige Singles oder Paare interessant. Auch für ältere Paare, denen ihr Haus nach Auszug der Kinder zu groß geworden ist, haben kleine Fertighäuser ihren Reiz: Weniger Fläche heißt weniger Hausarbeit, weniger Wandfläche heißt weniger Streichbedarf, weniger Dachfläche heißt weniger Reparaturkosten. Die kompakten Wohnmodule können sogar im eigenen Garten neben dem alten Haus Platz finden oder genauso für die innerstädtische Nachverdichtung oder auf Rand- und Restgrundstücken eingesetzt werden. Ob in der Stadt oder im Grünen, das Tiny House verspricht die gewohnte Freiheit eines Einfamilienhauses bei überschaubarerem Bau- und Erhaltungsaufwand.
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