Ledersofa mit bunten Kissen steht vor großen Fenstern in einem Wohnzimmer mit Holzbalkendecke Couchtisch aus Holz daneben Sessel aus Rattan in gemütlicher Ecke mit Pflanzen und Dekorationsgegenständen

Ledersofa mit bunten Kissen steht vor großen Fenstern in einem Wohnzimmer mit Holzbalkendecke Couchtisch aus Holz daneben Sessel aus Rattan in gemütlicher Ecke mit Pflanzen und Dekorationsgegenständen © alexandre zveiger/shutterstock.com

Holzbalkendecke: Schallschutz verbessern

Der Schallschutz in Holzdecken ist in der Tat ein wesentlich größeres Problem als etwa der Brandschutz. Vor allem tiefe Frequenzen werden weit übertragen. Im Zuge einer Sanierung kann der Schallschutz verbessert werden.

Bei der Verbesserung des Schallschutzes geht es um den Trittschall einerseits und den Körperschall andererseits. Der Körperschall kann durch einen Einschub von Betonplatten, Sandbeschüttungen oder ähnlich Massivem reduziert werden. Bitte hier immer einen Statiker hinzuziehen, da erst abgeklärt werden muss, welches Gewicht die Balken überhaupt tragen können.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Bei Holzbalkendecken ist das Verlegen von schwimmenden Estrichen wegen der auftretenden Feuchtigkeit nur eine Notlösung.

Die zwei Schalen trennen

Alternativ kann mit Entkoppelung gearbeitet werden. Holzbalkendecken sind immer zweischalig. Solange der Raum zwischen den Schalen keine starren Verbindungen aufweist, entstehen auch keine Schallbrücken. Wenn nun zum Beispiel auf der Balkenoberseite eine weichfedernde Dämmschicht eingebracht wird, kommt es zu einer Entkoppelung und damit Schallminderung.

Trittschall reduzieren

Hier ist es wichtig, den Schallweg - etwa über die Wände - zu unterbrechen. Erreicht wird dies einerseits mit luftporigen Schüttungen (Mineralwolle, etc.) zur Hohlraumdämpung und andererseits mit der Anbringung von Randdämmstreifen, die den Boden bzw. die Decke von der Wand zumindest teilweise entkoppeln. Komplette Längsschalldämmungen, die natürlich effizienter in der Trittschallvermeidung wären, sind gerade in Altbauten aus optischen Gründen nur schwer umsetzbar.

Veronika Kober
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