Handwerker mit gelbem Schutzhelm und Handschuhen misst Holzbalken mit Maßband in einem im Bau befindlichen Holzrahmenhaus. Er trägt einen Werkzeuggürtel und befindet sich in einem unvollendeten Raum.

Holz Bau © Shutterstock

Holzständerbauweise: Alle Infos, Vorteile und Nachteile

Der klassische Fachwerkbau wird heute nur mehr von wenigen Unternehmen angeboten. Verbreiteter und beliebter ist der modernere Ständerbau, bei dem es keine Trennung in tragende und raumabschließende Elemente gibt: Der Holzständerbau.

Im Grunde ist der Holzständerbau das gleiche wie der Holzrahmenbau. Ein kleiner Unterschied ist, dass bei der Holzständerbauweise Stützen vom Bodenniveau (Schwelle) bis unter das Dach (First oder Pfette) produziert und geschoßübergreifend auf der Baustelle montiert werden.

Fakten zur Holzständerbauweise

Der Ständerbau entwickelte sich aus dem klassischen Fachwerkbau und weist dessen Konstruktionsmerkmale auf. Jedoch werden hier die aussteifenden Strebenhölzer des Fachwerks durch eine Beplankung mit Brettern ersetzt. Die Trageständer sind in sehr kleinem Abstand zueinander aufgestellt und fixiert, das Gerippe allein ist nicht stabil. Die Aussteifung erfolgt erst durch die außen aufgebrachte Massivholzschalung. Beplankung, Dämmstofffüllung – alles passiert in der Werkshalle. Die fertigen Leichtbauwände werden dann innerhalb eines Tages regendicht auf dem Keller bzw. der Bodenplatte montiert.

Vorteile der Holzständerbauweise

  • langlebiger Baustoff Holz mit hoher Standfestigkeit und Dauerhaftigkeit
  • sehr kurze Bauzeit und sofortiger Start des Innenausbaus, daher
  • perfekte Basis für Ausbauhaus
  • preisgünstige Bauweise
  • Dämmung und Installationen werkseitig möglich

Nachteile der Holzständerbauweise

  • geringer Schallschutz durch die leichte Bauweise, zweischaliger Wandaufbau nötig
  • erhöhte Schallschutzanforderungen nur durch entkoppelte Wände möglich (keine starren
    Verbindungen)
  • eingeschränkte Veränderung in der Raumaufteilung
  • nicht werkseitig angebrachte Holzsteher können zu Wärmebrücken werden
Veronika Kober
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