Intelligentes Wohnen im Smart Home
Intelligentes Licht, das sich der Tageszeit und unseren Bedürfnissen anpasst, oder vernetzte Haushaltsgeräte, die mit uns und untereinander kommunizieren – das smarte Zuhause ist wahrlich kein Neuland mehr. Doch es gibt im Smart Home-Sektor immer wieder Innovationen – und vielleicht bald nichts mehr, was es nicht gibt.
Das Smart Home ist zum Synonym für komfortables, sparsames und intelligentes Wohnen geworden. Intelligente vernetzte Haustechnik denkt mit, nimmt Arbeit ab, senkt den Energieverbrauch im Haus bis zu einem Drittel und sorgt für mehr Komfort sowie Sicherheit. Im Kern steht dabei die Vernetzung von Haustechnik über das Internet, wodurch Geräte miteinander kommunizieren und Abläufe automatisiert werden: Draußen weht der Wind? – Die Markise fährt automatisch ein. Die Innenraumtemperatur hat den programmierten Höchstwert überschritten? – Die Rollläden schließen von selbst.
Wie verbreitet ist intelligentes Wohnen in Österreich?
In gut zwei Drittel aller österreichischen Haushalte ist laut Statistik Austria zumindest ein intelligentes System zu finden, wobei es sich dabei besonders oft um smarte Unterhaltungselektronik wie Smart-TVs, Spielkonsolen sowie Audiosysteme handelt. Deutlich weniger Menschen holen sich oben beschriebene Smart Home-Lösungen wie Energiemanagement- oder Sicherheitssysteme ins Haus. Die Zahlen schießen in diesem Bereich seit einigen Jahren aber nach oben. Deutlichen Zuwachs verzeichnen statistisch die Heizungssteuerung und Beleuchtungssysteme, die nur dann aktiv sind, wenn sie wirklich benötigt werden. So statten viele Eigenheimbesitzer ihr Haus mittlerweile mit intelligenten Heizungsthermostaten aus, die die Temperatur automatisch und Raum für Raum bedarfsgerecht regulieren, und sie installieren ein Beleuchtungskonzept, das je nach Tageszeit und Situation Farbe und Helligkeit ändert.
Smart Home: Die Trends
Vor allem die intelligenten Lautsprecher mit Sprachassistenten wie Alexa und Siri haben die Verbreitung der smarten Heimtechnik in den letzten Jahren befeuert. Noch verbreiteter und noch smarter werden dürften die automatisierten Heizungs-, Beleuchtungs- und Unterhaltungssysteme in naher Zukunft mit der Integration von KI-Technologien. Der große Unterschied zu den jetzigen Smart Home-Lösungen: Die Künstliche Intelligenz ist lernfähig und deshalb nicht an die starren „Wenn-Dann-Abfolgen“ gebunden. Mit ihrer Hilfe „lernen“ Geräte aus den Gewohnheiten der Nutzer und können sich so noch besser auf deren täglichen Abläufe und Bedürfnisse einstellen. Zum Beispiel kann eine KI-basierte Smart Home-Lösung anhand von individuellen Bewegungs- und Verhaltensmustern einschätzen, welche Raumtemperatur oder welche Lichtverhältnisse eine Person angenehm empfindet. Das ist aber erst der Anfang. Auf Basis der umfassenden Nutzerprofile der Hausbewohner, die die KI mit den gesammelten Informationen erstellt, könnte die KI dem Hausherrn theoretisch sogar von jetzt auf gleich ein Entspannungsbad einlassen, wenn sie ein erhöhtes Stresslevel vermutet, oder seinen morgendlichen Kaffee koffeinfrei zubereiten, wenn die Blutdruckwerte zu hoch sind. Die einen mag vor einem solchen hauseigenen Gesundheitsüberwachungssystem gruseln, andere wiederum, etwa gesundheitlich beeinträchtigte Personen, könnten durchaus davon profitieren, wenn sie bei Abweichungen von Normwerten frühzeitig alarmiert würden. Denkbar ist auch, dass die Künstliche Intelligenz künftig dazu eingesetzt wird, fehleranfällige Systeme wie etwa Alarmanlagen, für die meist mehrere Smart Devices wie WLAN-Kameras, Bewegungsmelder, Öffnungs- und Vibrationssensoren sowie Alarmsirenen miteinander verbunden werden, zu überwachen und Ausfälle zu verhindern.
Smart Home-Technik: Die Standards
In technischer Hinsicht ist es weder kompliziert noch aufwendig, ein Smart Home zu installieren. Probleme bereitet allerdings, dass es zwar nur selten möglich ist, sämtliche Smart Home-Geräte vom selben Hersteller zu beziehen, Smart Home-Komponenten unterschiedlicher Hersteller aber nicht ohne Weiteres miteinander vernetzt werden können. Das führt dazu, dass Nutzer für jedes einzelne Gerät eine eigene Handy-App brauchen, um die Geräte steuern zu können. Das Problem kann mit zentral bedienbaren Steuerungs-Apps wie Home Connect oder smarten Sprachassistenten, die auch als Smart Home-Hub genutzt werden können, umgangen werden, allerdings nicht, ohne dabei mitunter große Sicherheitslücken in Kauf zu nehmen. Neue Standards sollen nun aber sicherstellen, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander "sprechen" können.
Kennen Sie schon Matter?
Mehrere Tech-Größen, darunter Amazon, Apple, Google und Samsung, entwickelten zu diesem Zweck das Funkprotokoll Matter, von dem erwartet wird, dass es sich als Standard für Smart Home-Systeme durchsetzt. Es handelt sich dabei quasi um eine gemeinsame Sprache für sämtliche Produkte aller beteiligten Marken. Neben mehr Kompatibilität verspricht Matter eine vereinfachte, flexiblere Bedienung: Es braucht nur eine einzige App, auf die das Apple-Smartphone von Person A genauso zugreifen kann wie das Android-Tablet von Person B – auch gleichzeitig. Vor allem aber bedeutet Matter höhere, einheitliche Sicherheitsstandards. Es kommt ohne Cloudanbindung aus, mit der große Sicherheitsbedenken verbunden sind, und überträgt Befehle direkt von Gerät zu Gerät – ohne Umweg über einen externen Server. Damit ein Hersteller seine Geräte als Matter-kompatibel anbieten kann, sind bestimmte Mindeststandards vorgeschrieben, was die Verschlüsselung und Abhörsicherheit angeht. Ein wichtiger Schritt, denn schließlich vertrauen Nutzer ihrem Smart Home immer mehr persönliche Daten an. Nutzer haben es letztlich jedoch selbst in der Hand, das Sicherheitspotenzial der verwendeten Geräte und Anwendungen auch wirklich auszuschöpfen. Ganz wichtig: Software immer up to date halten!
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