Ein verschneites Holzhaus steht ruhig auf einem Hügel umgeben von schneebedeckten Bäumen und klarem blauem Himmel

Ein verschneites Holzhaus steht ruhig auf einem Hügel umgeben von schneebedeckten Bäumen und klarem blauem Himmel © Fedor Selivanov

Kosten und Nutzen ökologischer Gebäude

Durch die Einbeziehung von Qualitätsparametern in den Gebäudevergleich wurde eine Argumentationsgrundlage für die Errichtung qualitativ hochwertiger Bauten geschaffen. Ein Beitrag, Akzeptanz, Transparenz und Verbreitung der Gebäudebewertung zu erhöhen.

Das Kosten-Nutzen-Tool ermöglicht eine systematische Gegenüberstellung der Kosten und des Nutzens von Gebäuden. Herangezogen werden eine Nachhaltigkeitsbewertung, der Wohnnutzen auf Basis der Bedürfnispyramide, der Nutzenbewertung (direkter vs. indirekter Nutzen).

Nachhaltigkeitsbewertung

Gebäude anhand ihrer Errichtungskosten zu vergleichen ist einfach. Nimmt man die Kosten über die Nutzungsperiode – also beispielsweise Kosten für Heizung, Warmwasser, Wartung etc. – in die Beurteilung hinzu, wird der Vergleich verschiedener Gebäude bereits deutlich aussagekräftiger. Dennoch bleiben wesentliche Parameter wie Komfort, Behaglichkeit, Versorgungssicherheit oder Schadstoffbelastungen ausgeblendet. Diese Parameter beeinflussen jedoch die Qualität eines Gebäudes wesentlich, sodass jeder Gebäudevergleich ohne ihre Berücksichtigung wenig Aussagekraft besitzt. Ziel des von der ÖGUT durchgeführten Projekts "Kosten-Nutzen-Tool" war es daher, ein Instrument zu entwickeln, das den systematischen Vergleich der Kosten und des Nutzens von Gebäuden erlaubt.

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Wohnnutzen-Pyramide

Wohnnutzen ist zutiefst von individuellen Vorlieben geprägt. Während für die einen eine zentrale Lage der Wohnung mit kurzen Wegen zu Geschäften, Schulen und Restaurants wichtig ist, zählen für die anderen geringe Beeinträchtigungen durch Außenlärm. Für manche mag die Tageslichtversorgung von großer Bedeutung sein, während andere besonderen Wert auf die Sommertauglichkeit legen. Die Kosten bzw. die Leistbarkeit sind gewöhnlich der limitierende Faktor und zwingen zu Entweder/Oder-Erwägungen.

Direkter vs. indirekter Nutzen

Durch die Kombination der beiden Bewertungsansätze, den objektiven und den subjektiven, wird ein Beitrag dazu geleistet, den Konflikt zwischen Kriterien mit direktem Nutzen (wirken sich direkt positiv auf den Bewohner aus) und Kriterien mit indirektem Nutzen (wirken sich gesamtgesellschaftlich positiv aus) zu entschärfen.

Die Langfassung des Artikels zum Download

Dipl.-Ing. Susanne Supper
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