Mann mit dicken Arbeitshandschuhen schneidet mit Stanleymesser Glaswolle zur Dämmung

Mann mit dicken Arbeitshandschuhen schneidet mit Stanleymesser Glaswolle zur Dämmung © Kzenon/stock.adobe.com

Dämmwirkung von Holz ein Drittel besser als angenommen

Die Dämmeigenschaften von Holz waren jahrzehntelang unterbewertet. Das konnten die Teilnehmer an einem Forschungsprojekt beweisen. Der Lambda-Wert von Holz wurde daraufhin um ein Drittel nach unten korrigiert.

"HolzAUFbau 2020+", ein Forschungsprojekt der Salzburgs Holzbau-Meister gemeinsam mit Holzcluster Salzburg hat über zwei Jahre hinweg den tatsächlichen Heizenergiebedarf von Holzbauten untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass die tatsächliche Dämmqualität von Holz deutlich über den bisher angenommenen Normwerten liegt. Bereits im Juli 2016 wurden die im Zuge der Studie eruierten Werte im Salzburger Bautechnikgesetz verankert.

Hinweise und Tipps

Der λ-Wert (Lambda) dient als Basis für die Ermittlung des U-Wertes und sagt entsprechend viel über die thermischen Eigenschaften von Bauteilen aus. Je niedriger der Wert, desto besser das Dämmverhalten.

Aus 0,135 wurde 0,10

Der alte λ-Wert betrug 0,135, der neue gemessene λ-Wert 0,094 – im Gesetz wurde er mit 0,10 verankert. "Damit übernimmt Salzburg im Holzbau eine europaweite Vorreiterstellung bei der Anerkennung der Dämmeigenschaften von Holz", freute sich Bundesinnungsmeister Hermann Atzmüller. Die Entwicklungen der letzten Jahre im Holzbau sprechen für sich: Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre ein Hochhaus aus Holz undenkbar gewesen, heute werden immer höhere Holzhäuser gebaut. Neue Technologien und Produkte machen neue Dimensionen möglich.

Veronika Kober
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