Österreichischer Staatspreis Holzbau 2026: Die Gewinner
Aus 41 nominierten Holzbauprojekten kürte eine Fachjury drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen. Die Preise gingen unter anderem nach Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Hier alle Details.
"Die mit dem Staatspreis Holzbau prämierten Bauten verdeutlichen auf vorbildhafte Weise das Potenzial des modernen Holzbaus: Sie verbinden hohe architektonische Qualität mit dem ökologischen, ressourcenschonenden und innovativen Einsatz von Holz. Ihre geografische Streuung von West bis Ost zeigt: Das Wissen um den Holzbau und die Wertschätzung für diesen Werkstoff sind längst in ganz Österreich angekommen.“ Die internationale Fachjury bestehend aus den Architektinnen und Professorinnen Nicole Berganski und Annette Hafner sowie dem Tragwerksplaner Pirmin Jung zeigt sich begeistert über die nominierten und ausgezeichneten Holzbauprojekte in unserem Land.
Für die erste Ausgabe des Staatspreis Holzbau waren insgesamt 41 Projekte aus ganz Österreich nominiert. (Wohnnet hat hier berichtet.) Die Nominierten ergaben sich aus den Preisträgerinnen und Preisträgern der Holzbaupreise, die in den Jahren 2023 bis 2025 in allen neun Bundesländern vergeben wurden.
Bei der Auswahl der Gewinnerprojekte standen die Kriterien architektonische und gestalterische Qualität, materialgerechter und innovativer Umgang mit Holz, ressourceneffizienter Materialeinsatz sowie Beitrag zur CO2-Reduktion und Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt.
3 Hauptpreise, 2 Anerkennungen, 1 Sonderpreis
Die Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld im niederösterreichischen Ernstbrunn, die Aufstockung der HTL Bau und Design in Innsbruck und das Rathaus Hohenems belegten die ersten drei Plätze beim Staatspreis für Architektur. Anerkennungen gingen an das Ronald McDonald Haus in Salzburg Stadt und die Schulen Hittisau in Vorarlberg.
Zwei der ausgezeichneten Projekte, die Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld (Erweiterung) und das Rathaus Hohenems sind zudem für den WoodPoP Dara Award nominiert, der im Herbst 2026 vergeben wird und herausragende Holzbauleistungen auf europäischer Ebene würdigt.
Innovationspreis für Ideen rund um den Baustoff Holz
Im Rahmen des Staatspreises wurde auch erstmals der Innovationspreis Holz vergeben. Gesucht waren Ideen und Konzepte, die das Potenzial von Holz als zukunftsfähiges, klimagerechtes sowie technisch und gestalterisch vielseitiges Material sichtbar machen. Im Fokus standen Ansätze zur stofflich-mechanischen Nutzung von Holz mit hohem Marktpotenzial.
Ausgezeichnet wurden:
- JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH/Institut MATERIALS: elektrisch leitende Holzoberflächen durch Atmosphärendruck-Plasma (1. Preis)
- Wood Vision Lab mit dem Fokus auf Laubholz als Hochleistungsmaterial (2.Preis)
- Rubner Holzindustrie GmbH, Rubner Holzbau GmbH, Nordpan GmbH und Holzforschung Austria zu einem zweiten Lebenszyklus in der Holzverwertung (3. Preis)
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