Gießkanne bewässert blühende weiße Gänseblümchen in einem grünen Garten.

Gießkanne bewässert blühende weiße Gänseblümchen in einem grünen Garten. © Alexander Raths/shutterstock.com

So gießen Sie Ihre Pflanzen richtig

Wer kennt es nicht: Trotz regelmäßigen Gießens welken die Pflanzen oder zeigen gelbe Blätter. Die richtige Bewässerung ist eine Kunst für sich - aber mit unseren Profi-Tipps gelingt sie garantiert.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens - das gilt ganz besonders für unsere Gartenpflanzen. Doch beim Gießen lauern viele Fallstricke: Zu viel oder zu wenig Wasser, falsche Zeitpunkte oder ungeeignete Methoden können unseren grünen Lieblingen mehr schaden als nutzen. Besonders in Zeiten zunehmender Hitzeperioden und knapper werdender Wasserressourcen ist es wichtig, effizient und nachhaltig zu bewässern. Mit den richtigen Techniken sparen Sie nicht nur wertvolles Wasser, sondern sorgen auch für vitale und widerstandsfähige Pflanzen.

Hinweise und Tipps

Tipp: Nutzen Sie den Finger-Test

Stecken Sie Ihren Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Ist sie in dieser Tiefe noch feucht, können Sie mit dem Gießen noch warten. Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit für die nächste Bewässerung.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen?

Die frühen Morgenstunden sind ideal für die Bewässerung Ihres Gartens. Zu diesem Zeitpunkt kann das Wasser optimal von den Pflanzen aufgenommen werden, bevor die Mittagshitze einsetzt. Das Gießen am Abend ist zwar auch möglich, birgt aber das Risiko von Pilzerkrankungen, da die Pflanzen über Nacht nicht ausreichend abtrocknen können. An besonders heißen Tagen sollten Sie das Gießen während der prallen Mittagssonne unbedingt vermeiden - die Wassertropfen können wie Brenngläser wirken und zu Verbrennungen an den Blättern führen.

Wie viel Wasser brauchen die verschiedenen Pflanzen?

Die Wassermenge richtet sich nach Größe, Art und Standort der Pflanze. Kleine Stauden und Sommerblumen benötigen etwa eine Gießkanne (ca. 10 Liter) pro Quadratmeter und Tag. Größere Gehölze und Sträucher kommen mit einer wöchentlichen, dafür aber großzügigeren Bewässerung von 20-30 Litern aus. Neu gepflanzte Gewächse brauchen in den ersten Wochen besondere Aufmerksamkeit und sollten häufiger, dafür aber mit geringeren Mengen gegossen werden. Große Bäume benötigen etwa 100 bis 150 Liter einmal pro Woche - hier lohnt sich die Installation eines Bewässerungssacks.

Wie gießt man Topfpflanzen richtig?

Pflanzen in Gefäßen benötigen besondere Aufmerksamkeit, da sie nur begrenzten Zugang zu Wasser haben. Der Wasserbedarf ist hier deutlich höher als bei Gartenpflanzen und kann an heißen Sommertagen bis zu zweimal täglich Gießen erforderlich machen. Wichtig ist die Wahl des richtigen Substrats - es sollte wasserspeichernd sein, aber auch eine gute Drainage gewährleisten. Hilfreich sind auch wasserspeichernde Granulate, die dem Substrat beigemischt werden können. Achten Sie bei Topfpflanzen besonders darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann, um Staunässe zu vermeiden.

Hinweise und Tipps

Tipp: Mulchen spart Wasser

Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht aus Rindenmaterial oder Grasschnitt reduziert die Verdunstung erheblich. So bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden und Sie müssen seltener gießen. Ein weiterer Vorteil: Das Unkraut hat es schwerer durchzukommen.

Wie erkennt man, ob man zu viel oder zu wenig gießt?

Die Symptome von Über- und Unterwässerung können täuschend ähnlich aussehen: In beiden Fällen welken die Blätter und verfärben sich gelb oder braun. Ein wichtiger Unterschied: Bei zu viel Wasser fühlt sich die Erde dauerhaft matschig an und es kann sich Schimmel bilden. Bei Wassermangel ist die Erde hingegen staubtrocken und kann Risse aufweisen. Im Zweifelsfall ist es besser, seltener, dafür aber durchdringend zu gießen - das fördert ein tiefes Wurzelwachstum und macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit.

Welche Bewässerungsmethode ist am effektivsten?

Für große Gartenflächen empfiehlt sich die Installation eines automatischen Bewässerungssystems. Tröpfchenbewässerung ist dabei besonders wassersparend, da sie das Wasser gezielt an die Wurzeln bringt und Verdunstungsverluste minimiert. Für Gemüsebeete und Staudenrabatten eignen sich auch Perlschläuche, die unter einer Mulchschicht verlegt werden. Bei der klassischen Bewässerung mit Gießkanne oder Schlauch sollten Sie darauf achten, bodennah zu gießen und die Blätter möglichst trocken zu lassen. Ein Regner sollte nur in den frühen Morgenstunden eingesetzt werden, um die Verdunstungsverluste gering zu halten.

Redaktion
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