Terrassenboden mit gesprungenen Keramikfliesen und kaputten Fugen

Terrassenboden mit gesprungenen Keramikfliesen und kaputten Fugen © Marcin Mucharski/stock.adobe.com

Kaputte Terrassenfliesen selbst renovieren: So geht's

Terrassenbeläge halten nicht ewig. Nach ein paar Jahrzehnten sieht auch der am besten gepflegte Boden nicht mehr ganz so schön aus und muss an der ein oder anderen Stelle repariert werden. Die Frage, die sich dann stellt: reparieren oder erneuern?

Fliesen im Außenbereich werden aufgrund von Hitze, Frost, Wind und Regen anfällig für Risse oder Löcher, werden lose oder springen. Ein bis zweimal im Jahr sollten Sie Ihre Terrasse deshalb auf Schäden untersuchen. Stellen Sie dabei fest, dass nur ein kleiner Bereich betroffen ist, kann der Schaden oft gut saniert werden. Am besten geschieht das noch vor dem nächsten Winter. So verhindern Sie, dass über Risse oder Löcher Wasser in den Untergrund eindringt, gefriert und so von unten weitere Stücke aus der Fliese heraussprengt. Für den Fliesentausch oder die Fliesenreparatur braucht es nicht viel.

Terrasse reparieren oder komplett erneuern?

Eine Komplettsanierung ist immer dann notwendig, wenn die Terrasse stark beschädigt ist, zum Beispiel, wenn die Konstruktion nicht mehr intakt ist. Sind nur einzelne Fliesen kaputt, können diese entfernt und ausgetauscht werden. Idealerweise haben Sie noch Restbestände Ihrer Terrassenfliesen im Keller. Kleineren Haarrisse oder Kratzer können Sie mit einem speziellen Reparaturharz auffüllen und versiegeln.

Hinweise und Tipps

  • Fliesen
  • Fugenmörtel
  • Terrassenabdichtung
  • Mini-Bohrer
  • Hammer
  • Meißel
  • Klebeband
  • Fliesenkleber
  • Fliesenkreuze
  • Schwammbrett
  • Gummiwischer
  • (Zahn-)Spachtel

So funktioniert der Fliesentausch

Besorgen Sie sich einen guten Fliesenkleber mit elastischem Additiv. Dieser sorgt dafür, dass keine Hohlräume entstehen und temperaturbedingte Spannungen oder Untergrundspannungen ausgeglichen werden. Für den Außenbereich sollten Sie zusätzlich zu einem für den Außenbereich geeigneten Fugenmörtel zurückgreifen, um Untergrundbewegungen und Unebenheiten auszugleichen.

Schritt 1: Kaputte Terrassenfliese entfernen

Entfernen Sie zuerst die kaputten Fliesen. Sie können dafür einen Mini-Bohrer mit Diamant-Fräskopf verwenden. Die Fliese lässt sich jetzt leicht mit einem Hammer und einem Meißel entfernen, ohne andere Fliesen zu beschädigen. Setzen Sie den Meißel im 45 Grad-Winkel an. Befreien Sie nun den Untergrund von Kleberresten und bereiten Sie diesen mittels Terrassen- oder Balkonabdichtung vor. Die angrenzenden Fliesen schützen Sie mit einem Klebeband.

Schritt 2: Neue Terrassenfliesen einkleben

Nun geht es ans Einkleben der neuen Fliese. Rühren Sie dafür ein wenig Fliesenkleber an und verteilen Sie diesen auf der Fläche. Mit einem Zahnspachtel wird der Kleber "durchgekämmt", die Fliese eingesetzt, an die richtige Stelle positioniert und angedrückt. Als Abstandhalter können Fliesenkreuze verwendet werden. Sie halten die Fliesen an Ort und Stelle, bis der Kleber getrocknet ist. Entfernen Sie anschließend das Klebeband von den Nachbarfliesen und lassen Sie den Kleber 24 Stunden lang trocknen.

Schritt 3: Terrassenfliesen verfugen

Ist der Kleber getrocknet, kann verfugt werden. Kaufen Sie unbedingt einen frost- und wasserfesten Fugenmörtel. Er wird angerührt und dann entlang des Fugenverlaufs mit einer Spachtel eingearbeitet. Füllen Sie alle Fugen gleichmäßig auf und ziehen Sie anschließend mit einem Gummiwischer die Reste ab.

Schritt 4: Feinschliff

Zuletzt machen Sie den Wischtest, indem Sie nach rund 15 Minuten mit Ihrer Hand über die neue Fliese wischen. Sollte der Mörtel bereits trocken sein und staubig, können Sie parallel verlaufend zur Fuge mit einem Schwammbrett die Fliese abwaschen.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Wollen Sie den Terrassenboden überfliesen, müssen die alten Fliesen noch fest sitzen und der Untergrund fett-, riss-, staubfrei und trocken sein.

Auch möglich: Fliese auf Fliese verlegen

Alternativ kann auch ein neuer Fliesenbelag über den alten gelegt werden. Sie müssen dabei sicher gehen, dass der Untergrund absolut wasserdicht ist, damit die neuen Fliesen beim nächsten Frost nicht gefrieren. Durch die Niveauanhebung beim Überfliesen besteht zudem die Gefahr, dass das Regenwasser vor der Schwelle nicht mehr richtig abfließt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie vor der Terrassentür eine Drainage verlegen.

Redaktion
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