Michael Klien vom Wifo steht vor einer Beamer-Leinwand, darauf zu lesen der Titel seines Vortrags "Baukonjunktur 24/25: Trendwende in Sicht?"

Schwierige Konjunkturprognose: Ökonom Michael Klien vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) © FmR

Forum Rohstoffe: Konjunkturprognose für Bausektor

Kommt 2024 die Trendwende am Bausektor? Wie können die Rohstoffgewinnung und Baustofferzeugung in Zukunft nachhaltig gestaltet werden? Mit diesen und vielen weiteren brennenden Themen beschäftigten sich die Experten-Vorträge bei der diesjährigen Infoveranstaltung des Forums Rohstoffe.

Michael Klien vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ging in seinem Vortrag der Frage nach, die wohl alle in der Baubranche am meisten beschäftigt: Wann kommt der Aufschwung? Aktuell befindet sich die Bauwirtschaft im Sinkflug, was besondern den Wohnbau hart trifft. Auch das Baukonjunkturprogramm der Regierung wird keine Trendwende einläuten. Laut Michael Klien sei deshalb noch bis mindestens 2025/2026 mit einer negativen Entwicklung der Wohnungsneubaubewilligungen zu rechnen. Die Auftragslage sei im Vergleich zum Jahr 2022 in allen EU-Ländern schlechter, in Österreich aber halte der Abwärtstrend weiter an. „Der Arbeitskräftemangel ist inzwischen vom Auftragsmangel abgelöst worden“, resümiert Klien. Die Datenlage spreche aber immerhin für eine Stabilisierung in den nächsten zwei Jahren.

Nachhaltigkeit Top-Thema in der Rohstoffbranche

Fünf weitere Experten beschäftigten sich in Ihren Vorträgen mit den für die Rohstoffbranche so wichtigen und aktuellen Themen wie regionale Versorgungsketten, Umweltproduktdeklaration, klimaschonende Herstellungsprozesse und Kreislaufwirtschaft. Überraschende Erkenntnisse präsentierte Sophia Astner. Die Absolventin der TU Wien fand im Rahmen Ihrer Diplomarbeit heraus, dass der CO₂-Fußabdruck von rezyklierten Gesteinskörnungen im Vergleich zu natürlichen Gesteinskörnungen um ca. 1,5 Prozent größer ist. Die Verwendung von natürlichen Gesteinskörnungen für den Straßenbau sei somit die umweltverträglichere Variante. Grund dafür sei der höhere Zementgehalt im Recyclingverfahren.

Redaktion
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