junges Paar sitzt vor seinem Retrocampingbus im Sonnenuntergang auf einem Campingplatz. Hinter dem Camper stehen zwei Fahrräder, im Hintergrund ein weiteres Wohnmobil.

junges Paar sitzt vor seinem Retrocampingbus im Sonnenuntergang auf einem Campingplatz. Hinter dem Camper stehen zwei Fahrräder, im Hintergrund ein weiteres Wohnmobil. © Blake Wisz/unsplash.com

Urlaub im Wohnmobil: Tipps für Anfänger

Urlaub mit dem Campingbus oder Wohnmobil, dabei aber noch komplett unerfahren? Wir haben die wichtigsten Fakten und hilfreiche Tipps für Ihren ersten Urlaub auf vier Rädern.

Heuer erstmals kein Hotel und kein Pauschalurlaub? Sie möchten vielmehr flexibel reisen und sich Ihre Urlaubstage so einteilen, wie es für Sie passt? Dann wäre ein Urlaub im Wohnmobil vielleicht das Richtige für Sie. Hier die wichtigsten Tipps für Anfänger.

Wohnmobil kaufen oder ausleihen?

Wer nicht selbst Besitzer eines Wohnwagens oder Wohnmobils ist, kann sich ein solches Gefährt natürlich ausleihen. Oft verleihen sogar Leute aus dem Bekanntenkreis ihre Fahrzeuge, um diese über das Jahr gerechnet besser auszulasten. Man vereinbart einen gewissen Betrag als Taggeld und beispielsweise noch für jeden gefahrenen Kilometer eine bestimmte Pauschale. Um nicht jeden Tag in teuren Restaurants essen gehen zu müssen, kann man sich mit Lebensmittelvorräten ausstatten. Sie bieten eine gute Ergänzung zu frischem Gemüse und anderen frischen Lebensmitteln. Diverse Soßen für Nudelgerichte können schon vorgekocht und entsprechend konserviert werden. Natürlich ist bei der Wahl der Lebensmittel auch zu bedenken, ob ein Kühlschrank oder zumindest gute Kühltaschen zur Verfügung stehen.

Was gehört zu einer guten Reiseplanung?

Bei der Auswahl des Reisezieles und Campingplatzes hilft ein "Campingführer", den Sie beim ÖAMTC, dem ARBÖ oder im Buchhandel erhalten. Eine genaue Analyse der Campingplätze, die für Sie infrage kommen, erspart Ärger und lässt eine genauere Zeit- und Urlaubsplanung zu.

Ist Campen wirklich billiger?

Aus Spargründen brauchen Sie nicht zu campen! Summiert man die Kosten für Sprit, für den Stellplatz, die kulinarische Versorgung und evtl. Leihgebühren für das Kfz, übersteigen die Ausgaben recht rasch jene für einen mittelklassigen Hotelaufenthalt.

Lassen Sie auch die Kosten für das Ganze nicht außer Acht! Je nach Reisesaison und von Campingplatz zu Campingplatz variieren die Preise für Stellplätze nämlich mitunter stark. Je nach finanzieller Situation ist also eine kurze Überschlagsrechnung anzuraten, ob und wie oft man sich Ausgaben außerhalb des gemieteten Stellplatzes leisten kann und möchte.

Profitipps für Ihren Urlaub im Wohnmobil

Wird es im Urlaub warm oder kalt? Ob Sie Ihre Reise in südliche Gefilde oder lieber in den Norden auslegen, bleibt natürlich gänzlich Ihnen überlassen. Wichtig bei der Entscheidung ist lediglich die Ausrüstung, die Sie je nach Urlaubsziel bei sich haben sollten. So wird ein Campingurlaub in Schweden andere Vorkehrungen verlangen als etwa sieben Tage an der Adria. Man denke hier nur an mobile Heizungsvorrichtungen.

Haben Sie alles für einen sicheren Stand Ihres Campers? Oft sind Stellplätze abschüssig oder einfach nicht eben. Das Wohnmobil sollte immer mit Unterlegkeilen gegen Abrollen gesichert werden. Sollten Sie keine Keile besitzen, oder Sie vergessen haben, reichen auch große, schwere Steine zum Sichern.

Wollen Sie am Urlaubsort mobil sein? Abends in das Städtchen rein und ein bisschen bummeln, lokale Spezialitäten in einem Restaurant genießen oder sich einfach die Gegend abseits des Strandabschnittes anschauen – für Viele gehört das ganz klar zum Urlaub dazu. Damit Sie Ihre Ausflüge nicht zu Fuß absolvieren müssen, oder sich gar in ein zu bezahlendes Taxi oder öffentliches Verkehrsmittel setzen müssen, empfehlen wir die Mitnahme von Fahrrädern. Aber Achtung! In einigen Nachbarländern gibt es Sondervorschriften über die Kennzeichnung von Fahrrädern und anderer Ladung, die außen am Fahrzeug angebracht wird! Ein kurzer Anruf beim ÖAMTC oder eine kurze Recherche im Internet gibt Klarheit!

Packliste: Was müssen wir alles mitnehmen?
Papiere & Dokumente Personalausweis oder Pass, Führerschein, Versicherungskarte, Nachweis über Auslandskrankenschutz, Kreditkarte, Mitgliedskarte für Autofahrerclub, Vignette (rechtzeitig kaufen nicht vergessen!)
Medikamente, Reiseapotheke Insektenschutzmittel, Mückensprays, Desinfektionsmittel, regelmäßig einzunehmende Medikamente, Medizin gegen Übelkeit, evt. Aktivkohle
Hygieneartikel Produkte Ihres täglichen Bedarfs, Toilettenpapier, evt. Feuchttücher, Sonnenschutz!
Haushaltsartikel Taschenmesser, Schere, Kerzen, Feuerzeug/Streichhözer, Taschenlampe, Outdoor-Lampe, Ersatzbatterien, Geschirrspülmittel, Spülzubehör, Handwaschmittel, Müllbeutel, Wäscheleine, Gießkanne (fürs Zwischendurch-Auffüllen des Tanks), Gewebeband, Küchenrolle
Küche/Kochen Koch- und Essgeschirr, Besteck, Korkenzieher, Flaschen- und Dosenöffner, Schneidebrett, Spülschüssel
Für draußen Campingtisch und -stühle, Grill & Grillzubehör, Luftmatratze, Arbeitshandschuhe, Strandmatten
Nahrung Grundnahrungsmittel (Nudeln, Reis, Teigwaren, Gewürze, Essig, Öl) und Konserven, Wasser, andere Getränke, Snacks
Elektronik Smartphone, Ladegeräte, Kamera, CEE-Stromkabel, Adapter, Kabeltrommel
Textilien/Kleidung Bettwäsche, Decken, Kissen, Handtücher, Spannbetttücher oder Leintücher, bequeme, leichte Kleidung, warme Jacken oder Pullis für Abend, Regenkleidung, etc.
Kfz Extrakanister Motoröl, Kühlwasser, evtl. Reserverad, Warnschutzwesten (Achtung: Vorschriften im Zielland beachten!)
Veronika Kober
Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten

Meistgeklickt auf wohnnet.at

Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.

Inspiration & Information

Melden Sie sich gleich hier für unseren Newsletter an!

© 2026 wohnnet.at - Heise RegioConcept GmbH & Co. KG