Dampfbad für zuhause? Sehr gute Idee!
Ein eigenes Dampfbad - für viele ist das der Inbegriff von Wellness und Entspannung in den eigenen vier Wänden. Erfahren Sie hier alles Wichtige zu Kosten, Einbau und Betrieb einer privaten Dampfkabine, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Anders als in der Sauna mit Temperaturen von bis zu 80 °C herrschen im Dampfbad mildere Temperaturen von 40 bis 55 °C. Dafür liegt die Luftfeuchtigkeit aber bei 100 Prozent. Diese Kombination macht das Dampfbaden besonders verträglich und angenehm. Die Installation erfolgt meist direkt im Badezimmer als Multifunktionsdusche mit spezieller Dampffunktion. Oder als eigener Raum neben dem Bad oder im Keller.
Welche Arten von Dampfbädern gibt es?
Für den Heimgebrauch eignen sich das römische Dampfbad Caldarium mit 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 40 und 50 °C und das Tepidarium mit etwas niedrigeren Temperaturen von 38 bis 40 °C.
Andere Varianten wie der türkische Hammam oder das russische Banja benötigen viel mehr Platz und sind daher für eine Heiminstallation kaum geeignet. Es sei denn, Sie planen ein ganzes Stockwerk für Ihr Dampfbad ein.
Welche baulichen Voraussetzungen müssen fürs Dampfbad gegeben sein?
Ein Dampfbad lässt sich überall dort einbauen, wo ein Wasseranschluss mit Dusche und Strom vorhanden sind. Im Grunde handelt es sich beim Dampfbad ja um nichts anderes, als eine sehr große Multifunktionsdusche mit Dampffunktion.
Der Raum für Ihr Heim-Dampfbad sollte mindestens zwei mal zwei Meter groß sein, so können zwei Personen gemütlich Platz nehmen. Für vier Personen sollten Sie vier bis sechs Quadratmeter einplanen. Es gibt auch kompakte Dampfbad- und sogar Hammam-Kabinen im Handel. Diese brauchen noch weniger Platz. Der Boden sollte auf jeden Fall eben und tragfähig sein und der Platz zwischen Kabinendecke und der Raumdecke sollte zumindest 12 bis 15 cm betragen, damit die Dampftechnik untergebracht werden kann.
Wie funktioniert ein Dampfbad?
Herzstück der Anlage ist der sogenannte Dampfgenerator. Er erhitzt das Wasser in einem Edelstahltank auf etwa 100 Grad, bis es verdampft. Der heiße Wasserdampf, der dabei entsteht, wird über eine oder mehrere Dampfdüsen in den geschlossenen Dampfbad-Raum bzw. die Kabine geleitet. Der Generator benötigt für seine Arbeit Strom und kaltes Wasser (Wasseranschluss!). Ein Belüftungssystem sorgt für den Abtransport des verbrauchten Dampfes.
Ist Dampfbaden gesund?
Ja! Regelmäßige Dampfbäder können sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken. Der Wechsel zwischen Wärme und Abkühlung stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung. Im Dampfbad herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 Prozent, und das bei verhältnismäßig moderaten Temperaturen zwischen 40 und 48 °C. Die warme, feuchte Luft umhüllt den Körper, die Poren öffnen sich, die Durchblutung wird angeregt und die Atemwege werden befeuchtet und gereinigt. Die angenehme Kombi aus Wärme und Wasserdampf löst außerdem Muskelverspannungen. Die feuchte Wärme löst Verspannungen, reinigt die Haut und befeuchtet die Atemwege. Besonders wohltuend ist ein Dampfbad auch für Menschen mit Atemwegsproblemen oder Rheuma. Mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Rosmarin oder Lavendel können Sie die positive Wirkung des Dampfes verstärken.
Welche Regeln sind beim Dampfbaden einzuhalten?
- Um die positiven Auswirkungen eines Dampfbades optimal zu nutzen, sollten Sie unbedingt ein paar Grundregeln beachten.
- Bleiben Sie nicht länger als zehn bis maximal 20 Minuten pro Durchgang im Dampfbad. Sie können bis zu drei Durchgänge hintereinander machen, planen Sie aber genug Ruhephase (mindestens 30 Minuten) zwischen den Durchgängen ein.
- Sobald Sie sich nicht gut fühlen, oder Ihnen schwindlig wird, verlassen Sie die Kabine!
- Nach dem Dampfbadgang sollten Sie sich nicht zu schnell abkühlen, das belastet den Kreislauf zu stark. Kühlen Sie sich langsam herunter, etwa gut eingemummelt in ein Handtuch in einem kühleren Raum oder mit einer lauwarmen Dusche.
- Nach dem Dampfbad planen Sie unbedingt eine Entspannungsphase ein.
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