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Glasklare Aussichten aus der Dusche

Was sind die Vor- und Nachteile einer Dusche aus Glas, mit welchen Kosten müssen Sie rechnen und für welche Badezimmer eignet sie sich überhaupt? Wir sorgen für Durchblick in punkto Ganzglasdusche!

Glas liegt im Trend. Und das aus guten Gründen: Neben der gestalterischen Attraktivität besticht der Werkstoff durch viele bauphysikalische Vorteile. Sie möchten Räume aufhellen und optisch vergrößern oder die Energiebilanz Ihres Hauses aufbessern? Die Vorteile von Glas sind so klar, wie das Material selbst. Folgend finden Sie einen Überblick über die „glasgeschneiderten“ Produktlösungen von Internorm.
 

Glas ist eines der wichtigsten Trendmaterialien im Innenausbau. Als transparente Trennwand zwischen Hauseingangs- und Wohnbereich oder als Küchenarbeitsplatte konnte es in den letzten Jahren viele Fans gewinnen. Woher die wiederentdeckte Liebe zum Glas kommt? Zum einen punktet Glas sicherlich mit seiner gestalterischen Attraktivität, es schafft Struktur ohne zu beschweren, andererseits überzeugen seine bauphysikalischen Vorteile. All diese Vorzüge kann man sich auch im Bad zunutze machen - zum Beispiel in Form einer hochwertigen Ganzglasdusche!

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Ganzglas-Design. Mit oder ohne Dekor

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Ganzglasduschen um Duschkabinen aus (Echt-)Glas. Es muss allerdings keineswegs komplett durchsichtiges Glas verwendet werden. Ornamentierte oder satinierte Gläser (=Mattglas), Scheiben mit Sandstrahlmotiven, Siebdruckmotiven oder Fotodigitaldruck lassen die Dusche geschlossener wirken und sorgen für einen stilvollen Akzent in Ihrem Badezimmer. Fotodrucke auf Glasrückwänden können kahle Wände oder Fliesen ersetzen. Besonders beliebt ist aktuell die Kombi aus kühlem, glattem Glas mit Naturmaterialien wie Holz, Kork, Marmor oder einem Edelmetall. Die aktuellsten Designs für's Bad finden Sie hier.

Glasdusche: Ja oder nein?

Glasklares Ja! Sie möchten Ihr Bad aufhellen? Es optisch vergrößern? Oder Ihr Bad barrierefrei machen? Die Ganzglasdusche kann das alles. Sie ist eine komfortable, sichere sowie optisch ansprechende Lösung und verbannt den unliebsamen Duschvorhang und die nicht ganz dichte Badewannenfaltwand endlich aus dem Bad. Oben drauf ist die Glasdusche hygienischer. Schimmel hat kaum noch eine Chance, da im Vergleich zu einer Badewanne mit Duschwand weniger Fugen und Dichtungen notwendig sind. Gegenüber Kunststoff-Modellen hat die Dusche aus Echtglas außerdem den Vorteil vielseitiger Gestaltungsmöglichkeiten und ihrer längeren Lebensdauer.

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High Performance-Material verhindert Glasbruch

Für die Ganzglas-Komplettlösungen wird unempfindliches Kunstglas, aber vor allem Einscheibensicherheitsglas (ESG) verwendet, das eine vier- bis fünfmal höhere Biegefestigkeit als normales Glas aufweist. Darüber hinaus hält es auch raschem Temperaturwechsel und dem Druck der oftmals kleinen Beschläge stand. ESG wird einer speziellen thermischen Behandlung unterzogen. Bei diesem sogenannten "Vorspannen" wird eine Glasscheibe kontrolliert auf ca. 620 °C erhitzt und anschließend mit Kaltluft abgeblasen. Im Glas entstehen so Regionen verschiedener Spannung, das Resultat sind hohe Stoßfestigkeit und Beständigkeit. Im Falle des Falles zerbricht das Glas in Kleinteile, es gibt keine großen Scherben. Das Bruchrisiko bei Echtglasduschen ist aber sehr gering und damit nichts, das einem Sorge bereiten müsste. Geplant und gebaut werden Ganzglasduschen nach ÖNORM B 3719, die die Anforderungen an Stabilität, Hygiene und Reinigung vorgibt.

Hohe Kosten und andere Nachteile

Einige wenige Nachteile der Ganzglasdusche gibt es: Hier wären zum einen die im Vergleich höheren Anschaffungskosten sowie die aufwendigere Montage zu nennen. Der Preis richtet sich nach Größe, Qualität und der Ausführung. Für eine hochwertige Ganzglasdusche nach Maß muss natürlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Fertige Einbauvarianten (z. B. von Bernstein) sind ab ca. 300 Euro erhältlich. Individuell angefertigte Glasduschen (z. B. bei einer Glaserei in Auftrag gegeben) belaufen sich inklusive Montage auf 2.000 Euro aufwärts.

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Badewannen-Kombi oder Walk-In

Dank des hochwertigen Sicherheitsglases können Duschen individuell an das Bad angepasst werden und laufen jenen aus Kunststoff in dieser Frage sogar den Rang ab. Umgesetzt werden können Ganzglasduschen mit Schiebetüren, Nischenduschen, Eckduschen oder sie werden mit der Badewanne kombiniert. Außerdem realisierbar sind gläserne Fünfeckduschen, U-Duschen oder Rundduschen. Die Anzahl und Ausführung der Fixteile und Türelemente sind variabel - je nach individuellen Bedürfnissen und örtlichen Gegebenheiten. Türelemente werden als Dreh-, Pendel- oder Schiebetüren realisiert. Topmodern: barrierefreie Walk-In Duschen, komplett ohne Türe. Sie öffnen das Bad optisch, indem sie die Grenzen zwischen Duschbereich und dem restlichen Badezimmer aufheben.

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Die passenden Beschläge

Markant-eckig, weich-rund oder individuell-ausgefallen: Für nahezu jede Einbausituation gibt es die passenden Duschtür-Beschläge. Auf die Tür- bzw. Schrankgriffe sowie Handtuchhalter abgestimmt, fügen sie sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Im Trend liegen aktuell vor allem gebürstetes, mattes Gold oder Messing. Praktisch: Beschläge mit Hebe-Senk-Mechanismus heben die Tür beim Bewegen leicht an, senken sie automatisch wieder ab und schonen damit die Dichtung. Gleichzeitig dichten sie vollkommend ab. Perfekt abgerundet wird die gläserne Wohlfühloase, wenn die Beschlagsteile reingungsfreundlich sind und in die Glaswand integrierte Nischen Platz für Dschuntensilien schaffen.

Glasdusche: Wer soll das putzen? 

Wenige Fugen und Dichtungen sorgen dafür, dass eine Reinigung einer Duschkabine aus Glas grundsätzlich leicht von der Hand geht. Einige hilfreiche Handgriffe gegen glanzloses Duschglas gibt's aber: Microfasertücher und Wasser eignen sich zur Reinigung am besten. Wichtig: Verwenden Sie für Glasoberflächen keine scheuernden, ätzenden oder säurehaltigen Reinigungsmittel, denn sie rauen die Oberfläche auf, was sie wiederum schmutzanfälliger macht! Wollen Sie hartnäckigere Verschmutzungen bekämpfen, versuchen Sie es mit einem Glasreiniger - auch dieser sollte nicht ätzend sein. Haben Sie eine satinierte oder sandgestrahlte Glaskabine, ist es am besten und einfachsten, einen Glasreiniger und ein Microfasertuch zu verwenden.

 

Ungetrübt dank Easy-to-clean-Beschichtung

So viel man auch putzt und poliert: Kalkhaltiges Wasser, Seife und Reinigungs­mittel führen mit der Zeit zu Glaskorrosion. Feine Kratzer entstehen, Kalk, Schmutz, Bakterien sammeln sich an. Das Glas wird fleckig, rau, verliert seinen Glanz. Hersteller kommen den unschönen Rückständen auf den Glasscheiben mit qualitativen Materialien und Beschichtungen zuvor. Bei klaren Scheiben kann ein spezielles Glas für Duschen verwendet werden, das besonders gegen die Einwirkungen des Wassers geschützt ist. Ohne zusätzlichen Pflegeaufwand kommt man so lange in den Genuss einer brillanten Oberfläche. Außerdem können Duschwände (auch jene mit Fotodigitaldruck etc.) mit einer Nanobeschichtung versehen werden, die die Reinigung erleichtert und die Lebensdauer der Ganzglasdusche verlängert - ein großer Vorteil gegenüber Plastik!

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Datum: 15.02.2021
Kompetenz: Bäder und Fliesen

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