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Steingut: Was Sie über den Geschirrklassiker wissen müssen

Steingut ist ein echter Dauerbrenner in den Küchen dieser Welt. Ob Landhausstil oder Loft in der Stadt - die robusten Teller, Tassen und Schüsseln passen immer. Doch was macht Steingut so besonders? Und worauf sollten Sie beim Kauf und der Pflege achten? Wir sagen es Ihnen.

Steingut ist eine Art von Keramik, das für seine Langlebigkeit und seine charakteristische Optik bekannt ist. Die Töpferware wird im Gegensatz zu Porzellan oder Keramik bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur gebrannt, was eine etwas porösere Oberfläche ergibt. Diese wird üblicherweise dann mit einer Glasur überzogen ist, um das Geschirr wasserfest zu machen.

Woraus besteht Steingut-Geschirr und wie wird es hergestellt?

Steingut besteht aus Ton, Quarz und Feldspat, die zusammengemischt und in die gewünschte Forme gebracht werden. Nach der Produktion muss das Geschirr trocknen und dann bei Temperaturen zwischen 1.000 °C und 1.200 °C gebrannt werden. Nach dem ersten Brand erhält das Geschirr dann eine oder mehrere Schichten Glasur, die in einem zweiten Brand fixiert werden.

Welche Vorteile hat Geschirr aus Steingut?

Steingut punktet vor allem durch seine Vielseitigkeit und Robustheit, sein charmantes Design, lange Warmhalteeigenschaften und die individuelle handwerkliche Herstellung. Das beliebte Geschirr kommt in den unterschiedlichsten Mustern, Farben und Designs daher – von schlichten Beige- und Brauntönen bis zu lebendigem, knalligem Rot oder Grün. Die Glasur sorgt für eleganten Glanz.

Durch seine Robustheit eignet sich Steingut-Geschirr für den täglichen Einsatz. Es ist wesentlich robuster als Ton, kann dem Porzellan in Sachen Kratzfestigkeit aber nicht das Wasser reichen. Die Geschirrsets sind allesamt mikrowellen- und für den Geschirrspülergeeignet.

Welche Nachteile hat Geschirr aus Steingut?

Trotz seiner Robustheit kann Steingut durch Stöße oder schnelle Temperaturwechsel brechen oder Sprünge bekommen, insbesondere wenn die Glasur beschädigt wird. Ist das Geschirr schlecht oder gar nicht glasiert, absorbiert es Wasser, und das führt zu unschönen Flecken oder es entsteht sogar Schimmel an den porösen Stellen. Zudem ist Steingut-Geschirr wesentlich schwerer als etwa Porzellan.

Wie pflegt man Steingut am besten?

Mit der richtigen Pflege haben Sie lange Freude an Ihrem Geschirr. Wichtig: sanft reinigen, Temperaturschocks vermeiden, beim Stapeln aufpassen und regelmäßig auf kleinere Schadstellen, Risse oder Abplatzungen.

Wichtig, um lange Freude an Ihrem Steingut zu haben ist, dass Sie schnelle Wechsel von sehr heiß zu sehr kalt vermeiden, da dies zu Rissen im Geschirr führen kann. Besonders schöne Exemplare sollten Sie per Hand waschen, um die Oberfläche zu schonen. Beim Stapeln im Geschirrschrank wäre es das Beste, die einzelnen Geschirrstücke mit Papier oder Tuch zu trennen.

Bei Flecken können Spezialreiniger für Keramikgeschirr wirksam sein. Kleinere Abplatzer an wenig belasteten Stellen können normalerweise mit speziellen Keramikfüllstoffen repariert werden. Diese bekommen Sie im Handel oder direkt beim Hersteller.

Was kostet gutes Steingut-Geschirr?

Die Preisspanne bei Steingut ist groß. Einfache Teller gibt es schon ab 5 bis 10 Euro, hochwertige Sets können leicht mehrere hundert Euro kosten. Ein gutes Alltagsset für vier Personen bekommen Sie ab ca. 100 Euro aufwärts. Ein Tipp aus der Redaktion: Wer billig kauft, kauft teuer! Achten Sie bei der Wahl von Steingut unbedingt auf eine hohe Qualität, alles andere werden Sie rasch bereuen.

Veronika Kober
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