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Die perfekte Werkstatt für den Heimwerker: Checkliste

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wenn's im eigens dafür ausgerichteten Raum passiert, darf das auch so sein. Eine Werkstatt ist der ideale Schaffensort für Hobbyhandwerker. Wie man ein solche zweckmäßig einrichtet und was man beachten sollte - wir haben die Checkliste.

 

Jedem sein Hobby, jedem Hobby seinen Raum. Gerade für Heimwerker ist ein eigener Hobbywerkraum eine praktische Sache und im Vergleich zum häufig provisorisch eingerichteten Bereich im Keller oder in der Garage tüftelt es sich in einer hauseigenen Werkstatt viel ungestörter. Bei der Wahl der Räumlichkeit und der Ausstattung gibt es allerdings einiges zu beachten.

Ein geeigneter Raum muss her

Für's Handwerken mit Holz & Co braucht man Platz. Deshalb: Je größer der Raum, desto besser. Auch im Hinblick auf die spätere Ausstattung lässt sich je nach Größe der Werkstatt mehr oder weniger realisieren. Unser Tipp: Neun Quadratmeter als absolutes Minimum!

Vorhandene Räumlichkeiten lassen sich zweckmäßig umfunktionieren, wobei sich manche mehr anbieten als andere. Zum Beispiel eignet sich der Dachboden nur bedingt: hier wird's einerseits mit Raumschrägen und somit mit Stauraum schwierig und andererseits schränken die reduzierten Raumhöhen die Bewegungsfreiheit enorm ein - ein wahres Ärgernis und Hindernis beim Hantieren mit größeren Werkstücken. Deshalb besser gleich einen ungenutzen Wohnraum, die Garage, den Keller oder auch eine geräumige Gartenhütte als Werkraum wählen. Letztendlich entscheidet die Nutzung. Für kleinere, alltägliche Vorhaben ist ein kleiner Raum ausreichend.

 
 

Eine Werkzeugwand ist die perfekte Lösung für eine übersichtliche Aufbewahrung Ihrer wichtigsten Hilfsmittel. Die Werkzeuge befinden sich immer griffbereit und geordnet in der Nähe des Geschehens. © Andrey Popov/Adobe Stock

Auf Sicht bohren und zuschneiden

Präzises Arbeiten ist Heimwerker-Ehre. Dafür braucht man eine gute Beleuchtung, am besten Tageslicht. Ein Kellerraum ist in Sachen Lichteinfall von Nachteil. Man kann aber auch hier Abhilfe schaffen, und zwar mit Tageslichtlampen in Form von sparsamen LEDs.

Für den Hobbywerkraum kann man sich an den Lichtempfehlungen für das Arbeitszimmer orientieren: ca. 280 lm (=Lumen) pro Quadratmeter leuchten den Raum gut aus und mind. 5300 K (= Kelvin) sorgen für ein anregendes Ambiente, welches die Konzentration fördert. Genau das, was wir in der Hobbywerkstatt benötigen!

Werkbank-Etikette: Ordnung muss sein

Keine Werkstätte kommt ohne Werkbank aus. Zu beachten sind hier vor allem ein fester Stand und eine angemessene Größe bzw. Höhe. Sie sollte jedenfalls auf die Körpergröße des Heimwerkers eingestellt sein, damit Sie nicht nach kurzer Zeit unter Rücken- und Nackenschmerzen leiden.

Im Idealfall kann man an der Werkbank Schraubstöcke, Klemmen und Ähnliches befestigen. Viel Arbeitsfläche erhalten Sie, indem Sie der gesamten Wandfläche entlang mehrere Werkbänke aufstelen. So lassen sich auch abgetrennte Bereiche für unterschiedliche Arbeiten schaffen. Und dank der vielen Werkbank-Schubladen ist auch für ausreichend Stauraum gesorgt. Damit hier das Chaos nicht ausbricht, sind Schubladeneinlagen (ähnlich zu Besteckkästen) empfehlenswert. Außerdem behält man leichter den Überblick, wenn man die Werkbank-Schubalden beschriftet.

An der Ausstattung soll's nicht scheitern

Neben der Werkbank zählen Hängeschränke mit verstellbaren Einlegeböden, (Hoch-)Schränke und Regale für größere und kleinere Werkzeuge aller Art zur Grundausstattung eines Werkraums. Für kleine und mittelgroße Werkzeuge (etwa Schraubendreher, Hammer oder Säge) bietet sich eine Werkzeugwand an, an der die am häufigsten benötigten Werkzeuge schnell griffbereit und übersichtlich angeordnet werden können. Größere Werkzeuge wie Akkuschrauber oder Bohrmaschinen finden in Kästen bzw. Hochschränken ihren Platz. Auf zusätzlichen stabilen Regalen kann man anderweitige Werkstoffe sowie Farben, Lacke und Schrauben- sowie Nagelbehälter lagern, wobei Lacke, Lasuren, Öle, Treibstoffe etc. in einem abschließbaren Schrank am sichersten sind. Für sehr schweres Gerät und Material (Zementsäcke, Kompressoren oder Werkzeugkisten) verwenden Sie am besten ein Schwerlastregal.

Auf Nummer sicher: das brauchen Sie

Im Zuge der Werkstatteinrichtung denkt man natürlich zu allererst an das benötigte Werkzeug und wo dieses am handlichsten aufbewahrt ist. Was man dabei allerdings nie aus den Augen verlieren sollte, sind Sicherheitsvorkehrungen. Verletzungen oder kleinere Heimwerker-Unfälle können schließlich nie ganz ausgeschlossen werden. Zur Grundausstattung einer jeden Werkstätte gehören deshalb: Verbandskasten, Schutzbrille, Atemschutzmaske, Gehörschutz, Arbeitshandschuhe sowie Feuerlöscher und Feuerdecke.

Ist die Hobby-Werkstatt für den Notfall gerüstet, geht's an die Werkzeug-Grundausstattung. Was in Ihrer Werkstätte zu finden sein sollte? Wir haben die Basisausrüstung in der Box links für Sie zusammengefasst.

 

 

 

 

 

 

 
die Garageder Kellerder Dachbodenein ungenutzter Wohnraumein GartenhausWelcher dieser Räume bietet Dir für Deine Werkstatt am meisten Platz? Der Platz entscheidet darüber, wie gut Deine Werkstatt am Ende ausgestattet ist. 9 m² sind das absolute Minimum. Schließlich willst Du ab und zu Bretter oder Latten zurechtschneiden und die sind für gewöhnlich mindestens 2 m lang. Außerdem sollte beim Einrichten Deiner Werkstatt auch eine Werkbank hinein.Da kommen dann noch mal rund 120 x 60 cm auf Dich zu.
An den Wänden ist zudem Platz für ein paar Hängeschränke notwendig. Nun klingt der Dachboden nicht mehr attraktiv. Die Dachschrägen schränken Deine Bewegungsfreiheit ziemlich ein. Bretter drehen und wenden – das ist dort so gut wie unmöglich. Hohe Schränke kannst Du auch vergessen. Beim Gartenhaus sieht es genauso aus: Schwere Schränke und Regale lassen sich dort nicht aufhängen. Bleiben also noch Garage, Keller und Wohnraum für Deine Werkstatt.
Die Werkbank ist das Herzstück Deiner Werkstatt und sie kann eigentlich nicht groß genug sein. Nutze die Dir zur Verfügung stehende Wandfläche also optimal aus und stelle dort mehrere Werkbänke auf, auf denen Du Dich ausbreiten kannst.
 
So hast Du die Möglichkeit, Dir verschiedene Arbeitsflächen und -bereiche zu schaffen. An einer Ecke lagerst Du zum Beispiel die Sägen und Feilen – dort bearbeitest Du Holz. An einer anderen Ecke liegen Deine Schraubenzieher, Zangen und andere Werkzeuge – hier kümmerst Du Dich um die Feinarbeit.

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Datum: 26.07.2020
Kompetenz: Baustoffe und Werkzeug