Was ist konstruktiver Holzschutz?
Holz im Außenbereich muss vor Witterungseinflüssen und vor allem Feuchtigkeit geschützt werden. Chemiefrei, ohne schädliche Substanzen und rein baulich funktioniert das mittels konstruktivem Holzschutz. Alles zu den Methoden, Umsetzungsmöglichkeiten und Vorteilen dieser Holzschutzmethode.
Ob Lack, Lasur, ein gutes Holzöl oder Farbe – all diese Substanzen bilden eine Schutzschicht auf der Holzoberfläche. Nachteil: Die Schutzschicht muss in mehr oder weniger engen zeitlichen Abständen erneuert werden. Das braucht Zeit, kostet Geld und bedeutet Arbeitsaufwand. Noch dazu beinhalten viele dieser Holzschutzmittel Biozide und oder andere chemische Inhaltsstoffe, die weder dem Menschen noch der Umwelt guttun. Und das führt uns zum konstruktiven Holzschutz.
Wie funktioniert konstruktiver Holzschutz?
Der konstruktive Holzschutz folgt einem simplen Prinzip: Das Material soll trocken bleiben. Zu den wichtigsten Grundsätzen des konstruktiven Holzschutzes gehören demnach der Schutz vor Niederschlägen und Spritzwasser, eine rasche Ableitung von Wasser, die Vermeidung von aufsteigender Feuchtigkeit und der Schutz vor Kondenswasser. Mit der richtigen Bauweise verhindert man, dass Wasser eindringen und Fäulnis entstehen kann.
Welche Möglichkeiten gibt es, Holz konstruktiv zu schützen?
Dachüberstände, Schrägen, kein direkter Erdkontakt, Hinterlüftungen und Abfasen von Kanten. Das sind die wichtigsten Methoden des baulichen Holzschutzes.
- Dachüberstände richtig planen: Ein ausreichend großer Dachüberstand ist der beste Schutz für Holzfassaden und -konstruktionen. Experten empfehlen mindestens 50 cm Überstand, besser noch 70 bis 80 cm. So bleiben die Holzteile auch bei starkem Regen weitgehend trocken.
- Keine waagrechten Flächen: Achten Sie darauf, dass als eben vorgesehene Flächen immer um mindestens 15 % abgeschrägt werden, um so einen Wasserabfluss zu gewährleisten.
- Kein direkter Erdkontakt: Holzbauteile sollten niemals direkten Bodenkontakt haben. Ein Mindestabstand von 30 cm verhindert aufsteigende Feuchtigkeit und Spritzwasser. Verwenden Sie Fundamente aus Beton oder Naturstein als Sockel.
- Auf gute Belüftung achten: Hinterlüftete Fassaden und Konstruktionen sind besonders langlebig. Eine Luftschicht von zwei bis vier Zentimeter ermöglicht die schnelle Trocknung nach Regenfällen. Auch bei Terrassen und Holzdecks ist ausreichende Belüftung wichtig.
Vorbeugen ist besser als reparieren
Mit durchdachtem konstruktivem Holzschutz sparen Sie sich viel Ärger und Kosten. Investieren Sie lieber von Anfang an in eine gute Planung und fachgerechte Ausführung. So haben Sie viele Jahre Freude an Ihren Holzkonstruktionen.
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