Umweltfreundlich kühlen mit Fernkälte

Die Fernkälte ist das Pendant zur bekannten und vielerorts eingesetzten Fernwärme und funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Mit Fernkälte, der „sauberen Kälte“, lässt sich stromlos und umweltschonend klimatisieren.

Die Alternative zur Klimaanlage wird in Österreich immer beliebter. So stieg allein 2014 der Fernkälteanteil in unserem Land um 20 Prozent an. Fakt ist, dass Kühlenergie immer wichtiger wird, nicht zuletzt aufgrund der globalen Erwärmung und damit einhergehender länger anhaltender und höher ausfallender Hitzeperioden.

Prinzip wie bei Fernwärme

Fernkälte ist eine umweltschonende und klimafreundliche Alternative zu den herkömmlichen Möglichkeiten der Klimatisierung von Gebäuden. Die Erzeugung erfolgt in so genannten Absorptionskältemaschinen. Eingesetzt wird nicht Strom, sondern Wärme, und zwar bereits vorhandene Abwärme, wie sie etwa in Abfallverbrennungsanlagen entsteht. Weitere Energiequellen können kaltes Wasser aus Flüssen und kalte Luft (Free Cooling) sein. Wie bei der Fernwärme auch werden dann ganze Gebäudekomplexe über ein Leitungssystem mit der Kälte versorgt.

Vorteil Ressourcenschonung

Im Gegensatz zum Einsatz von fossilen Brennstoffen bei der Erzeugung von Strom weist die Verwendung von Abwärme für den Betrieb der Absorptionskältemaschinen ein vielfach geringeren Verbrauch auf, geringere Emissionen mit eingeschlossen. Weiterer Vorteil: Durch den Einsatz ebendieser Absorptionskältemaschinen werden auch in der warmen Jahreszeit die Fernwärmenetze stärker genutzt und zeitgleich das Stromnetz entlastet, da weniger strombetriebene Klimageräte zum Einsatz kommen.


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Datum: 28.08.2017

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