Eine Person trägt mit einem Pinsel lackähnliche Flüssigkeit auf ein Holzbrett auf wobei eine Metallfarbe-Dose auf einem Tisch daneben steht

Holz lasieren © CandyBox Images/shutterstock.com

Damit sollten Sie Ihr Parkett versiegeln!

Auch der schönste Holzboden beginnt früher oder später zu altern. Mit der richtigen Versiegelung können Sie etwas dagegen tun und Gebrauchsspuren so lang wie möglich hinauszögern. Wir haben hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Parkett richtig versiegeln.

Womit schützt man den Parkettboden am besten? Soll man den Boden lackieren oder ölen? Und ist Wachs eine Alternative? Wir haben uns die verschiedenen Möglichkeiten genauer angesehen und miteinander verglichen. So viel vorweg: Jede der Oberflächenbehandlungen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und nicht jede ist für jeden Boden geeignet.

Parkett versiegeln mit Lack, Wachs oder Öl?

Streng genommen handelt es sich bei Öl oder Wachs um keine Versiegelung, sondern um eine Imprägnierung. Wird Öl oder Wachs aufgetragen, legt sich anders als beim Lack keine permanente Schutzschicht auf das Holz. Versiegelt und damit am besten vor Wasser und Schmutz geschützt wird ein Parkettboden also mit Lack.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Mit der Versiegelung können Sie die Optik Ihres Parkettbodens beeinflussen: Je nach Produkt erhalten Sie eine matte, seidenmatte oder glänzende Oberfläche.

Parkett mit Lack versiegeln: Vor- und Nachteile

Wird das Parkett stark strapaziert, z. B. im Eingangsbereich und überall dort, wo viel Feuchtigkeit oder Schmutz zu erwarten ist, sollten Sie in jedem Fall mit Versiegelungslack arbeiten. Die Poren werden von der Versiegelung geschlossen, was den Boden pflegeleichter und wesentlich widerstandsfähiger macht - die Versiegelung mit Parkettlack hält zwischen 10 und 15 Jahre. Der Nachteil von Lack ist, dass er die natürliche Haptik des Holzes verändert, das Holz nicht mehr "atmen" kann und Reparaturen aufwendiger sind. Soll neu lackiert werden, muss nämlich geschliffen werden.

Welcher Lack für den Parkettboden?

Der Lack zum Parkettversiegeln ist in der Regel ein Zwei-Komponenten-Lack (Lack plus Verhärter) oder ein Drei-Komponenten-Lack (Lack plus Verhärter plus UV-Schutz). Sie sind besonders robust und abriebfest. Es gibt auch Ein-Komponenten-Lacke auf Acrylat-Basis, die meist mit Wasser verdünnt sind. Diese Produkte haben einen sehr geringen Lösungsmittelanteil und sind daher besonders umweltschonend. Sie sollten in jedem Fall ein hochwertiges Produkt kaufen! Greifen Sie zu einer preiswerten Versiegelung müssen Sie damit rechnen, dass sich das Parkett schneller abnutzt und die Oberfläche stumpf wird. Es kann zudem auch passieren, dass der Lack schon nach wenigen Jahren spröde wird und stellenweise abzublättern beginnt. Retten kann das dann nur mehr eine erneute Parkettsanierung.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Wenn Sie Ihren Parkettboden mit Lack versiegeln, können Sie ihn danach zusätzlich mit einem Hartöl anstreichen. Dieses härtet das Parkett aus und sorgt für einen noch besseren Schutz. Alle ein bis zwei Jahre sollte das Öl neu aufgetragen werden.

Parkett mit Öl streichen: Vor- und Nachteile

Holz ist ein Naturprodukt. Es ist naheliegend, auch für die Oberflächenbehandlung auf ein natürliches Mittel zurückzugreifen. Naturöl - häufig kommt eine Mischung aus Lein- und Walnussöl zum Einsatz - ist umweltfreundlich, wohngesund, bringt die Holzmaserung besonders schön zur Geltung und erhält die angenehme Haptik des Holzes. Die Poren des Holzes bleiben auch nach dem Auftragen des Öls offen, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt. Naturöl hat außerdem den Vorteil, dass Kratzer und Laufspuren angeschliffen und nachgeölt werden können, was beim Lack nicht möglich ist. Aber auch dann, wenn man keine Kratzer ausbessern möchte, muss das Parkett nachgeölt werden.

Wie oft muss man den Holzboden nachölen?

Wie oft man das Parkett mit dem Öl auffrischen muss, kommt darauf an, wie stark der Boden strapaziert wird. Je stärker, desto häufiger. Vernachlässigt man die Parkettpflege mit dem Parkettöl, wird der Boden immer matter und es entstehen sogenannte Laufstraßen. Das sind stumpfe Stellen, die dort entstehen, wo man häufig entlanggeht.

Parkett mit Hartwachs behandeln: Vor- und Nachteile

Bei weniger stark beanspruchten Flächen kann auch Hartwachs auf den Parkettboden aufgetragen werden. Hartwachs setzt sich zusammen aus schadstofffreien Bestandteilen wie Leinöl, Bienenwachs und Baumharz. Im Gegensatz zum Lack werden die Poren durch das Wachs nicht geschlossen, der Boden bleibt atmungsaktiv. Optisch punktet ein mit Wachs behandelter Holzboden mit einer warmen, samtigen Oberfläche. Ein weiterer großer Vorteil von Hartwachs ist, dass kleinere Schäden am Parkett ohne abschleifen ausgebessert werden können. Hartwachs hat aber auch Nachteile: Es muss öfter erneuert werden und ist - anders als Lack - nicht beständig gegenüber Feuchtigkeit.

Redaktion
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