Leerer Raum Holzfußboden und weißen Wänden links eine offene Verbindung zur modernen Küche geradeaus eine Tür rechts ein großzügiger leerer Bereich Zimmer mit Balkendecken und Oberlichtern Wohnung Einrichtung.

Leerer Raum Holzfußboden und weißen Wänden links eine offene Verbindung zur modernen Küche geradeaus eine Tür rechts ein großzügiger leerer Bereich Zimmer mit Balkendecken und Oberlichtern Wohnung Einrichtung. © alexandre zveiger/shutterstock.com

Parkettarten: Holzarten und Verarbeitung

Massivparkett, Mehrschichtparkett, verlegt als Mosaikparkett, Stabparket oder auch Tafelparkett. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über die gängigen Parkettarten und ihre Charakteristika. Zusätzlich schauen wir uns an, welche Holzarten typischerweise für Parkettböden verwendet werden.

Parkett ist eine traditionelle, vielseitige und ästhetisch sehr ansprechende Variante der Bodengestaltung. Von der hochwertigen Eleganz eines Massivholzparketts bis zur modernen Vielseitigkeit von Mehrschichtparkett bietet dieser Bodenbelag eine breite Palette an Optionen. Jede Parkettart hat ihre eigenen charakteristischen Merkmale, darunter die Verwendung von verschiedenen Holzarten, Verlegetechniken und Oberflächenbehandlungen. Je nach individuellem Geschmack, Nutzungszweck und gestalterische Anforderungen gibt es passende Lösungen.

Was ist Parkett?

Ein Parkettboden besteht immer aus Holz, häufig werden dafür heimische Holzarten wie Eiche, Esche oder Buche verarbeitet. Das Holz wird dabei in einzelne Stücke gesägt und auf unterschiedliche Arten wieder zusammengefügt. Dadurch entstehen verschiedene Parkettarten, die auch in unterschiedlichen Verlegemustern weiterverarbeitet werden können.

Hinweise und Tipps

Oberfläche

Lackierte Böden sind widerstandsfähig gegen Kratzer, erfordern jedoch professionelle Nachbehandlung bei Schäden. Geölte Böden haben eine natürlichere Optik und sind leichter auszubessern, neigen jedoch eher zu Kratzern.

Welche Parkettarten gibt es?

In erster Linie wird zwischen Massivparkett (oder Einschichtparkett) und Mehrschichtparkett (oft auch Fertigparkett genannt) unterschieden. Das Massivparkett besteht aus durchgehend massivem Holz. In der Regel sind die verwendeten Holzstücke 15 bis 22 mm dick. Massivparkett kann mehrmals abgeschliffen und neu oberflächenbehandelt werden, ohne dass dies die Qualität des Bodenbelages beeinflusst. Massivparkett reagiert jedoch stärker auf Veränderungen des Raumklimas und der Raumfeuchtigkeit als Mehrschichtparkett.

Mehrschichtparkett besteht aus mehreren Schichten, nur die oberste Schicht, man nennt sie auch Nutzschicht oder Deckschicht, besteht aus Echtholz. Häufig werden Holzarten wie Eiche, Kiefer oder Esche dafür verwendet. Die unteren Schichten werden aus dem günstigeren Nadelholz, aus Sperrholz oder anderen Holzmaterialien hergestellt. Mehrschichtparkett ist stabiler gegenüber Feuchtigkeit und kann direkt auf den Unterboden verlegt werden. Allerdings kann die dünnere Nutzschicht im Vergleich zu Massivholz weniger häufig abgeschliffen werden. Wenn die Nutzschicht zwischen drei und vier Millimeter stark ist, spricht man von Dreischichtelementen, ist die oberste Schicht bis zu fünf Millimeter dick, ist die Rede von Zweischichtelementen.

Wie wird Parkett verlegt?

Massivparkett wird direkt mit dem Untergrund verklebt und anschließend abgeschliffen sowie mit Lack, Wachs oder Öl oberflächenbehandelt. Die Verlegung von Einschichtparkett ist daher zeitaufwändiger und Sache von Profis. Mehrschichtparkett wird bereits vorab vom Hersteller geschliffen und versiegelt. Die Verlegung von Fertigparkett ist daher auch für Heimwerker mit einem geschickten Händchen kein Problem. Dreischichtparkett kann schwimmend oder vollflächig verlegt werden.

Welche Holzarten werden für Parkett verwendet?

Jede Holzart hat ihre ganz spezielle Eigenschaft und ist daher nur für ganz spezielle Einsatzmöglichkeiten geeignet. Je härter ein Holz, desto widerstandsfähiger. Auch die Behandlungsart eines Holzes trägt entscheidend zur richtigen Verwendung bei.

Kiefer Europäische
Lärche
Fichte Thermoholz
Eigenschaften mittelschweres und mäßig hartes Holz festes, schweres und zugleich hartes Holz mittelschweres und weiches Holz
gute Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften gute Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften
Splintholz nicht sehr dauerhaft, daher wirksamer Holzschutz erforderlich
gut imprägnierbar
Splintholz nicht sehr dauerhaft durch Thermobehandlung ohne chemischen Holzschutz dauerhaft haltbar
Einsatzgebiete imprägniert gut verwendbar für Pfähle, Palisaden, Pergolen, Gartenmöbel und Zäune sowie als Konstruktionsholz hervorragendes Bau- und Konstruktionsholz BWS-Systemholz: Thermoholz Fichte
für Verbauung mit Erdkontakt sehr gut geeignet sehr gutes Ausbauholz
vielseitig verwendbar
keine Verbauung mit Erdkontakt
Sibirische Lärche Robinie Bangkirai Acapu
Eigenschaften festes, schwerstes und zugleich härtestes Nadelholz schweres europäisches Hartholz (800-950 kg) schweres Hartholz (850-1000 kg) schweres Hartholz (950-1200 kg)
gute Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften hohe Festigkeit, grob rissig hohe Festigkeitswerte
(50% mehr als Eiche) fein rissig
FSC-zertifiziert verantwortungsvolle Forstwirtschaft
Kernholz dauerhaft Kernholz sehr dauerhaft besonders an den Enden hohes Schwind-Quellverhalten hohe Festigkeitswerte (20% höher als Bangkirai) fein rissig, besonders an den Enden
Splintholz mäßig dauerhaft, Kernholz sehr dauerhaft ohne Holzschutz sehr dauerhaft ohne Holzschutz dauerhaft haltbar ohne Holzschutz sehr dauerhaft
Einsatzgebiete hervorragendes Bau- und Konstruktionsholz vielseitig vorwiegend im Außenbereich verwendbar hervorragend geeignet für: Konstruktionen im Freien, speziell für Terassenbeläge, Pergolen und Zäune hervorragend geeignet für: Konstruktionen im Freien, speziell für Terrassenbeläge, Pergolen und Zäune
vielseitig verwendbar für Terassenbeläge und Fassaden, Erdkontakt vermeiden Verbauung mit Wasser oder Erdkontakt geeignet Verbauung mit Wasser oder Erdkontakt ohne weiteres zu empfehlen Verbauung mit Wasser oder Erdkontakt ohne weiteres zu empfehlen
Resistenzklasse 3 (mittel) Einziges europäisches Holz mit Resistenzklasse 1 Resistenzklasse 1-2 Resistenzklasse 1

Welche Verlegearten von Parkett gibt es?

  • Massivparkett: Besteht aus einzelnen Stäben. Wird durch das Nut-Feder-Prinzip zu einer robusten Fläche zusammengesteckt. Hohe Belastbarkeit, daher ideal für stark beanspruchte Bereiche.
  • Stabparkett: Besteht aus einzelnen Stäben, die durch das Nut-Feder-Prinzip miteinander verbunden sind. Hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit.
  • Lamparkett: Besteht aus massiven Glattkant-Parkettstäben ohne Nut und Feder. Sehr dünn (8-10 mm), gibt Räumen eine elegante und zeitlose Optik.
  • Massivdielen: Langlebig und robust. Pflegeleicht und begünstigt ein angenehmes Raumklima.
  • Mosaikparkett/Stäbchenparkett: Geringe Einbauhöhe. Geeignet für Räume mit hoher Beanspruchung.
  • Industrieparkett / Hochkantlamellenparkett: Robust und vielfältig einsetzbar.
  • Bambusparkett: Widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Umweltfreundliche Alternative.
  • Tafelparkett: Sehr edel. Verschiedenfarbige Hölzer schaffen optische Effekte.
  • Fertigdielen: Landhausdielen, Langdielen, Schiffsböden, Zweischichtparkett: Einfache Verlegetechnik. Hygienisch und fußwarm. Langlebig mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
Veronika Kober
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