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Vorsatzschale: Schall- und Wärmeschutz verbessern

Mit einer Vorsatzschale werden Schall- und Wärmeschutz verbessert – und das relativ rasch und einfach. Erfahren Sie hier das Wichtigste zu diesem praktischen Bauelement.

Als Vorsatzschale werden Trockenbauplatten bezeichnet, die auf einer Unterkonstruktion aus Holz oder Metall an die Wand montiert werden, um den Schall- und Wärmeschutz von Massivwänden zu erhöhen, eine Dämm- oder Installationsebene zu schaffen und: um die Optik sauberer zu gestalten.

Die passende Unterkonstruktion

Für eine ordentliche Innenwand-Vorsatzschale wird die Unterkonstruktion (bestehend aus Metall- oder aus Holzprofilen) mit Bauplatten beplankt. Am häufigsten eingesetzt werden dafür Gipskarton- und Gipsfaserplatten. Aber auch Spanplatten, Faserplatten sowie Platten aus Lehm oder Stroh sind mögliche Alternativen.

Wandmontage oder freistehend

Wird die Unterkonstruktion für die Vorsatzschale an die Wand montiert, spricht man von direkt befestigten Vorsatzschalen. Wichtig ist, dass die Befestigung schallentkoppelt wird. Dafür werden im Regelfall Dämpfungsgummis und ähnliches eingesetzt. Das Plattenmaterial (z. B. spezielle Schallschutz-Gipsplatten), die Anzahl der Beplankungslagen und eine zusätzliche Hohlraumdämmung erhöhen den Schallschutz natürlich zusätzlich. Noch ein wichtiger Tipp: Wenn Sie den Hohlraum hinter der Vorsatzschale mit Dämmung auskleiden, müssen Sie mit Hilfe einer Dampfbremsfolie (raumseitig verlegt) oder luftdichtem Verspachteln der obersten Plattenlage für Luftdichtheit der Konstruktion sorgen.

Freistehende Vorsatzschalen lassen sich im Gegensatz zu den direkt montierten in jedem gewünschten Abstand zur Wand dahinter aufstellen. Von Vorteil ist das, wenn Sie im Hohlraum hinter der Vorsatzschale eine Installationsebene planen oder wenn die Wand nicht tragfähig genug ist für die Unterkonstruktion. Nachteilig ist die Tatsache, dass der Raum kleiner wird, je größer der Abstand der Schale zur Wand dahinter ausfällt.

Vorsatzschale ist gleich höherer Schallschutz

Freistehende Vorsatzschalen werden in Altbauten oft und gerne eingesetzt, um den Lärm aus der Nachbarwohnung einzudämmen. Durch die akustische Entkoppelung lassen sich sehr gute Ergebnisse in Sachen Schallschutz erzielen. Mit entsprechender Dämmung hinter der Vorsatzschale wird der Effekt natürlich noch weiter erhöht. Optimiert wird das Ganze durch eine zumindest zweilagige Beplankung – mit speziellen Schallschutzplatten.

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Datum: 28.08.2020
Kompetenz: Trockenbau