moderne graue Hausfassade mit Dachanschluss und Gesimsadeckungen sowie Regenrinne und Fallrohr in dunklem Anthrazit.

moderne graue Hausfassade mit Dachanschluss und Gesimsadeckungen sowie Regenrinne und Fallrohr in dunklem Anthrazit. © Sergey/stock.adobe.com

Gesimsabdeckung: Funktion, Material, Konstruktion

Was ist eigentlich eine Gesimsabdeckung und wofür braucht man sie? Wir haben alle Infos und Details über dieses wichtige Bauelement, das im Außenbereich vor Witterung schützt und zum Erhalt der Gebäudesubstanz beiträgt.

Eine Gesimsabdeckung ist mehr als nur ein dekoratives Element - sie schützt die Fassade effektiv vor Witterungseinflüssen, vor allem vor Feuchtigkeit. Welche Materialien sich am besten eignen und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Gesims und wofür braucht es die Abdeckung?

Ein Gesims ist ein waagerecht verlaufender Vorsprung an der Fassade, der durch eine Abdeckung vor Regen und Schnee geschützt werden muss. Die Gesimsabdeckung verhindert, dass Wasser in die Fassade eindringt und Schäden verursacht. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Gestaltungselement, das die Architektur des Hauses betont. Gesimse sollten nicht breiter als 50 cm sein, da sie sonst als Dach zu betrachten sind und eine Dachrinne erforderlich wird. Die Hauptfunktion der Abdeckung ist also der Schutz des Gebäudes, die Erhöhung seiner Langlebigkeit, die Intakthaltung der Bausubstanz sowie die Erfüllung ästhetischer Funktionen.

Welches Gewerk kümmert sich um Konstruktion und Montage?

Gesimsabdeckungen werden normalerweise vom Dachdecker, Fassadenbauer oder Spengler ergestellt und montiert. Die Wahl des Gewerkes ist nicht zuletzt abhängig von dem Material, aus dem die Abdeckung gefertigt wird sowie der Komplexität der Konstruktion variieren. Der jeweilige Handwerker beginnt mit der Planung von Größe und Design der Gesimsabdeckung entsprechend der architektonischen Anforderungen und ästhetischen Präferenzen.

Welches Material für die Gesimsabdeckung?

Die Wahl des Materials hängt von Budget und gewünschter Optik ab. Hier ein Überblick über die gängigsten Materialien im modernen Gebäudebau:

  • Aluminium: leicht, rostfrei und wartungsarm
  • Kupfer: edel, langlebig, aber kostenintensiv
  • Zink: günstig und bewährt
  • Edelstahl: robust und pflegeleicht

Das gewählte Material wird auf die erforderlichen Maße zugeschnitten. Oft wird die Gesimsabdeckung auch vorgeformt. Im nächsten Schritt wird die zu bedeckende Oberfläche vorbereitet, indem sie gereinigt und nötigenfalls geglättet wird, um eine solide Unterlage für die Installation zu gewährleisten.

Schließlich wird die Abdeckung fachgerecht montiert und befestigt. Dies kann durch Verschrauben, Verkleben oder Verlöten erfolgen. Nach der Montage werden noch alle Fugen und Übergänge sorgfältig abgedichtet. Eine fachgerechte Montage ist entscheidend für die Funktion der Konstruktion. Die Abdeckung muss:

  • ein Gefälle von mindestens 5° aufweisen und am Ende eine Tropfnase bilden
  • einen Überstand von mindestens 3 cm haben
  • etwa 5 cm entlang der Wand hochgezogen werden, um sie gegen Spritzwasser zu schützen
  • wasserdicht verschraubt werden
  • Dehnungsfugen berücksichtigen

Muss die Gesimsabdeckung gewartet werden?

Ja. Eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung verlängern die Lebensdauer der Konstruktion. Kümmern Sie sich um eine jährliche Sichtprüfung auf Beschädigungen, reinigen und befreien Sie die Gesimsabdeckung in bestimmten Abständen – besonders im Herbst und nach dem Winter von Laub und Schmutz. Überprüfen Sie die Befestigungen und bessern Sie bei Bedarf die Dichtungen und Versiegelungen aus.

Hinweise und Tipps

Dilatationen, d.h. Dehnungs-Ausgleicher (schiebbare Verbindungs-Elemente) sind nicht nur für die Haltbarkeit erforderlich, sie verhindern auch störende Knack-Geräusche bei Dehnungs-Änderungen!

Problem Temperaturschwankungen

Da sich Metall unter Wärmeeinwirkung anders dehnt als die darunter angeordneten Konstruktionen, muss bei Verblechungen jeglicher Art immer darauf geachtet werden, dass die wärmebedingten Bewegungen keinen Schaden anrichten. Bei stark geneigten Blechdächern geschieht dies durch die Anordnung von horizontal und vertikal beweglichen Falzen.

Bei schwach geneigten oder gar waagrecht angeordneten Verblechungen (etwa bei Mauerabdeckungen) müssen Dehnungsausgleichselemente eingearbeitet werden. Diese Elemente bestehen aus einem Streifen verformbaren Kunststoffmaterials, der beidseitig an zwei Metallstreifen wasserdicht angearbeitet ist. Auf der Baustelle werden die Dehnungsausgleichselemente z. B. durch Löten wasserdicht mit den Metallbahnen verbunden.

Kosten und Förderungen

Die Kosten variieren je nach Material und Aufwand zwischen 30 und 100 Euro pro Laufmeter. Thermische Sanierungen können durch Förderungen unterstützt werden. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über aktuelle Programme.

Was ist eine Mauerabdeckung?

Eine Verblechung an der Oberseite einer frei stehenden Wand schützt diese vor dem Regenwasser. Es ist ein leichtes Gefälle herzustellen, damit das Wasser sicher abgeleitet wird. An beiden Seiten sind Tropfnasen im Abstand von 2 bis 3 cm von der Mauer auszubilden. Mauerabdeckungen können auch aus Fertigteilen hergestellt werden, etwa aus stranggepressten Aluminiumprofilen.

Was sind Geländersteher?

Bei begehbaren Flachdächern und Terrassen werden Geländer benötigt. Üblicherweise wird das Geländer im Attikamauerwerk verankert, das den seitlichen Abschluss der Terrasse bildet. Es ist die Arbeit des Spenglers, die Mauerabdeckung der Attika und die wasserdichten Anschlüsse zwischen Mauerabdeckung und Geländerstehern herzustellen.

Peter Erlebach
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