Ladestationen für E-Autos: Anzahl steigt

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Ein wichtiges Standbein der Elektromobilität ist die engmaschige Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen. Derzeit gibt es in Österreich 5.000 Stück. Tendenz: mit einem Plus von 30 Prozent in 2018 stark steigend.

Die Neuanmeldungen von Elektroautos legen in den letzten Monaten zu. Mit der wachsenden Zahl an E-Autos steigt natürlich auch der Bedarf an Lademöglichkeiten. „Das Netz von öffentlichen Ladeanschlüssen ist in Österreich im vergangenen Jahr auf insgesamt 4.866 angestiegen – ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2017“, sagt Roland Ziegler, Sprecher des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ). Das geht aus Daten des E-Tankstellenfinder hervor. Erfasst werden darin sämtliche öffentliche Ladepunkte von Betreibern wie Energieunternehmen, Supermärkten und Hotels. In der Zahl nicht enthalten sind private Lademöglichkeiten.

Rein rechnerisch teilen sich hierzulande vier E-Autos einen Ladepunkt. Die Empfehlung der EU-Kommission lautet mindestens ein Ladepunkt für zehn E-Fahrzeuge. Damit übererfüllt Österreich die EU-Vorgaben deutlich.

Niederösterreich klar vorne

Innerhalb Österreichs gibt es im Bundesland Niederösterreich mit 1.217 die meisten öffentlichen Ladeanschlüsse. An zweiter Stelle liegt Oberösterreich mit 673, dicht gefolgt von der Steiermark (630). Wien zählt derzeit 616; in Kärnten gibt es 497, Tirol liegt mit 430 vor Vorarlberg (399), Salzburg (277) und abgeschlagen an letzter Stelle rangiert das Burgenland mit 127 öffentlichen Ladestationen.

Neue Anreize für den Kauf von E-Autos schaffen

„Zu 80 Prozent wird zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen, wobei in privaten Wohnanlagen und bei Firmenparklätzen noch Aufholbedarf besteht“, so Roland Ziegler. „Daher müssen jetzt im Wohnrecht rasch die rechtlichen Hürden beseitigt werden. Konkret geht es um die Installation von Wall-Boxen (E-Ladestationen) in Mehrparteienhäusern.“

Der BEÖ empfiehlt zusätzlich steuerliche Anreize zu setzen, wie etwa den Wegfall der Umsatzsteuer bei Neukauf eines E-Fahrzeuges. In Norwegen gibt es die Steuer nicht, der positive Effekt daraus laut Ziegler: „Jeder zweite neu zugelassene Pkw ist ein E-Fahrzeug!“

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Datum: 23.01.2019
Kompetenz: Energie

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