Photovoltaik: Fassadenintegration fürs Eigenheim

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Der Anblick tiefschwarzer oder blau schimmernder Dächer ist ein vertrauter - viele Eigenheime sind bereits mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. Weniger bekannt sind PV-Module auf der Fassade. Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile fassadenintegrierter Solarzellen vor.

Solarzellen auf der Hausfassade? Ja, das geht! Neben der Standardlösung, Photovoltaik-Module auf dem Dach zu montieren, gibt es weniger bekannte Alternativen: Südseitige Außenwände, Brüstungen oder Balkongeländer eignen sich ebenfalls zur Energiegewinnung. Die zumeist senkrechte Anordnung der Wandflächen bietet zwar nicht die günstigsten Einstrahlungsbedingungen, dieses Manko wird aber durch besonders einfache und kostensparende Integrationsweisen und große zur Verfügung stehende Flächen ausgeglichen. Je nach Konstruktion können PV-Module konventionelle Wandmaterialien teilweise oder sogar zur Gänze ersetzen.

 

Funktional und ästhetisch - Fassadenintegration

Bei Eigenheimen kommen vorwiegend Dünnschichtmodule zum Einsatz. Diese lassen sich optisch an die Fassade anpassen, benötigen keine Hinterlüftung und haben ein geringes Gewicht. Vor allem bei Bürogebäuden mit Glasfassaden sind Dünnschichtmodule beliebt, da sich Solarpaneele und Glastafeln im Aussehen ähneln und so ein homogenes Gesamtbild entsteht. Neben ihrer eigentlichen Funktion können Photovoltaikplatten somit durchaus optisch-visuell ansprechend gestaltet werden.

Zusätzlicher Sicht- und Wetterschutz

PV-Elemente können auch in Brüstungen eingesetzt werden. In diesem Fall übernehmen die Module zusätzlich zur Stromproduktion den Sicht- und Wetterschutz. Vom Aufwand betrachtet ist es nur ein kleiner Schritt beispielsweise in eine Glaskonstruktion auch Photovoltaikzellen einzulaminieren.

Ertrag und Kosten

Bei fassadenintergrierten Anlagen muss man mit ca. 30 % weniger Ertrag rechnen. Im Gegenzug kann man Kosten bei der Fassadengestaltung sparen.

Zusätzlicher Sonnenschutz

Ganz ähnlich verhält es sich bei der Verwendung von PV-Modulen als Terrassenüberdachung. Aufgrund der sogenannten Resttragfähigkeit, also der Stabilität einer Glasscheibe im Falle eines Versagens, müssen immer zwei Glasscheiben zu einem sogenannten Verbundsicherheitsglas (VSG) verbunden werden.Verwendet man stattdessen ein Verbundsicherheitsglas mit Photovoltaikzellen, hat man als Zusatznutzen neben der Stromproduktion noch die Abschattung durch die Zellen. Eine weitere Möglichkeit Sonnenschutzsysteme mit PV zu verbinden sind bewegliche Systeme, die über einen längeren Tageszeitraum einen effektiven Sonnenschutz bieten und auch hinsichtlich ihrer Stromproduktion flexibel sind. Bei diesen Anlagen sind jedoch insbesondere die Windbelastungen zu berücksichtigen und selbstverständlich gehören regelmäßige Wartungen zum Pflichtprogramm.

Sie sind von der Fassadenintegration überzeugt? Dann volle Energie voraus in die solare Zukunft!

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Datum: 17.04.2019
Kompetenz: Energie

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