Münzen und Euro-Banknoten liegen verstreut auf einem rustikalen Holztisch. Mehrere Gold- und Kupfermünzen verschiedener Wertigkeiten sowie Banknoten in 10- und 100-Euro-Scheinen.

Münzen und Euro-Banknoten liegen verstreut auf einem rustikalen Holztisch. Mehrere Gold- und Kupfermünzen verschiedener Wertigkeiten sowie Banknoten in 10- und 100-Euro-Scheinen. © Vaclav Mach/shutterstock.com

Neu eingerichtet: Teilzahlung oder Kredit?

Neuer Parkettboden, effizientere Heizkörper oder eine komplette Ersteinrichtung? Die Modernisierung der vier Wände kann ganz schön teuer werden. Wer nicht genug Geld auf der hohen Kante hat, dem bieten sich einige Möglichkeiten der Fremdfinanzierung.

Das moderne Kredit- und Bankwesen hält verschiedeneFinanzierungsmöglichkeiten für seine Privatkunden bereit. Die beiden beliebtesten Varianten sind die Teilzahlung und der Kredit. Was sind die Kennzeichen dieser beidenZahlungsmodelle? Welche Variante eignet sich für welches Kaufvorhaben und für wen? Und was sollten Sie in Bezug auf einen Kredit und eine Teilzahlung unbedingt beachten? Wir haben die Antworten.

Teilzahlung oder Kredit - was ist schlauer?

Händler und Kreditinstitute versprechen ihren Kundinnen und Kunden viel, wenn es um die facettenreichen Möglichkeiten einer Teil- oder Ratenzahlung geht. Oftmals wird hier mit verlockenden Angeboten geworben, die von wahnwitzig günstigen und fairen Angeboten sprechen. Nicht immer werden diese Versprechen aber auch gehalten. Wir raten: Prüfen und vergleichen! Und zwar immer! Der Vergleich fängt übrigens nicht erst bei den verschiedenen Anbietern und Händlern einer Teilzahlung oder eines Kreditesan, sondern bereits bei den unterschiedlichen Zahlungs- und Kreditarten.

Was ist eine Teilzahlung und für wen eignet sie sich?

Bei kleineren Anschaffungen wie beim Kauf von einzelnen Möbelstücken ist es ratsam, auf eine Teilzahlung anstatt auf einen Kredit zurückzugreifen. Übergreifend bezeichnet eine Teilzahlung eine Vereinbarung, die direkt zwischen dem Händler und dem Kundengetroffen wird. In diesem Fall wird von beiden Seiten verhandelt, dass der Kunde die Kosten, die durch den Kauf der gewünschten Möbel anfallen, mehreren Teilen (Raten) zahlt. Allerdings kann es sich hierbei auch bereits um eine Kreditart handeln. Denn von einem Kredit spricht man bei einer Raten- oder Teilzahlung bereits dann, wenn Zinsen oder weitere Bearbeitungskosten anfallen und der gekaufte Gegenstand so mittels Raten- oder Teilzahlung im Endeffekt teurer wird, als bei einem Barkauf.

Was ist ein Privatkredit und worauf müssen Sie achten?

Tipp:

Auf Aktionen warten! Spezielle Teilzahlungsangebote werden durch die Händleroft im Rahmen von Aktionswochen angeboten, etwa Firmenjubiläen, bestimmten Jahreszeiten oder Feiertagen.

Je nach Angebot und Händler können Sie als Kundin oder Kunde aber auch bei einer Teilzahlung, die an bestimmte Ratenhöhen und Laufzeiten aber auch an bestimmte Waren gebunden sein kann, von vorteilhaften Konditionen profitieren. Zum Beispiel einen Wegfall von Zinsen oder Bearbeitungsgebühren bei kurzen Laufzeiten oder infolge von ausgewählten Händleraktionen. Achtung: Oftmals lassen sich Teilzahlungen nur für ein Möbelstück oder im besten Fall auf eine Möbelserie anwenden. Nur in den seltensten Fällen lässt sich ein ganzer Großeinkauf über ein einziges Teilzahlungsmodell abwickeln – ohne auf ein vergleichbares Kreditmodell zur Ratenzahlung, etwa den Konsumkredit, umzusteigen.

Was ist ein Konsumkredit und für wen eignet er sich?

Der Konsumkredit, oft auch als Ratenkredit oder Anschaffungsdarlehen bezeichnet, gehört zu den Kreditarten, die in erster Linie für die Privatkundengedacht sind. Er kann entweder direkt beim bevorzugten Möbelhaus oder aber beim gewünschten Kreditinstitut beantragt werden. Und: Bei vielen Teilzahlungsmodellen, die Händleranbieten, handelt es sich in Wirklichkeit um nichts anderes, als um einen Konsumkredit. Das lässt sich meist aber erst auf den zweiten Blick, etwa im Kleingedruckten oder beim Kaufabschluss, erkennen. Wird ein solcher Kredit jedoch direkt über den Händler abgeschlossen, besteht keine Möglichkeit, verschiedene Kreditangebote zu vergleichen. Unter Umständen könnten die gekauften Möbelstücke so viel teurer werden, als sie es bei einem Direktkauf wären.

Welcher Kredit ist der günstigste? Die Checkliste

Was ist ein Einrichtungskredit und für wen eignet er sich?

Ein Einrichtungskredit, häufig auch Wohnungskredit oder Möbelkredit genannt, ist dazu gemacht, die Anschaffung von neuen Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen zu finanzieren. Hierbei handelt es sich fast immer um einen sogenannten Ratenkredit. Es können nun Gegenstände wie Bett, Couch, Dekoartikel, Schränke, Küche und Küchengeräte, Teppiche und Tapeten etc. angeschafft werden.

Tipp 1: Nicht zu viele Vereinbarungen treffen!

Wenn für jedes einzelne Möbelstück ein separater Ratenkredit oder eine separate Teilzahlung vereinbart werden muss, wird es schnell unübersichtlich. Schließen Sie also bei größeren und umfangreicheren Anschaffungsvorhaben besser direkt und noch vor dem Kauf einen Konsumkredit ab! Der Vorteil eines reinen Konsumkredits ist, dass Sie als Kunde inRuhe die verschiedenen Kreditanbieter und auch deren Kreditangebote vergleichen können. Hinzu kommen eine Rate, eine Laufzeit und die Summe anfallenderZinsen. Das sorgt nicht nur für eine finanzielle Übersicht.

Tipp 2: Erst rechnen, dann unterschreiben

Der Konsumkredit und auch einzelne Teilzahlungsvereinbarungen sind nicht erst seit Kurzem stark im Kommen, diese Kreditart hat vielmehr bereits zahlreiche händlereigene Raten- und Teilzahlungsmodelle abgelöst. Allerdings zeigte sich in mehreren Studien und Erhebungen recht deutlich, dass Teilzahlungen und Konsumkredite übergreifend, also nicht nur bei Möbelhäusern, sondern auch in Baumärkten und Elektrofachmärkten, im Vergleich zum Barkauf recht kostspielig daherkommen. Hier fällt je nach Anbieter und Kreditart ein effektiver Jahreszins an, der zwischen 7,37 und 21,70 Prozent liegen kann. Hinzu kommen mögliche Anzahlungen, die sich auf bis zu 20 Prozent des Kaufpreises belaufen können. Im Vergleich dazu könnte es zum Teil sogar günstiger sein, das eigene Konto kurzfristig zu überziehen.

Redaktion
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