Unverzichtbar im Garten: Die Englische Rose
Sie ist seit Jahrzehnten bei Rosenfans beliebt und ist nach wie vor eine gute Wahl für heimische Gärten. Was die Englische Rose so besonders macht und warum sie auch in Zeiten des Klimawandels eine ideale Gartenpflanze ist.
Englische Rosen gibt es seitden 1970er Jahren. Damals kreuzten britischeZüchter, hier vor allem die UnternehmenHarkness und Austin,historische Rosen mit modernen Rosen. Noch heute kommen die meisten Englischen Rosen aus diesen Häusern.
Englische Rosen von Harkness
Harkness Roses wurde im Jahr 1879 in Yorkshire, England gegründet und ist weltweit bekannt für seine hochwertigen Rosensorten. Englische Rosen aus dem Harkness werden im Schnitt 1,20 Meter hoch, viele Sorten lassen sich auch wunderbar in Töpfen und Trögen ziehen. Zu den bekanntesten Harkness Rosen zählenEasy Does It,Alissar -Princess of Phoenicia, Amber Queen, Belmonte und Anne Harkness.
Englische Rosen von David Austin
David Austin-Roses gibt es seit 1961, Firmensitz istShropshire im Westen Englands. Diese Englischen Rosensind bekannt für ihre facettenreiche Blütenform, die stark an historische Rosensorten erinnert, und ihren unvergleichlichen Duft.Viele der Austin-Rosen sind Strauchrosen, die viel Platz im Garten benötigen.Die Züchter bieten heuteetwa 250 Sorten Englischer Rosen an. Zu den bekanntesten zählenWilliam and Catherine (weiß), Jude the Obscure (gelb), Queen of Sweden (zartrosa), Gertrude Jekyll (tiefrosa).
Welche Englischen Rosen für unser Klima?
Kauft man sie in einer Gärtnerei, braucht man sich keine Gedanken darüber machen, ob den Englischen Rosen das österreichische Klima bekommen wird oder nicht. Die Gärtnereien treffen eine Vorauswahl und verkaufen Rosen, die in unserem Klima auch gut wachsen. Die Sorten werden am Feld kultiviert und dann wird laufend kontrolliert, ob sie im vorherrschenden Klima auch gesund wachsen und gedeihen. Wenn alles passt, werden sie auf dem Feld vermehrt und im Jahr darauf gepfropft.
Angeboten werden die Edelrosen dann bereits fertig in Töpfen. Ein Klassiker unter den Englischen Rosen ist "Gertrude Jekyll", weit verbreitet sind auch "Mary Rose" und "Heritage" - alle mit rosa Blüten. Wer es im Garten lieber gelb bis orange blühen lassen möchte, wählt "Charles Darwin", "Charlotte" oder "Golden Celebration". Letztere hat sehr große Blüten. Sehr robust ist die gelb blühende Strauchrose "Graham Thomas". Rote Sorten sind "The Prince", "Sophy’s Rose", "LD Braithwaite" und "Wenlock".
Die Hauptblütezeit der Englischen Rosen ist im Juni, die meisten Sorten blühen zuverlässig nach. Im Sommer sollten Sie darauf achten, dass Sie verwelkte Blütenstände entfernen. So hat die Pflanze mehr Energie für neue Blüten.
Standortwahl, Pflanzung und Pflege von Englischen Rosen
Englische Rosen brauchen einen sonnigen und gut durchlüfteten Platz im Garten, einen humosen, durchlässigen Boden und Dünger. Es ist wichtig, dass das Wasser zügig abfließen kann, der Standort sollte aber trotzdem nicht zu trocken sein. Haben Sie den idealen Standort für Ihre Englische Rose gefunden, heben Sie ein mindestens 60 mal 60 Zentimeter breites und tiefes Pflanzloch aus.
Sie können beim Einpflanzen der Englischen Rose auch Rosenerde mit speziellen Nährstoffen beimischen. Als Langzeitdünger dienen Hornspäne oder Wurm-Humus.Beachten Sie, dass die Triebe sich erst ein, zwei Jahre nach erfolgter Anpflanzung festigen - es ist also etwas Geduld gefragt.Grundsätzlich sind Englische Rosen winterhart. Im ersten Jahr macht es auch bei an sich sehr winterharten Sorten Sinn, sie anzuhäufeln.
Englische Rosen eignen sich am besten für die Verwendung in Blumenborders, wo man sie einzeln oder auch in kleinen Gruppen zu drei bis vier Stück, umgeben von verschiedenen Blütenstauden, pflanzt. Am besten, man setzt sie neben Stauden wie Salbei und Lavendel, die wenig Wasser brauchen. Denn auch die Englische Rose ist als Tiefwurzler sehr pflegeleicht, was das Gießen betrifft: nach dem Einwachsen (im 2. oder 3. Jahr) muss sie im Regelfall nur noch bei sehr großer Hitze mit Wasser versorgt werden - damit eignet sie sich gut für wärmere klimatische Bedingungen!
Gedeihen Englische Rosen auf Balkon und Terrasse?
Ja! Englische Rosen eignen sich auch für den Topf. Ideal sind vollsonnige Balkone und Terrassen, allerdings sollten sie auch luftig sein. Staut sich nämlich Hitze auf, ist die Gefahr groß, dass Krankheiten (vor allem Mehltau) auftreten. Daher: Besser Halbschatten, als sengende Hitze. Verwenden Sie am besten Rosenerde für Ihre Edelrosen im Topf - normale Blumenerde ist nicht ideal. Wie bei den Gartenrosen werden sie im Frühjahr und gleich nach der Blüte mit organischem Rosendünger mit Nährstoffen versorgt. Der Herbst ist bei den Rosen im Topf die richtige Zeit zum Umtopfen. Das sollte etwa alle 4 bis 5 Jahre passieren. So bleiben die Englischen Rosen im Topf vital. Eine schöne, stark duftende und robuste Rosensorte für den Topf ist "Sophy’s Rose". Weil sie mehr als einen Meter hoch wird, braucht sie allerdings große Pflanzgefäße.
Gibt es auch englische Kletterrosen?
Tatsächlich gibt es viele ketterfreudige Sorten unter den Englischen Rosen. Darunter einige der beliebtestens Englischen Rosensorten, zum Beispiel die stark duftende "Gertrude Jekyll" mit ihrem bogigem, ausladendem Wuchs. Wie sie letztendlich wächst, können Sie mit dem Rückschnitt bestimmen: Lässt man sie gewähren und behandelt sie wie jeden anderen Climber auch wachsen sie in die Höhe, bei stärkerem Rückschnitt kann man sie als größere Sträucher halten. Weniger duftend, dafür aber robuster ist die Sorte "New Down", deren Blüten zart rosa sind. Bei Kletterrosen empfiehlt es sich übrigens, lediglich das alte Holz auszulichten.
Auch im Sommer kann ein radikaler Schnitt bei den Englischen Rosen erfolgen, um die Nachblüte positiv zu beeinflussen. Düngen nicht vergessen!
Was gibt es beim Schnitt von Englischen Rosen zu beachten?
Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr. Je schlechter die Rose gewachsen ist, desto stärker kann man sie im Frühjahr schneiden. Auch wenn Sie krank ist oder Schädlinge sie befallen haben, wächst sie sich mit einem starken Schnitt wieder gesund. Denn wie für alle Gehölze gilt: Je mehr man schneidet, desto stärker ist das folgende Wachstum. Ganz einfach deshalb, weil alle Pflanzen die Energie aus den Blättern von allen Ästen im Herbst in den Wurzeln einlagern, um sie im Frühjahr wieder zu verwenden. Gibt es also weniger Äste, ist das Wachstum an den verbliebenen stärker. Das bedeutet für die Englischen Rosen, dass sie stark geschnitten werden können, ca. bis auf die Hälfte. Vertrocknete Triebe sollten komplett entfernt werden, denn an ihnen befinden sich meist viele Krankheitserreger.
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