Hortensien: Volle Blüte im Spätsommer

Sie gilt als typische Bauernblume, die besonders in ländlichen Gegenden noch heute eine der beliebtesten Blüten ist: Die Hortensie. Wir sagen Ihnen, welche Vorzüge die Großblütige hat und warum sie zu Recht eine Renaissance erlebt.

Der Sommer ist auf seinem Höhepunkt angelangt und ganz leise klopft er schon an, der Herbst. Die Luft ist morgens und abends schon um einiges kühler, das Blau des Himmels ist klarer, die Zeit der vollen Blüte in unseren Gärten neigt sich langsam dem Ende zu. Aber, es gibt auch Blumen, die uns noch im Spätsommer bis tief in den Herbst hinein mit ihrer reichen Blüte und ihren satten Farben erfreuen. Besonders beliebt: Die Hortensie.

Wenig Sonne und viel Feuchte nötig

Die Hortensie gibt es als Halbstrauch, als Strauch oder als kleinen Baum. Auch Kletterhortensien, die bis zu sieben Meter hoch werden können, sind erhältlich. Lange Zeit galt diese Blume als altmodisch, doch inzwischen ist sie – nicht zuletzt aufgrund ihres „angestaubten Flairs“ wieder sehr beliebt und in vielen heimischen Gärten zu finden. Spitzenreiter ist die Bauernhortensie, weitere Sorten sind die Tellerhortensie, die Waldhortensie oder die Samthortensie. Die meisten Sorten fühlen sich an halbschattigen oder sogar gänzlich schattigen Standorten wohl, doch Sonne kann ihnen natürlich auch nichts anhaben. Der Boden sollte immer nass bzw. feucht sein, das liebt dieser Strauch.

Hauptblüte im Spätsommer

Hortensien blühen vor allem von Juni bis August, wobei die farbenfrohen Blüten – typisch sind Weiß, Blau und Pink oder Lila, meist noch bis in den Winter hinein bestehen bleiben. So blüht die Bauernhortensie zum Beispiel bis zum November. Besonders schön: Die Bauernhortensie wechselt während der Blütezeit mehrmals ihre Farbe und taucht den Garten je nach Jahreszeit in eine andere, stimmungsvolle Farbwelt. Der für die Hortensie ganz typische doldenartige Blütenstand wird durch die großen Kelchblätter erzeugt, die im Gegensatz zu den unscheinbaren fruchtbaren Blüten unfruchtbar sind.

Magical Four Seasons © Magical Four Seasons

Die Hortensie im Topf

Im Glashaus vorgezogen und ab dem Frühling im Gartenfachhandel erhältlich, können Sie sich eine blühende Hortensie auch als Topfpflanze anschaffen. Ob auf der Fensterbank oder als große Kübelpflanze, zu haben ist sie in jeder Größe. Besonders beliebt für den Topf sind Hortensiensorten mit ballförmigen Blüten oder die so genannten Tellerhortensien. Grundsätzlich sind Hortensien winterfest, die Topfvarianten können aber ohne weiteres unter Dach in den kalten Monaten.

Pflege der Hortensie

Ganz wichtig ist genügend Feuchtigkeit für diese Pflanze. Gerade, wenn es sehr trocken und warm ist, sollten Sie regelmäßig und großzügig gießen, der Boden sollte einfach immer feucht sein. Auch die Topfhortensien vertragen keine Trockenheit. Aber Achtung: Staunässe ist tödlich für sie. Beim Dünger gilt: Je weniger Phosphor, desto besser. Es gibt im Handel einen speziellen Hortensiendünger, aber auch die Mittel für Rhododenron und Azaleen funktionieren.

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AutorIn:

Datum: 16.08.2016
Kompetenz: Garten und Zaun

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