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Kübelpflanzen - Exotische Gäste

Wer hätte nicht gerne etwas tropischen oder mediterranen Flair bei sich im Garten? Grundsätzlich machbar, doch spätestens wenn der Winter kommt, müssen die Pflanzen ins Warme. Mobile Kübel bieten die Lösung.

Verwöhnte Sonnenkinder aus dem Mittelmeerraum oder aus den Tropen müssen in unseren Breiten mobil genug sein, um in der kalten Jahreszeit im Haus zu übersiedeln. Also ab in den Topf mit ihnen. Doch das ist schon das einzige, was die zahlreichen Sorten und Arten gemeinsam haben - in ihren Pflege- und Standortansprüchen pochen sie auf Individualität. Und manches scheint überraschend: Der Oleander beispielsweise - Paradegast aus dem heißen, trockenen Italien - benötigt im Sommer Unmengen an Wasser, am liebsten ein ständiges "Fußbad", weil er in seiner Heimat nämlich nur in Flußtälern wächst, wo er Anschluß ans Grundwasser findet.

  • Die Bougainvillea hingegen leidet sofort an Wurzelfäule, wenn sie in stauender Nässe sitzt.
  • Die Trompetenblume wiederum verlangt nach einem "schattigen Fuß", damit der Wurzelansatz niemals dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Alle Citrus-Arten von Limette bis Clementine dürfen erst Ende Mai ins Freie, da sie extrem frostempfindlich sind.
  • Die Engelstrompete (Dautura) gedeiht nur bei reichlicher Düngung gut und obendrein zählt sie zu den giftigsten Kübelpflanzen. Und dennoch: Kübelpflanzen haben unsere Terrassen und Balkone fest im Griff und belohnen unsere aufopfernde Pflege mit herrlich exotischer Blütenpracht.

Jedes Jahr kommen neue Sorten auf den Markt und Züchtungen, die immer besser unser rauheres Klima vertragen. Vielleicht ist es doch gerade ihre Mobilität, die ihren Siegeszug unterstützt hat, denn jedes Jahr können sie neue arrangiert werden - für Abwechslung ist also gesorgt.

 

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Datum: 03.04.2017
Kompetenz: Garten und Zaun