Poolleiter führt in einen Swimming Pool voller von Algen getrübtem, grünem Wasser.

Poolleiter führt in einen Swimming Pool voller von Algen getrübtem, grünem Wasser. © vfhnb12/stock.adobe.com

Algen im Pool bekämpfen: Das hilft wirklich

Grünes oder trübes Poolwasser kann den Badespaß schnell verderben. Doch keine Sorge - mit den richtigen Maßnahmen lassen sich Algen im Pool effektiv bekämpfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Poolwasser wieder kristallklar bekommen und auch langfristig algenfrei halten.

Ein eigener Pool verspricht Abkühlung und Entspannung an heißen Sommertagen. Doch besonders bei intensiver Sonneneinstrahlung haben Algen leichtes Spiel und können sich im Schwimmbecken rasant vermehren. Die grünen Plagegeister sind dabei nicht nur optisch störend - sie bieten auch einen idealen Nährboden für gesundheitsgefährdende Bakterien. Um den Badespaß nicht zu gefährden, ist schnelles Handeln gefragt. Mit der richtigen Strategie und regelmäßiger Pflege können Sie Algenbefall effektiv vorbeugen und bekämpfen.

Hinweise und Tipps

Die frühen Morgenstunden eignen sich besonders gut für die Poolwartung, da zu dieser Zeit die UV-Strahlung noch gering ist und das Chlor seine volle Wirkung entfalten kann. Führen Sie Schockchlorungen vorzugsweise am Abend durch und lassen Sie die Filteranlage über Nacht laufen. So haben die Chemikalien ausreichend Zeit zu wirken, bevor die Sonne das Chlor wieder abbaut. Planen Sie größere Wartungsarbeiten immer zu Beginn der Poolsaison ein.

Warum entstehen Algen im Pool?

Algen benötigen für ihr Wachstum vor allem drei Faktoren: Sonnenlicht, Wärme und Nährstoffe wie Phosphate. Diese Bedingungen finden sie in Schwimmbecken häufig vor, besonders wenn die Wasserqualität nicht optimal ist. Ein zu niedriger Chlorgehalt, falsche pH-Werte oder eine unzureichende Filterung begünstigen die Algenbildung zusätzlich. Auch Laub, Pollen oder organische Verunreinigungen, die ins Wasser gelangen, fördern das Algenwachstum. Besonders gefährdet sind Pools, die intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind und bei denen die Wasserpflege vernachlässigt wird.

Was hilft wirklich gegen Algen im Pool?

Die effektivste Methode zur Algenbekämpfung ist der Einsatz spezieller Algizide. Diese sollten bereits beim ersten Befüllen des Pools zugegeben und je nach Belastung alle ein bis sechs Wochen nachgedosiert werden. Als Alternative kann auch Kupfersulfat verwendet werden, allerdings sollte hier die Dosierung von 1 bis 2 Gramm pro Kubikmeter nicht überschritten werden, da es sonst zu einer unerwünschten Grünfärbung blonder Haare kommen kann. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Wasserparameter sowie eine gründliche Filterung des Poolwassers.

Welche umweltfreundlichen Alternativen gibt es?

Eine besonders umweltfreundliche Option ist der Umbau zu einem Naturpool. Bestehende chlorierte Pools können mit relativ geringem Aufwand auf einen biologischen Betrieb umgestellt werden. Moderne Systeme wie der Biotop-Converter arbeiten mit einem speziellen Bio-Filter, der dem Wasser Phosphor entzieht und damit den Algen die Lebensgrundlage nimmt. Der Einbau erfolgt in einem kompakten Schacht neben dem Pool und macht eine chemische Algenbekämpfung überflüssig.

Wie kann man Algen von Anfang an vorbeugen?

Die beste Strategie gegen Algen ist eine konsequente Vorbeugung durch regelmäßige Poolpflege. Der wichtigste Faktor dabei ist die Aufrechterhaltung eines optimalen chemischen Gleichgewichts im Wasser. Der pH-Wert sollte konstant zwischen 7,0 und 7,4 liegen, während der Chlorgehalt bei mindestens 0,3 mg/l gehalten werden sollte. Eine automatische Dosieranlage kann dabei helfen, diese Werte konstant zu halten. Investieren Sie außerdem in eine hochwertige Poolabdeckung, die Sie immer dann nutzen, wenn der Pool nicht in Gebrauch ist. Dies verhindert nicht nur das Eindringen von organischem Material, sondern reduziert auch die UV-Strahlung, die das Algenwachstum begünstigt. Regelmäßiges Absaugen des Poolbodens und Reinigen der Wandfliesen sollte mindestens einmal pro Woche erfolgen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Filteranlage ausreichend dimensioniert ist und täglich mindestens acht Stunden läuf

Was tun bei akutem Algenbefall?

Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eines Morgens grünes Wasser im Pool vorfinden, ist schnelles Handeln gefragt. Beginnen Sie mit einer gründlichen Messung aller Wasserwerte, um die Ausgangssituation zu bestimmen. Führen Sie dann eine Schockchlorung durch, bei der Sie die Chlorkonzentration kurzzeitig auf das Fünf- bis Zehnfache des Normalwerts erhöhen. Wichtig ist dabei, dass Sie vorher den pH-Wert auf exakt 7,2 einstellen, da nur dann die Chlorung ihre volle Wirkung entfalten kann. Unterstützen Sie die Behandlung durch die Zugabe eines speziellen Algizids und lassen Sie die Filteranlage mindestens 24 Stunden durchgehend laufen. Bürsten Sie dabei mehrmals täglich die Poolwände und den Boden ab, um festsitzende Algen zu lösen. Nach der Behandlung sollten Sie einen Teil des Wassers austauschen und die Filterkartuschen gründlich reinigen oder ersetzen. Erst wenn das Wasser wieder völlig klar ist und alle Werte im optimalen Bereich liegen, kann der Pool wieder genutzt werden.

Redaktion
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