Terrasse planen. Die besten Tipps plus Kostenübersicht

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Es soll eine Terrasse her? Dann überlegen Sie, welche Art von Freisitz Ihren Wünschen entspricht und welche Vorarbeiten für welche Variante zu leisten sind. Hier lesen Sie alles zum Thema Terrassenplanung und -gestaltung.

Das richtige Fundament wählen

Grundlage jeder Terrasse im Garten ist das richtige Fundament: Gibt es dort, wo die Terrasse angelegt werden soll, bereits eine Unterkellerung, so fällt ein Problem weg. Ansonsten sollte man sich zwischen einer Betonplatte und einem Streifenfundament entscheiden. Bei nicht allzu großen Lasten, und vor allem dann, wenn keine Wände errichtet werden müssen, bietet sich auch ein Plattenfundament an - dieses ist wirtschaftlicher.

Eine weitere Möglichkeit ist die Beschüttung mit Steinen, auf die ein Lattenrost aufgelegt wird. Ein Holzlattenrost ist allerdings nur bei Schrebergärten zu empfehlen. Sollte die Terrasse in irgendeiner Weise verfliest werden - egal ob Fliese oder Stein - braucht man auf jeden Fall eine Betonierung.

Welcher Belag für die Terrasse?

Bei der Planung des eigentlichen Terrassenbodens sollten Sie an Kosten, Bedürfnisse und die Lage der Terrasse denken: Welchen Pflegeaufwand können und wollen Sie betreiben? Wie stark wird die Terrasse von Sonneneinstrahlung betroffen sein? Ein Terrassenboden, der permanent von der Sonne bestrahlt wird, heizt sich dementsprechend auf. Je dünkler dieser Boden dann ist, desto heißer und schlechter begehbar ist er auch.

Die Terrasse als Gestaltungselement vor dem Haus

Bei den Unterkonstruktionen sollten Sie überlegen, ob wirklich alles auf einer Ebene sein muss. Durch den Einbau eines Podests oder von Stufen kann ein interessanter optischer Effekt erzielt werden. Bei Dachterrassen wiederum können etwaige Schläuche und Abdeckungen überbaut, und so in aktive Elemente wie Sitzgelegenheiten oder ähnliches umfunktioniert werden.

 

Neue Terrasse: Kostenüberblick

Die Kosten einer Terrasse können je nach Materialienwahl stark variieren. Als teuestes Material gilt Holz, wobei es auch hier große Preisunterschiede gibt. Zu den preisgünstigsten Hölzern zählen mit circa 20 Euro pro Quadratmeter Douglasien- oder Lärchenholz. Teurer wird es, wenn Sie sich für ein Tropenholz wie Bangkirai, Garapa oder Bambus entscheiden. Für ein solches Tropenholz müssen Sie in etwa 60 Euro aufwärts kalkulieren. Thermohölzer aus Esche oder Kiefer können Sie ab einem Preis von 160 Euro pro Quadratmeter erwerben.

Nicht zu vergessen sind die Handwerkerkosten für die Verlegung des Bodens sowie die Kosten für Unterkonstruktion und Fundament.

Auch stehen Bodenplatten und -pflaster zur Auswahl. Diese sind in Beton oder Naturstein erhältlich, wobei letzterer natürlich die kostspieligere Variante darstellt.

Natursteinplatte  170 Euro/m² Basaltpflaster inkl. Verlegen
Betonplatte 70 Euro/m², inkl. Verlegen 160 €
Betonsteinpflaster 20 Euro/m², inkl. Unterbau und Verlegen 120 Euro
Betonsteinplatte 150 Euro/m²  inkl. Unterbau und Verlegen

Ob man sich nun für das Verlegen in Eigenregie oder für die professionelle Verlegung durch Gartenlandschaftsbauer entscheidet, obliegt jedem Terrassenbauer selbst. Wichtig ist jedoch, vorab eine detaillierte Kostenaufstellung anzufertigen, um etwaigen bösen Überraschungen vorzubeugen.

Wichtiges zu Sonnenausrichtung und Beschattung

Wenn die ersehnte Terrasse endlich errichtet ist, stehen ihre Besitzer noch vor der Frage, welche Beschattung die richtige ist. Hier ein Überblick über die wichtigsten Punkte:

Markise (Hand- oder Automatikbetrieb) muss bei Schlechtwetter eingefahren sein
Sonnenschirm flexibel
Sonnensegel organischer Charakter, flexibel
Überdachung aus Glas, Aluminium oder Holz fixe Montage

 

Grün für die Terrasse

Bei der Bepflanzung der Terrasse sollte man sich an der Sonneneinstrahlung, also der Himmelsrichtung, orientieren. Unterschiedliche Bedingungen erfordern die Wahl der richtigen Pflanzen. Zur Wahl stehen einjährige Pflanzen, die jährlich erneuert werden müssen, und winterharte Gehölzer wie Buchs oder Ziergräser. Besonders angenehm sind Kräuter in kleinen Töpfen oder Kästen. Auch Rosen oder Lilien verströmen ein angenehmes Aroma in der Luft. Bei Zitrusbäumchen oder Oleander sollten Sie sicherstellen, dass diese in der kalten Jahreszeit im Haus überwintern können. Als Sichtschutz können Hochbeete am Rand der Terrasse dienen.

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AutorIn:

Datum: 09.07.2019
Kompetenz: Bauplanung und Bauaufsicht

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